07.04.2006 | Nachrichten>International
In Europa leben 64 Millionen Zuwanderer
Zuwanderer machten zwischen 2000 und 2005 drei Viertel des Bevölkerungswachstums in den Einwandererstaaten aus

Nach einer neuen Studie der UN, die kürzlich von UN-Bevölkerungsexperten in New York veröffentlich wurde, leben derzeit von den weltweit 191 Millionen Zuwanderern 64 Millionen allein in Europa. Die Zahl der Einwanderer betrug letztes Jahr in Nordamerika 44,5 Millionen, in Australien und Neuseeland 4,7 und in Japan zwei Millionen.

Im Jahr 1990 lebten 53 Prozent der Zuwanderer in einem reichen Industrieland. Im letzten Jahr stieg dieser Anteil auf 61 Prozent. Von der Zuwanderung seien vor allem 28 bestimmte Länder betroffen, die drei Viertel aller Zuwanderer beherbergten.

Die große Zahl der Zuwanderer gleiche die niedrigen Geburtenraten in diesen Ländern aus, hieß es. Dort hatten Zuwanderer zwischen 1990 und 1995 die Hälfte und zwischen 1995 und 2000 zwei Drittel des Wachstums ausgemacht. Zwischen 2000 und 2005 stieg dieser Anteil auf drei Viertel. Bei gleichbleibender Entwicklung würden Zuwanderer aus ärmeren Ländern zwischen 2010 und 2030 das gesamte Bevölkerungswachstum in den betroffenen Industrieländern ausmachen.

Die Zuwanderung bringt den reicheren Ländern meist wirtschaftliche Vorteile, die ärmeren Länder dagegen verlieren dadurch ausgebildete Arbeitskräfte. Andererseits sollen Auswanderer, die die Verbindung zu ihrer Heimat aufrechterhalten, den Austausch von Technologie und Kapital fördern.

Nach Angaben der UN Population Division ist die Zahl der Länder, die den Zufluss von Einwanderern verringern wollen, seit 1996 von 40 auf 22 Prozent gesunken. (hv)


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