10.08.2006 Nachrichten>Deutschland
Regierung will Integrationskurse ausbauen
Integrationskurse sollen von 630 auf 900 Stunden aufgestockt werden

Die Arbeitsgruppe der großen Koalition zur Reform des Zuwanderungsgesetzes hat sich darauf geeinigt, die Integrationskurse auszubauen. „Es gibt einen großen Konsens bei der Fortentwicklung dieser Kurse“, sagte der zuständige Berichterstatter der Union, Reinhard Grindel. Geplant ist die Aufstockung der Integrationskurse von 630 auf 900 Stunden. Außerdem soll das Entgelt für den Unterricht erhöht werden.


Die Kursträger hatten über eine niedrige Honorierung geklagt, die für die Haltung oder Anwerbung von gut ausgebildeten Lehrern nicht ausreiche. Bei den Integrationskursen werden Zuwanderern die deutsche Sprache und Grundwissen zur Rechtsordnung, Geschichte und Kultur Deutschlands beigebracht. Seit Beginn der Kurse Anfang 2005 haben fast 170 000 Menschen daran teilgenommen. Die meisten von ihnen stammen aus der Türkei und aus Russland.

Grindel sagte, dass nur wenige Zuwanderer das angestrebte Sprachniveau erreichen würden: „Nur die Minderheit, nämlich weniger als ein Drittel, besteht die Tests.“

Die Kursdauer solle jedoch aus finanziellen Gründen nur für Jugendliche und Frauen verlängert werden, so Grindel, der zudem einen Pflichttest am Ende der Kurse ablehnt. Ein vor kurzem vorgelegter Erfahrungsbericht des Bundesinnenministeriums zum Zuwanderungsgesetz hatte ebenfalls Verbesserungen und den Verzicht auf einen Pflichttest am Ende der Kurse empfohlen. (hv)

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