04.04.2007 Nachrichten>International
„Alle anders - Alle gleich“
Im Rahmen der vom Europarat gestarteten Kampagne „Alle anders - Alle gleich“ fanden sich Jugendliche aus Europa und aus islamischen Ländern in Istanbul zum „Interkulturellen und Interreligiösen Dialog-Symposium“ zusammen

Ziel der im Jahre 1995 entstandenen Kampagne unter dem Motto „Alle anders – Alle gleich“ ist es, die Diskriminierung der Rassen, Ausländerfeindlichkeit und Intoleranz gegen andere Menschen zu bekämpfen. Denn die Vielfalt der Menschen entstehe aus der Vielfalt der Kulturen, Rassen und Religionen, heißt es in den Leitsätzen der Kampagne. Doch da alle die gleichen Grundrechte besitzen, sind im Prinzip alle Menschen gleich. Die Kampagne macht es sich zur Aufgabe, die Gleichheit jedes Menschen hervorzuheben.

An dem Symposium, das eines der Projekte der Kampagne ist, beteiligen sich rund 250 Jugendliche aus verschiedenen Ländern.

An der 4-tägigen Veranstaltung nahmen unter anderem der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und Repräsentanten aus der Europäischen Kommission und den Vereinten Nationen teil. Das Symposium entstand unter der Zusammenarbeit des Europarats, des türkischen Jugend- und Sportverbands und des Jugendforums der Organisation der Islamischen Konferenz.

Jugendlichen wird anhand des Symposiums die Möglichkeit geboten, Meinungen über Themen zum interkulturellen sowie interreligiösen Dialog und über das friedliche Miteinander zu äußern. Sie bildeten im Symposium Workshops zu den Aspekten Rassismus und Diskriminierung, Islamophobie, Religion und Menschenrechte, Laizismus und Atheismus, religiöse Jugendarbeit sowie Religion, Kultur und Sexualität.

Zum Schluss des Symposiums wird von den Teilnehmern zur weiteren Bemühung um den interkulturellen und interreligiösen Dialog ein Bericht unter dem Namen „Deklaration von Istanbul“ veröffentlicht werden.

Der Vorsitzende des OIC-Jugendforums, Ali Sarikaya, unterstrich, dass der Schlussbericht zu diesem Symposium eine Referenz für zukünftige gemeinsame Bemühungen zwischen den Mitgliedsländern der OIC und der EU sein werde.

Eines der wichtigsten Gründe, warum das Symposium zum interkulturellen und interreligiösen Dialog in Istanbul stattfand, sei, dass die Türkei ein konstituierendes Mitglied des Europarates sei, undder Großteil der türkischen Bevölkerung die Muslime bildeten. Diese Tatsache wurde auch in dem an die Teilnehmer geschickten Schreiben ausdrücklich erwähnt; mit dem Vermerk: „die Türkei ist ein multikulturelles Land, das eine Brücke zwischen vielen Religionen, Kulturen und Zivilisationen bildet“. (ab)



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