12.12.2006 Nachrichten>International
„Der Angriff auf die UN war ein großer Fehler“
Israel bezeichnete den tödlichen Angriff
auf vier Uno-Beobachter als einen „ernsten beruflichen Fehler“
Es
stellte sich heraus, dass in einem israelischen Armeebericht der tödliche
Angriff auf vier Uno-Beobachter bei der Beobachtermission UNIFIL in Südlibanon
als ein „ernster beruflicher Fehler“ eingestuft wurde. In dem in
der Zeitung Jerusalem Post veröffentlichten und den Militärbotschaftern
vorgelegten Bericht heißt es, der Abschuss einer israelischen Rakete auf
einen Uno-Beobachterposten in der libanesischen Stadt Alhiam sei durch „Fahrlässigkeit
und ungenügende Vorbereitung bei den Angriffen der israelischen Armee“
entstanden. Laut Bericht hieß es weiter, dass die Autorisierten der Militäreinheit
in dem Gebiet zu dem Zeitpunkt neu berufen worden waren und der Beobachterposten
„unbeabsichtigt“ in die Liste der Angriffspunkte aufgenommen wurde.
Bei dem Angriff, der für weltweiten Protest sorgte, waren ein Chinese, ein Finne, ein Kanadier und ein Österreicher getötet worden. Der Generalsekretär der UN, Kofi Annan, erklärte unverzüglich nach dem Vorfall, dass der Beobachterposten schon lange da sei und auch als solcher gekennzeichnet war und sagte, es handele sich um einen absichtlichen Angriff.
Annan sagte weiter, dass sie mit so einem Angriff konfrontiert wurden, obwohl der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert die Sicherheit der UN-Posten gewährte, und verlangte von der israelischen Regierung, eine ausführliche Untersuchung einzuleiten. (ab)