03.04.2006 | Nachrichten>Deutschland
Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland für engere Zusammenarbeit mit Muslimen
Kramer plant ein europäisches Zentrum zur Erforschung von Antisemitismus und Islamophobie

Der Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, will ein europäisches Zentrum zur Erforschung von Antisemitismus und Islamophobie gründen. Kramer will bei der Bekämpfung von Antisemitismus und Islamophobie eng mit Muslimen zusammenarbeiten. In Europa sei dieses Projekt auf viel Unterstützung gestoßen, sagte Kramer.

Die bisherige Zusammenarbeit mit muslimischen Partnern solle weiter intensiviert werden. Kramer erklärte, man sei mit der bisherigen Form der Datensammlung über Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus unzufrieden gewesen. Die Ergebnisse der vielen Organisationen, die Daten sammelten, gingen „hart an dem vorbei, was in der Realität passiert“. „Wir wollen seriöses und aktuelles Material haben“, erklärte Kramer.

Der Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland glaubt, dass di e Ursachen von Antisemitismus und Islamophobie weitgehend dieselben sind. „Es geht darum, die grundsätzlichen Mechanismen zu erforschen, und vor allem, daraus konkrete Handlungsschlüsse zu ziehen“, sagte er. (hv)


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