09.04.2007 Nachrichten>Deutschland
Anti-Islam Partei vor Gründung
Mit antimuslimischer Polemik will der Initiator
Udo Ulfkotte die Parteienlandschaft aufmischen
Der sogenannte Terrorismusexperte Udo Ulfkotte plant eine anti-islamische
Partei, die er Ende Mai in Berlin gründen will.
Die
Partei soll politisch rechts von der CSU stehen und mit der Rückbesinnung
auf christliche Werte den etablierten Parteien Wähler abjagen. Intern trägt
die Partei den Namen „Christliche-Ökologische Partei“. Ulfkotte
zufolge soll sich die Partei „mit einem klaren Bekenntnis gegen die schleichende
Islamisierung der Gesellschaft in Europa“, den Wählern stellen. Der
ehemalige Redakteur der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ will gegen
vermeintliche „Sonderrechte“ von Muslimen vorgehen, wie er seine
Polemik für die Beschränkung der Religionsfreiheit für Muslime
umschreibt. „Wenn die Hindus sagen würden, eine Kuh zu töten
ist Mord, würden wir denen einen Vogel zeigen. Aber wenn Muslime einen
geschlechtlich getrennten Schwimmunterricht fordern, sagen wir: ,Aber gerne’“,
so Ulfkotte in einem seiner vielen Ausfälle.
So will Ulfkotte die Verhandlungen mit der Türkei über einen Beitritt zur EU sofort und ersatzlos beenden. Das Schächtungsverbot solle konsequent durchgesetzt werden und über Moscheebauten die Anwohner in Bürgerbefragungen entscheiden. Auch die Moscheen selbst will Ulfkotte genauer inspizieren. Bei diesen Vorstellungen verwundert es nicht, dass Ulfkotte als weitere neue Mitglieder für seine Partei sich Günther Beckstein (CSU), Volker Boufier (CDU) und Jörg Schönbohm (CDU) wünscht. Eigenen Angaben zufolge erreichen Ulfkotte täglich mehrere Hundert Mitgliedsanträge.