22.04.2006 |Nachrichten>Deutschland
Weniger Einbürgerungen in Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-westfälischer Integrationsminister
fordert stärkere Einbürgerungsbemühungen, um die Integration
zu fördern
Das
Statistische Landesamt in Düsseldorf teilte mit, dass im Jahr 2004 in Nordrhein-Westfalen
nur 40.100 Zuwanderer eingebürgert wurden. Das seien rund 4.300 weniger
als im Jahr zuvor. Von den 40.100 Eingebürgerten waren rund 16.000 Türken.
Den Türken folgten die Polen mit 2.800 und die Marokkaner mit 2000 Einbürgerungen.
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes habe es im Jahr 2002 noch 49.900
und im Jahr 2001 sogar 60.600 Einbürgerungen gegeben.
Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin
Laschet (CDU) forderte diesem Abwärtstrend entgegenzuwirken. Laschet betonte,
dass nach einer Sonderauswertung des „Mikrozensus“, die das Statistische
Landesamt im Auftrag der Behörde
durchgeführt habe, eingebürgerte Zuwanderer über eine bessere
Schulausbildung und qualifiziertere Jobs verfügten. Außerdem seien
sie seltener arbeitslos als nicht Eingebürgerte.
Zurzeit lebten in Nordrhein-Westfalen rund 1,9 Millionen
Ausländer und rund 556.000 Eingebürgerte. (hv)
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