04.04.2007 Nachrichten>Deutschland
Innenminister will Sicherheitsgesetze weiter verschärfen
Opposition und SPD warnen vor „Überwachungsstaat“
Die Pläne von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zur Verschärfung mehrerer Sicherheitsgesetze wurden von der Opposition scharf kritisiert. Auch die SPD warnte vor einem „Überwachungsstaat“. Der Innenminister will unter anderem Einschränkungen für die Rasterfahndung aufheben und die Online-Durchsuchung von Computern erlauben.
Schleswig-Holsteins Innenminister Ralf Stegner (SPD) warnte:
„Wenn wir die Freiheiten beseitigen, die wir verteidigen wollen, dann
haben jene gewonnen, die genau das im Sinn haben.“ Er sehe keinen Grund
für heimliche Computer–Durchsuchungen. Diese sollten nur bei schweren
Straftaten und nur mit Richterkontrolle möglich sein, sagte der Vorsitzende
des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy (SPD). Die Vizechefin der
Linksfraktion, Petra Pau, bezeichnete Schäubles Pläne als „massiven
Einbruch in den Datenschutz“. Auch der Vorsitzende der Gewerkschaft der
Polizei (GdP), Konrad Freiberg, warnte, heimliche Computer-Durchsuchungen dürften
nur unter strengen Regeln und bei schweren Verbrechen erlaubt sein. (hv)
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