08.08.2006 Nachrichten>Deutschland
Bundesregierung will Zuwanderung von hoch qualifizierten Ausländern erleichtern
Hürden für die Zuwanderung hoch qualifizierter
Ausländer sollen gesenkt werden
Die Bundesregierung plant, die Hürden für die Zuwanderung hoch qualifizierter Ausländer zu senken. Nach der Sommerpause soll über eine solche Änderung des Zuwanderungsgesetzes entschieden werden, teilte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums in Berlin mit. Als Hochqualifizierte gelten nach dem Zuwanderungsgesetz Spezialisten und leitende Angestellte mit einem jährlichen Einkommen von mehr als 84.000 Euro. Ausländische Investoren müssen mindestens eine Million Euro investieren und zehn Arbeitsplätze schaffen. Im vergangenen Jahr waren es nur 900 solcher Spitzenkräfte, die nach Deutschland kamen.
„Wir sind uns im Grundsatz einig, dass wir hoch Qualifizierten attraktivere Regelungen anbieten müssen“, sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, der gemeinsam mit Hans-Peter Uhl (CSU) eine koalitionsinterne Arbeitsgruppe leitet, die entsprechende Änderungen erarbeitet. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) begrüßte die Pläne für eine Änderung des Zuwanderungsgesetzes. Der Innenminister forderte jedoch, die Hürden nicht zu sehr zu senken. Ein Absenken des geforderten Jahresverdiensts von jährlich 84.000 Euro müsse „ausschließlich auf die Berufsanfänger beschränkt werden, auf Spitzenkräfte unter 35 Jahren“, sagte er. (hv)