22.08.2006 Nachrichten>International
Arabische Passagiere dürfen nicht mitreisen
Weil zwei Fluggäste mit arabischem Akzent
sprachen, fühlten sich die anderen Passagiere bedroht und forderten ihren
Ausschluss von der Mitreise
Nach
einem Bericht der britischen Zeitung „Mail on Sunday“ haben zwei
Fluggäste der Monarch Airlines 613 von Malaga nach Manchester für
Aufregung unter den 150 Passagieren gesorgt, nur weil sie asiatisch aussahen
und mit arabischem Akzent sprachen. Einige der Passagiere hätten sogar
kurz vor dem Start das Flugzeug verlassen. Der Großteil der Passagiere
habe die Besatzung aufgefordert, die beiden „asiatisch Aussehenden“
nicht mitfliegen zulassen. Nach dem die Piloten die Passagiere nicht beruhigen
konnten, mussten die beiden völlig harmlosen Männer die Maschine verlassen.
Zudem wurden sie von spanischen Sicherheitsbeamten ohne jeglichen Verdacht festgehalten
und verhört. Sie durften erst einen Tag später ihre Reise fortsetzen.
Terrorexperten und Psychologen führten das Verhalten der Fluggäste auf die Anti-Terrorpolitik von Europa und den USA zurück, in der Terrorismus unabdingbar mit dem Islam verknüpft sei. Die Menschen würden in Folge dessen automatisch eine Verbindung zwischen Muslimen und Terrorgefahr herstellen, hieß es. (hv)