08.08.2007 Nachrichten>International
US-Präsidentschaftskandidat droht mit Bomben auf Mekka
Tom Tancredo: „USA sollen als Reaktion
auf einen Terrorangriff Atombomben auf Mekka und Medina abwerfen“
Der
republikanische Präsidentschaftskandidat Tom Tancredo hat bei einem Wahlkampfauftritt
gesagt, die USA sollten als Reaktion auf einen Terrorangriff Atombomben auf
die beiden Städte Mekka und Medina abwerfen. Das US-Außenministerium
erklärte daraufhin: „Die offizielle Position der US-Regierung ist,
dass diese Bemerkungen einfach empörend sind.“ Sprecher Sean McCormack
sagte, dass die Präsidentschaftskandidaten beim Wahlkampf für sich
sprächen, und nicht für die US-Regierung. Mehrere republikanische
Präsidentschaftsbewerber distanzierten sich von Tancredo.
Auch der größte muslimische Dachverband in den USA, der Rat für amerikanisch-islamische Beziehungen, hat Tancredo für seine islamfeindlichen Äußerungen scharf kritisiert und ihn aufgefordert, sich zu entschuldigen. Solche Äußerungen seien „Futter“ für die Rhetorik von Extremisten.
Trotz massiver Kritik bekräftigte Tancredo jedoch seine Position während einer Fernsehdebatte am Sonntag. Jeder, der bei einem Terrorangriff für die Bombardierung der heiligen Städte nicht bereit sei, sei nicht für das Amt des amerikanischen Präsidenten geeignet, sagte er. (hv)