13.04.2007 Nachrichten>International
US-Politik erhöht Terrorgefahr
ORG-Studie: „ Krieg gegen den Terror“
und die Irak-Invasion erhöhen die Terrorgefahr“
Eine neue Studie der britischen Expertengruppe Oxford Research
Group (ORG) zeigt, dass der „Krieg gegen den Terror“
und
die Besetzung des Irak durch die USA und Großbritannien weltweit die Terrorgefahr
erhöht. In dem Bericht heißt es: „Dass der Irak als Teil des
„Krieges gegen den Terrorismus“ behandelt wurde, hat in der Region
nur neuen Terrorismus hervorgebracht und eine Zone für das Kampftraining
heiliger Krieger geschaffen“. Außerdem wird vor „katastrophalen
Folgen“ bei einem möglichen Iran-Krieg gewarnt. Um ein System „nachhaltiger
Sicherheit“ zu schaffen, so die Experten, müssten die Ursachen der
Konflikte behoben werden, anstatt militärische Gewalt anzuwenden. Die ORG
empfiehlt daher, westliche Truppen aus dem Irak zurückzuziehen und sie
durch eine Stabilisierungsstreitmacht der Vereinten Nationen zu ersetzen.
In der Studie heißt es zudem: „Seit dem 11. September wollen uns westliche Politiker weismachen, dass der internationale Terrorismus die größte Gefahr für die Weltsicherheit ist, aber unsere Erkenntnisse bestätigen diese Einschätzung nicht. Dies lenkt uns von viel größeren Sicherheitsgefahren ab, nämlich dem Klimawandel, dem Wettbewerb um Ressourcen, einer Marginalisierung der Mehrheit und der globalen Militarisierung”.
Die Oxford Research Group (ORG) ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, die nach „nicht-militärischen Lösungen für globale Konflikte“ sucht. (hv)