News-Archiv
Dezember 2006

 

28.12.2006 Nachrichten>Verband
Die Opfertierkampagne der IGMG hat begonnen

Die Opfertierkampagne 2006/2007 der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs hat begonnen. Für die Koordinierung der jährlichen Opfertierkampagne wurde ein Ausschuss gebildet. In seiner ersten Sitzung am Wochenende legte der Koordinierungsausschuss den Wert eines Opfertieres auf 100 € fest.

In der Opfertierkampagne des letzten Jahres wurden 61016 Opfertierspenden gesammelt und in 62 Länder 76926 Tiere geopfert.

27.12.2006 Nachrichten>InternationalTopic
Mehr als 70 Tote in Ueberflutungen und Erdrutschen in Aceh

In Indonesien wurden die Festlichkeiten der Weihnachtstage und die Vorfreude auf das islamische Opferfest durch eine Reihe von Naturkatastrophen ueberschattet. Tagelange Regenfaelle verursachten meterhohe Ueberflutungen und loesten Erdrutsche, denen bis dato 73 Menschen zum Opfer fielen. Zehntausende wurden durch die Wassermassen gezwungen ihre Haeuser zu verlassen. Aceh, das noch immer stark gezeichnet ist von dem verheerendem Tsunami vor zwei Jahren, wurde von diesen Ueberflutungen am staerksten getroffen. Hier sind sechs Provinzen von den massiven Ueberflutungen heimgesucht worden. Die Zahl der Todesopfer steigt stuendlich, je mehr abgelegene Doerfer von den Helfern erreicht werden.

25.12.2006 Nachrichten>International
Schwere Überschwemmungen in Indonesien
Bei schweren Überschwemmungen in Indonesien kamen zahlreiche Menschen ums Leben. 200 000 wurden obdachlos

Tagelange heftige Regenfälle haben auf der indonesischen Insel Sumatra zu schweren Überschwemmungen geführt. Dabei kamen viele Menschen ums Leben. Nach Angaben der indonesischen Nachrichtenagentur gibt es über hundert Tote und Vermisste. 200 000 haben ihr zu Hause verloren. Berichten zu Folge ist die Lage in der Provinz Aceh besonders schlimm. „Uns liegen Berichte von 60 Toten aus dem am schlimmsten betroffenen Distrikt Tamiang vor. Dutzende Einwohner werden noch vermisst“, sagte ein Helfer.

23.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Bundesregierung: „Ziel der Deutschen Islamkonferenz war nicht die Gründung einer verfassten islamischen Religionsgemeinschaft“
Die Bundesregierung erklärte auf eine Anfrage hin, der Staat könne nicht vorgeben, dass eine Religion nur durch eine einheitliche Repräsentanz ihr gegenüber auftritt

Auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hin erklärte die Bundesregierung, das Ziel des Nationalen Integrationsplanes, der im Sommer 2007 von der Bundeskanzlerin vorgestellt werden soll, sei es, ein politisches Handlungskonzept zu erarbeiten, in dem zentrale Integrationspotenziale und -defizite benannt und Lösungsansätze entwickelt werden. Der Plan entstehe aus der Zusammenarbeit von staatlichen und nichtstaatlichen Arbeitsgruppen sowie Teilnehmern des Integrationsgipfels vom 14. Juli. Außerdem erklärte die Bundesregierung in ihrer Antwort, dass die „Gründung einer verfassten islamischen Religionsgemeinschaft“ nicht das Ziel der Deutschen Islamkonferenz vom 27. September gewesen sei.

22.12.2006 Freitagspredigt
Hutba - Die Hadsch

„Wahrlich das erste Haus, das für die Menschen gegründet wurde, ist das in Bakka – ein gesegnetes und eine Leitung für die Welten. In ihm sind deutliche Zeichen – die Stätte Abrahams. Und wer es betritt, ist sicher. Und der Menschen Pflicht gegenüber Allah ist die Pilgerfahrt zum Hause, wer da den Weg zu ihm machen kann. Wer aber ungläubig ist – wahrlich, Allah ist nicht auf die Welten angewiesen.“ (Al-i Imran S. / 96-97)

 


Orte der Offenbarung-Medina al-Munawwara-Die erleuchtete Stadt
Ein Kommentar von M. Hulusi Ünye

Die Hadsch gehört zu den fünf Säulen des Islams und ist eine Pflicht, deren Ausführung man fast als eine Probe des Todes und der Wiederauferstehung bezeichnen kann. Die Zeit der Pilgerreisen hat begonnen. Wir befinden uns derzeit in der erleuchteten Stadt unseres Propheten Muhammed (saw), deren Name ursprünglich Yathrib hieß. Pilger aus der ganzen Welt beleben die Stadt. Sie laufen in ihrer gewöhnlichen Kleidung oder haben bereits das Hadsch-Gewand übergezogen. Durch die neu errichteten Hotels um die Masdschid an-Nabawi verändert sich der Anblick auf die Stadt jedes Jahr aufs Neue. Wenn die Hotels fertig gebaut sind, werden die angereisten Pilger Übernachtungsmöglichkeiten haben und leichter ihre Besuche und Gebete in der Masdschid an-Nabawi verrichten.

22.12.2006 Nachrichten>International
„Allianz der Zivilisationen“ in den USA
Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan gab bei seiner USA-Reise anlässlich des Projektes „Allianz der Zivilisationen“ wichtige Botschaften

Den Auftakt des Besuches des türkischen Premierministers bildete seine Ansprache vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Erdogan erklärte, dass er direkt aus Konya in die USA gereist sei und gab Beispiele von Mawlana und seine Auffassung über die Liebe. „Der Kern aller reinen Religionen ist die Liebe“ und „Der Friede muss zunächst im Herzen des Menschen zustande kommen“ waren die Worte von Mawlana, auf die Erdogan aufmerksam machte. Weiterhin sagte er, dass kein religiöser Glaube die Quelle von Gewalt und Hass sein könne.

20.12.2006 Nachrichten>International
Muslimische Migranten werden europaweit diskriminiert
Laut einer neuen Studie der Europäischen Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) sind Muslime in Europa in fast allen Lebensbereichen Diskriminierungen ausgesetzt

Einem am Montag in Wien veröffentlichten Bericht der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) zu Folge sind Muslime in Europa in fast allen Lebensbereichen Diskriminierungen ausgesetzt: Bei Erziehung und Bildung sowie auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt. Außerdem würden sie tagtäglich Opfer von Drohungen und körperlicher Gewalt.

20.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Mehrheit der Deutschen gegen EU-Beitritt der Türkei
Eurobarometer-Umfrage: Nur 16 Prozent der Deutschen können sich die Türkei als EU-Mitglied vorstellen

Laut einer neuen Studie der Europäischen Kommission lehnen zwei Drittel (64 Prozent) der Deutschen eine Fortsetzung der bisherigen EU-Erweiterungsstrategie ab. Im EU-Schnitt lehnten das 42% der Befragten ab. Der Umfrage nach wollen nur 16 Prozent der Deutschen einen EU-Beitritt der Türkei. Europaweit sprachen sich 28 Prozent dafür aus. 93 Prozent der Deutschen und 85 Prozent aller Europäer waren der Meinung, die Türkei müsse vor einem EU-Beitritt Verbesserungen auf den Gebieten der Menschenrechte und des wirtschaftlichen Fortschritts erreichen.

19.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Kauder will mehr türkischstämmige Lehrer und Polizisten
Vorbilder sollen Migranten zeigen, dass es Aufstiegschancen gibt

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder hat sich für mehr türkische Lehrer an deutschen Schulen ausgesprochen. „ Wir brauchen mehr türkische Lehrer an unseren Schulen. Vielleicht würde sich mancher junge Türke einem türkischen Lehrer gegenüber weniger frech, sondern respektvoller verhalten “, sagte Kauder. Außerdem forderte er, bei der Polizei mehr Migranten einzustellen.

19.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Migrationsexperten warnen vor Generalverdacht gegen Muslime
Migrationsreport 2006: „Muslimische Gemeinden werden immer stärker vom Verfassungsschutz beobachtet“

Der Kulturanthropologe von der Europa-Universität Frankfurt (Oder), Werner Schiffauer, sagte bei der Vorstellung des Migrationsreports 2006 am Freitag in Berlin, dass immer mehr „verdachtsunabhängige Kontrollen und Razzien in Räumen muslimischer Gemeinden zu verzeichnen“ seien. Schon vor dem 11. September 2001 würden muslimische Organisationen in einem „bemerkenswerten Ausmaß vom Verfassungsschutz beobachtet“, erklärt Schiffauer, der vor negativen Auswirkungen der Sicherheitspolitik auf die Integration von Muslimen warnt.

 

18.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Deutsche Jugendliche weniger religiös
Nur 23 Prozent der deutschen Jugendlichen bezeichnen sich als religiös - Bei den Türken 81 Prozent

Laut einer Untersuchung des Würzburger Religionspädagogen, Hans-Georg Ziebertz, und seinem Team, für die Zehntausend Jugendliche in ganz Europa befragt wurden, kommen nur 23 Prozent der deutschen Jugendlichen aus einem religiösen Elternhaus und bezeichnen sich als religiös. Dagegen liegt dieser Anteil bei den Türken bei 81 und bei den Polen bei 80 Prozent. Ziebertz sagt: „Der Islam hat nach wie vor einen großen Einfluss auf junge Menschen, während die Bindungskraft des Christentums in Europa vergleichsweise schwach ausgeprägt ist.“

15.12.2006 Freitagspredigt
Hutba- Morallosigkeit ist die Ursache für Unruhe

Verehrte Muslime,

unser Glaube, der Islam, verlangt von uns Muslimen, dass wir uns mit gutem Charakter ausstatten, die menschlichten Werte aufrecht erhalten, die Freuden und den Trauer unserer Mitmenschen teilen und die Gefühle der Solidarität und Hilfsbereitschaft stärken. Doch leider beobachten wir im Zeitalter der Globalisierung, dass sich die Menschen immer mehr voneinander entfernen und ein Leben in Isolation führen. Gefühle wie Fürsorge und Mitgefühl werden von Tag zu Tag schwächer. Egoismus, Gier und Selbstsucht zwischen den Menschen nehmen immer mehr zu und die Gesellschaften durchleben somit einen geistigen Verfall.

 

15.12.2006 Nachrichten>International
OIC kritisiert die Ermordung der drei palästinensischen Kinder in Gaza
Der Generalsekretär der OIC, Ekmeleddin Ihsanoglu, kritisierte den Mordanschlag auf die drei Kinder eines Geheimdienstoffiziers

In einer schriftlichen Mitteilung teilte der OIC-Generalsekretär mit, dass es für die Ermordung der drei unschuldigen Kinder keine gerechtfertigte Erklärung gäbe und forderte die palästinensische Regierung dazu auf, unverzüglich Untersuchungen für die Identifikation der Attentäter einzuleiten. Um unglückliche Vorfälle dieser Art in Zukunft zu verhindern, riet Ihsanoglu, die Attentäter mit einer Höchststrafe zu sanktionieren.

14.12.2006 Nachrichten>International
Israel blockiert UN-Untersuchungskommission
Israel hat dem Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu, der einen israelischen Angriff auf die palästinensische Stadt Beit Hanun untersuchen wollte, die Einreise verweigert

Israel hat dem südafrikanischen Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu, der im Auftrag des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen den israelischen Angriff auf die palästinensische Stadt Beit Hanun im Gazastreifen untersuchen wollte, die Einreise verweigert. Der ehemalige anglikanische Erzbischof von Kapstadt kritisierte, dass Israel nicht mit der UN-Untersuchungskommission kooperieren wollte. Bei dem israelischen Angriff auf ein Wohnhaus in Beit Hanun im November kamen 19 Zivilisten ums Leben.

13.12.2006 Nachrichten>International
Jeden Tag fließt Blut in Irak
Es vergeht kein Tag in Irak, an dem keine Leiche auf der Straße liegt

Laut irakischen Sicherheitsquellen zufolge ist der Anblick von auf der Straße liegenden identitätslosen irakischen Leichen zu einem gewöhnlichen Bild in Irak geworden und fast jeden Tag werden ungefähr 50 Tote gefunden. Es wurde berichtet, dass auch gestern insgesamt 64 Tote geborgen wurden. Außerdem fand man im Norden Bagdads und im Nordwesten Iraks Tote, deren Körper Spuren von Folterungen vorwiesen und ihre Hände und Augen verbunden waren.

13.12.2006 Nachrichten>International
EU setzt Beitrittsverhandlungen mit der Türkei teilweise aus
Die Außenminister der EU haben sich geeinigt, die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zum Teil auszusetzen

Die Außenminister der EU haben sich am Montag in Brüssel darauf geeinigt, die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei in acht von insgesamt 35 Verhandlungsbereichen vorerst auszusetzen. Zunächst hatten Griechenland, Zypern und die Niederlande gefordert, zehn Verhandlungsbereiche auszusetzen. Großbritannien und Spanien dagegen wollten nur drei Verhandlungsbereiche einfrieren. Deutschland und Frankreich stimmten dem Vorschlag der EU-Kommission zu, acht Kapiteln auszusetzen, die wirtschaftliche Fragen des Binnenmarktes betreffen.

12.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Islamratsvorsitzender erwartet von christlichen Kirchen mehr Bereitschaft zu einem „wirklichen Dialog“
Islamratsvorsitzender: „Religionen sollen sich besser kennenlernen“

Der Vorsitzende des Islamrats, Ali Kizilkaya, sagte, dass der kürzlich veröffentlichte Positionspapier der Evangelischen Kirche (EKD) zum Dialog mit den Muslimen von Misstrauen geprägt sei und wie eine Fibel zum Missionieren wirke. Der Islamratsvorsitzende forderte von den christlichen Kirchen mehr Bereitschaft zu einem „wirklichen Dialog“. Dazu gebe es keine Alternative, sagte er.

12.12.2006 Nachrichten>International
„Der Angriff auf die UN war ein großer Fehler“
Israel bezeichnete den tödlichen Angriff auf vier Uno-Beobachter als einen „ernsten beruflichen Fehler“

Es stellte sich heraus, dass in einem israelischen Armeebericht der tödliche Angriff auf vier Uno-Beobachter bei der Beobachtermission UNIFIL in Südlibanon als ein „ernster beruflicher Fehler“ eingestuft wurde. In dem in der Zeitung Jerusalem Post veröffentlichten und den Militärbotschaftern vorgelegten Bericht heißt es, der Abschuss einer israelischen Rakete auf einen Uno-Beobachterposten in der libanesischen Stadt Alhiam sei durch „Fahrlässigkeit und ungenügende Vorbereitung bei den Angriffen der israelischen Armee“ entstanden. Laut Bericht hieß es weiter, dass die Autorisierten der Militäreinheit in dem Gebiet zu dem Zeitpunkt neu berufen worden waren und der Beobachterposten „unbeabsichtigt“ in die Liste der Angriffspunkte aufgenommen wurde.

12.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Das ZDF will sich verstärkt Integrationsthemen widmen
Das ZDF will künftig mehr Einwanderer einstellen und die Zahl der Produktionen über die Integration erhöhen

Das ZDF will sich künftig verstärkt mit Integrationsthemen beschäftigen. ZDF-Intendant Markus Schächter sagte: „Den Medien kommt die Aufgabe zu, Menschen aus sehr unterschiedlichen Kulturen und Gesellschaften miteinander bekannt zu machen und ins Gespräch zu bringen.“ Geplant seien mehr Produktionen, die sich mit Fragen der Migration und Integration befassen und unter anderem eine dreiteilige Dokumentation zur Geschichte des Islam.

11.12.2006 Nachrichten>International
Iraker wandern aus
Die durch Gewalttaten immer schlimmer werdende Lage in Irak brachte das bisher größte Flüchtlingsproblem mit sich

Laut dem von der Organisation International Refugees mit Sitz in Washington vorgelegten Bericht stellt die Auswanderung der Iraker aus dem eigenen Land eine Bedrohung für die Länder im Nahen Osten wie Syrien, Jordanien und Libanon dar. Im letzten Monat vorgelegten Bericht heißt es, dass monatlich 100 000 Iraker aus dem eigenen Land fliehen. Die Zahl der in anderen arabischen Ländern lebenden Iraker steigt somit auf 1,8 Millionen.

 

11.12.2006 Nachrichten>International
Junge Türken in Deutschland haben schlechtere Chancen beim Zugang zum Arbeitsmarkt
Nur die Hälfte der Türken findet direkt nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hat den Einstieg ins Berufsleben nach der Ausbildung bei Angehörigen verschiedener Nationalitäten untersucht. Der Studie zu Folge finden junge Türken nach der Ausbildung viel schwieriger einen Arbeitsplatz, als Deutsche. Demnach finden zwei Drittel der Deutschen direkt nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz. Bei den Türken dagegen findet nur die Hälfte eine Arbeit.

08.12.2006 Nachrichten>International
Baker-Bericht veröffentlicht
Laut dem von der Iraq Study Group vorgelegten Bericht ist die Lage in Irak ernst und gefährlich

Der Bericht, der strategische Lösungen zur irakischen Krise bringen soll, ist nun von der unabhängigen Arbeitskommission Iraq Study Group vorgelegt worden. In dem Bericht wird resümiert, dass die irakische Politik von Bush zu nichts gebracht hat. Außerdem empfahl im Bericht die Kommission, die von dem ehemaligen US-Kongress-Abgeordneten Lee Hamilton und dem früheren amerikanischen Außenminister James Baker geleitet wird, das Referendum in Kirkuk aufzuschieben. Der Bericht, der 79 Vorschläge beinhaltet und sowohl dem Kongress als auch Präsident Bush vorgelegt worden ist, rät dringend zu einer diplomatischen Strategie, da man die Gewalttaten in Irak nicht mit Kampftruppen stoppen kann. Außerdem wird dazu angeregt, bis zum ersten Quartal des Jahres 2008 einen Großteil amerikanischer Kampftruppen aus Irak abzuziehen und zu versuchen, Iran und Syrien konstruktiv in neue Lösungsversuche in Irak mit einzubeziehen.

08.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Kölner Kardinal untersagt Religionslehrern multireligiöse Schulfeiern
Kardinal Joachim Meisner: „Jede Religionsgemeinschaft kann nur alleine zu ihrem Gott beten“

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat den Religionslehrern seines Erzbistums untersagt, an multireligiösen Schulfeiern teilzunehmen. „Was ein Problem ist, sind Feiern, wo alle gleichzeitig beten, jeder zu seinem Gott“ sagte Meisners Sprecher Stephan Georg Schmidt.

 

07.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Zehn Millionen Menschen in Deutschland sind armutsgefährdet
Eine Studie des Statistischen Bundesamts zeigt, dass im Jahr 2004 13 Prozent der Bevölkerung in Deutschland von Armut bedroht waren

Einer Studie des Statistischen Bundesamts zu Folge waren im Jahr 2004 in Deutschland mit 10,6 Millionen Menschen (13 Prozent der Bevölkerung) von Armut bedroht. 1,7 Millionen unter ihnen seien Kinder gewesen. Von Armut bedroht seien die Menschen, die nur 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens (1427 Euro) bekommen. Für Alleinerziehende entspreche das 856 Euro. Für eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren liege die Armutsgefährdungsgrenze bei 1798 Euro, für eine alleinerziehende Mutter mit einem Kind unter 14 Jahren bei 1113 Euro.

 

07.12.2006 Nachrichten>International
Skandalöse Ordensvergabe an die niederländischen Uno-Soldaten von Srebrenica
Die Ordensvergabe der Niederlande an die niederländischen Blauhelme führt zu heftigen Protesten

Weltweit löste die Ehrung der ehemaligen Uno-Soldaten Proteste aus, vor deren Augen das schlimmste Massaker an Zivilisten in Europa seit Ende des zweiten Weltskriegs stattfand. Die Uno-Soldaten hatten im Juli 1995 die Stadt im Osten Bosniens den bosnisch-serbischen Kräften überlassen. Daraufhin kam es zu Verschleppungen und dem Massaker an 8000 Jungen und Männern, die sich auf den Schutz der niederländischen Uno-Soldaten verlassen hatten. Die skandalöse Ordensvergabe wurde von der internationalen Presse als eine „Schande der ganzen Menschheit“ bezeichnet. Die Orden seien für den „außerordentlich schwierigen Auftrag in Srebrenica“ verliehen worden, sagte der niederländische Verteidigungsminister Henk Kamp.

07.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Bundestag beschließt Anti-Terror-Datei
Neue Anti-Terror-Datei soll Datenaustausch zwischen Polizei und Geheimdiensten erleichtern – Datenschützer warnen vor verschärfter Beobachtung

Der Bundestag hat die Einrichtung einer neuen Anti-Terror-Datei beschlossen, die den Datenaustausch zwischen Polizei und Geheimdiensten erleichtern soll. Außerdem wurden die Anti-Terror-Gesetze, die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 verabschiedet worden waren, verlängert und ausgeweitet. „Bisher dauerte der Austausch von Informationen Tage und Wochen, künftig geht das in Sekundenschnelle“, sagte der CDU-Abgeordnete Clemens Binninger. FDP, Linke und Grünen stimmten dagegen.

 

06.12.2006 Nachrichten>International
UN-Generalsekretär Annan: „Irakern geht es heute schlechter, als unter dem Regime von Saddam Hussein“
UN-Generalsekretär Annan bezeichnete die Lage im Irak als „viel schlimmer“ wie ein Bürgerkrieg

UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte in einem Interview mit dem britischen Sender „BBC“, dass es den Irakern heute schlechter gehe, als noch unter dem Regime von Ex-Diktator Saddam Hussein. Seiner Ansicht nach sei die Situation im Irak sogar „viel schlimmer“ als ein Bürgerkrieg.

06.12.2006 Nachrichten>International
Rassismus in Europa
Die Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC), eine Agentur der EU mit Sitz in Wien, hat einen Bericht über das Ausmaß des Rassismus in den europäischen Ländern veröffentlicht

Die von der EUMC eingeleitete Untersuchung sollte ursprünglich alle Daten der europäischen Mitgliedsländer beinhalten. Einige Mitgliedsländer lehnten es allerdings ab, die Daten an die Zentrale in Wien weiterzugeben. So kommt man mit den vorhandenen Daten zu dem Schluss, dass rassistisch und fremdenfeindlich motivierte Gewalt in Europa gestiegen ist. Nach dem Bericht der Untersuchung heißt es, dass insbesondere Roma, Muslime, Juden und Flüchtlinge Opfer rassistischer Gewalttaten sind.

 

05.12.2006 Nachrichten>International
EU-Kommission empfiehlt, Beitrittsverhandlungen mit der Türkei teilweise auszusetzen
Französischer Innenminister fordert komplette Aussetzung von EU-Beitrittsgesprächen mit der Türkei

Weil im Streit um die Zypern-Frage mit der Türkei keine Einigung gefunden wurde, hat die EU-Kommission empfohlen, die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei teilweise auszusetzen. Die EU fordert von der Türkei, ihre Häfen für den griechischen Teil Zyperns zu öffnen. Die Türkei fordert dagegen, dass die EU das Handelsembargo gegen den türkischen Teil Zyperns aufhebt.

 

05.12.2006 Nachrichten>International
„Vernunft ist die wichtigste Basis des Islams“
Der mit Papst Benedikt XVI. zusammengekommene Leiter der obersten türkischen Religionsbehörde, Ali Bardakoglu sagte, die umstrittenen Meinungen zum Islam seien auf die Vorurteile und historisch begründeten Ängste zurückzuführen

Eines der wichtigsten Besuchsziele der Türkeireise des Papstes Benedikt XVI., dem offiziellen Gast des türkischen Präsidenten Ahmet Necdet Sezer, war das Präsidium der türkischen Religionsbehörde. Der Papst besuchte dessen Leiter, Ali Bardakoglu, in seinem Amtssitz. Beide religiöse Würdenträger fanden bei der gemeinsamen Pressekonferenz versöhnende Worte füreinander. Bardakoglu sagte bezüglich der umstrittenen Papst-Rede, in der Benedikt XVI. behauptete, der Islam sei durch das Schwert verbreitet worden: „Die Religion Islam, der wir angehören, bestimmt die Vernunft in theoretischer und praktischer Hinsicht als die wichtigste Grundlage. Ich möchte hier die Trauer und Klage jedes Muslims betonen.

03.12.2006 Nachrichten>Kommentare
Allianz der Zivilisationen
Ein Kommentar von Oguz Ücüncü

„Wir sollten zu Beginn nochmals beteuern und unterstreichen, dass das Problem weder der Koran, noch die Tora oder die Bibel ist.“ Mit diesen deutlichen Worten nahm der scheidende Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, den Abschlußbericht der als „Allianz der Zivilisationen“ bezeichneten UN-Initiative unter spanisch-türkischer Federführung in Istanbul entgegen. Eine 20-köpfige Expertengruppe war vor ca. einem Jahr angetreten, um der Weltgemeinschaft einen Maßnahmenkatalog an die Hand zu geben, der das Konfliktpotential zwischen den Zivilisationen, Kulturen und Religionen entschärfen sollte, um den von Samuel Huntington prophezeiten Zusammenprall selbiger zu verhindern.

03.12.2006 Nachrichten>International
Krise um Amtseid in den USA
Der erste muslimische Abgeordnete im US-Kongress, Keith Ellison, löste mit seinem Wunsch, den Eid im Kongress auf den Koran abzulegen, Kritik bei den Republikanern in den USA aus

Die Entscheidung des 43 jährigen demokratischen Abgeordneten Ellison stieß in Oppositionskreisen auf heftigen Widerstand. Die Opposition vertritt die Ansicht, dass die Bibel für das amerikanische Volk eine vereinheitlichende Funktion habe und die Kongressabgeordneten ihren Eid auf die Bibel abzulegen hätten, wenn sie der USA dienen wollen. Sie behaupten, nur der Eid auf die Bibel sei in den USA gesetzlich akzeptabel und wer seinen Eid nicht auf die Bibel ablege, könne nicht im Kongress das Volk vertreten.

03.12.2006 Nachrichten>International
Kopftuchverbot in der Türkei verursacht Diskriminierung
Das Europaparlament stellte fest, dass das Kopftuchverbot in der Türkei zu einer „indirekten Diskriminierung“ führt

Die niederländische Abgeordnete türkischer Herkunft, Emine Bozkurt, untersuchte die Folgen des Kopftuchverbots in der Arbeitswelt in dem Berichtsentwurf „die Rolle der Frau im sozialen, wirtschaftlichen und politischen Leben in der Türkei“. Im Bericht hieß es, dass die Diskriminierung der Frauen wegen ihrer Kleidung gegen das Gleichberechtigungsprinzip der Geschlechter verstößt.

 

01.12.2006 Freitagspredigt
Hutba- Die Prüfung bestehen

Verehrte Muslime,

unser Schöpfer, der das Universum in einem System auf eine vollkommene Art und Weise regelt, hat keines seiner Geschöpfe und Lebewesen ohne Sinn und Zweck erschaffen. Auch der Mensch, der in seiner Schöpfung tadellos ist, wie es im Koran beschrieben wird, hat einen Daseinsgrund. Der Mensch ist nicht nur erschaffen worden, um sich zu ernähren und sich an den vergänglichen Genüssen zu erfreuen.

01.12.2006 Nachrichten>International
OIC ruft die Iraker zum Beenden des Konfessionsstreits auf
Der Generalsekretär der OIC, Ekmeleddin Ihsanoglu, äußerte sein Bedauern über die Gewalttaten zwischen den Glaubensgeschwistern in Irak und forderte zu einem Ende des Konfessionskonfliktes auf

Ihsanoglu teilte bei einer Pressemitteilung seine Befürchtungen und Besorgnisse bezüglich dem Gemetzel und der Gewalt unter den muslimischen Glaubensbrüdern in Irak mit. Der OIC-Generalsekretär erinnerte an die Deklaration von Mekka und sagte „sie ist sowohl von Sunniten als auch von Schiiten unterzeichnet worden, indem sie Allah teala vor der heiligen Mekka und vor religiösen irakischen Führern geloben, kein muslimisches Blut zu vergießen und denjenigen zu bestrafen, der diese Tat aus irgendeinem Grund begeht“.