13.08.2006 Nachrichten>International
Druck der USA auf Muslime verhindert Hilfen an Libanon
Viele Muslime in den USA können nicht für
den Libanon spenden, da sie Angst haben, zu den „Verdächtigen Terror-Unterstützern“
zu gehören
Nach einem Artikel der Zeitung „Washington Post“ spenden viele islamische Verbände in den USA aufgrund dieser Angst nur Lebensmittel, Medikamente und andere Bedarfsmittel. Jedoch ist diese Art der Spende schwer zu liefern und ist zudem Kostenaufwendiger. Muslimische Führer in den USA erklärten, dass der Druck der USA nur ein Problem von vielen, die die amerikanische Regierung den islamischen Verbänden bereitet, darstellt. Einer der Leiter des Rates für amerikanisch-islamische Beziehungen (CAIR), Nihad Awad, betonte: „Viele kommen zu mir und wollen für Medikamente Geld spenden, haben jedoch vor der Reaktion der Regierung auf diese Spenden Angst.“
Obwohl das libanesische Konsulat mitteilte, dass Spenden außer Geld nicht viel nutzen, wird auf die größte islamische Organisation, die es in den USA gibt, den Rat für Amerikanisch-Islamische Beziehungen, Druck ausgeübt, die Menschen dazu zu bringen, außer Geld etwas anderes zu spenden.
James J. Zogby, Vorsitzender des Arabisch-Amerikanischen Instituts, stellte klar, dass die Überwachung von internationalen Telefonaten und E-Mails eine abschreckende Funktion haben, damit keine finanziellen Hilfen an arabische Länder gesandt werden. „Wir forderten wiederholt die Liste der eingetragenen Vereine von den amerikanischen Leitern, bekamen aber leider bisher keine Antwort“, so Zogby.
Außerdem gab er bekannt, dass der Dachverband „Vereinigte Jüdische Gemeinschaft“, der 155 Ortsvereine in verschieden Teilen der USA hat, 300 Millionen Dollar Soforthilfe an Israel senden wird und die Große Jüdische Föderation Washington eine 10 Millionen Dollar Spende plant. (sa)