News-Archiv
Dezember 2006
28.12.2006 Nachrichten>Verband
Die Opfertierkampagne der IGMG hat begonnen
Die Opfertierkampagne 2006/2007 der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs hat begonnen. Für die Koordinierung der jährlichen Opfertierkampagne wurde ein Ausschuss gebildet. In seiner ersten Sitzung am Wochenende legte der Koordinierungsausschuss den Wert eines Opfertieres auf 100 € fest.
In der Opfertierkampagne des letzten Jahres wurden 61016 Opfertierspenden
gesammelt und in 62 Länder 76926 Tiere geopfert. ![]()
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27.12.2006 Nachrichten>InternationalTopic
Mehr als 70 Tote in Ueberflutungen und Erdrutschen
in Aceh
In Indonesien wurden die Festlichkeiten der Weihnachtstage und
die Vorfreude auf das islamische Opferfest durch eine Reihe von Naturkatastrophen
ueberschattet. Tagelange Regenfaelle verursachten meterhohe Ueberflutungen und
loesten Erdrutsche, denen bis dato 73 Menschen zum Opfer fielen. Zehntausende
wurden durch die Wassermassen gezwungen ihre Haeuser zu verlassen. Aceh, das
noch immer stark gezeichnet ist von dem verheerendem Tsunami vor zwei Jahren,
wurde von diesen Ueberflutungen am staerksten getroffen. Hier sind sechs Provinzen
von den massiven Ueberflutungen heimgesucht worden. Die Zahl der Todesopfer
steigt stuendlich, je mehr abgelegene Doerfer von den Helfern erreicht werden.
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25.12.2006 Nachrichten>International
Schwere Überschwemmungen in Indonesien
Bei schweren Überschwemmungen in Indonesien
kamen zahlreiche Menschen ums Leben. 200 000 wurden obdachlos
Tagelange
heftige Regenfälle haben auf der indonesischen Insel Sumatra zu schweren
Überschwemmungen geführt. Dabei kamen viele Menschen ums Leben. Nach
Angaben der indonesischen Nachrichtenagentur gibt es über hundert Tote
und Vermisste. 200 000 haben ihr zu Hause verloren. Berichten zu Folge ist die
Lage in der Provinz Aceh besonders schlimm. „Uns liegen Berichte von 60
Toten aus dem am schlimmsten betroffenen Distrikt Tamiang vor. Dutzende Einwohner
werden noch vermisst“, sagte ein Helfer. ![]()
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23.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Bundesregierung: „Ziel der Deutschen
Islamkonferenz war nicht die Gründung einer verfassten islamischen Religionsgemeinschaft“
Die Bundesregierung erklärte auf eine Anfrage
hin, der Staat könne nicht vorgeben, dass eine Religion nur durch eine
einheitliche Repräsentanz ihr gegenüber auftritt
Auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hin erklärte die Bundesregierung,
das Ziel des Nationalen Integrationsplanes, der im Sommer 2007 von der Bundeskanzlerin
vorgestellt werden soll, sei es, ein politisches Handlungskonzept zu erarbeiten,
in dem zentrale Integrationspotenziale und -defizite benannt und Lösungsansätze
entwickelt werden. Der Plan entstehe aus der Zusammenarbeit von staatlichen
und nichtstaatlichen Arbeitsgruppen sowie Teilnehmern des Integrationsgipfels
vom 14. Juli. Außerdem erklärte die Bundesregierung in ihrer Antwort,
dass die „Gründung einer verfassten islamischen Religionsgemeinschaft“
nicht das Ziel der Deutschen Islamkonferenz vom 27. September gewesen sei. ![]()
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22.12.2006 Freitagspredigt
Hutba - Die Hadsch
„Wahrlich
das erste Haus, das für die Menschen gegründet wurde, ist das in Bakka
– ein gesegnetes und eine Leitung für die Welten. In ihm sind deutliche
Zeichen – die Stätte Abrahams. Und wer es betritt, ist sicher. Und
der Menschen Pflicht gegenüber Allah ist die Pilgerfahrt zum Hause, wer
da den Weg zu ihm machen kann. Wer aber ungläubig ist – wahrlich,
Allah ist nicht auf die Welten angewiesen.“ (Al-i Imran S. / 96-97)
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Orte der Offenbarung-Medina al-Munawwara-Die erleuchtete
Stadt
Ein Kommentar von M. Hulusi Ünye
Die Hadsch gehört zu den fünf Säulen des Islams
und ist eine Pflicht, deren Ausführung man fast als eine Probe des Todes
und der Wiederauferstehung bezeichnen kann. Die Zeit der Pilgerreisen hat begonnen.
Wir befinden uns derzeit in der erleuchteten Stadt unseres Propheten Muhammed
(saw), deren Name ursprünglich Yathrib hieß. Pilger aus der ganzen
Welt beleben die Stadt. Sie laufen in ihrer gewöhnlichen Kleidung oder
haben bereits das Hadsch-Gewand übergezogen. Durch die neu errichteten
Hotels um die Masdschid an-Nabawi verändert sich der Anblick auf die Stadt
jedes Jahr aufs Neue. Wenn die Hotels fertig gebaut sind, werden die angereisten
Pilger Übernachtungsmöglichkeiten haben und leichter ihre Besuche
und Gebete in der Masdschid an-Nabawi verrichten. ![]()
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22.12.2006 Nachrichten>International
„Allianz der Zivilisationen“ in
den USA
Der türkische Premierminister Recep Tayyip
Erdogan gab bei seiner USA-Reise anlässlich des Projektes „Allianz
der Zivilisationen“ wichtige Botschaften
Den
Auftakt des Besuches des türkischen Premierministers bildete seine Ansprache
vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Erdogan erklärte, dass
er direkt aus Konya in die USA gereist sei und gab Beispiele von Mawlana und
seine Auffassung über die Liebe. „Der Kern aller reinen Religionen
ist die Liebe“ und „Der Friede muss zunächst im Herzen des
Menschen zustande kommen“ waren die Worte von Mawlana, auf die Erdogan
aufmerksam machte. Weiterhin sagte er, dass kein religiöser Glaube die
Quelle von Gewalt und Hass sein könne. ![]()
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20.12.2006 Nachrichten>International
Muslimische Migranten werden europaweit diskriminiert
Laut einer neuen Studie der Europäischen
Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) sind Muslime
in Europa in fast allen Lebensbereichen Diskriminierungen ausgesetzt
Einem am Montag in Wien veröffentlichten Bericht der Europäischen
Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) zu Folge
sind Muslime in Europa in fast allen Lebensbereichen Diskriminierungen ausgesetzt:
Bei Erziehung und Bildung sowie auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt. Außerdem
würden sie tagtäglich Opfer von Drohungen und körperlicher Gewalt.
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20.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Mehrheit der Deutschen gegen EU-Beitritt der
Türkei
Eurobarometer-Umfrage: Nur 16 Prozent der Deutschen
können sich die Türkei als EU-Mitglied vorstellen
Laut
einer neuen Studie der Europäischen Kommission lehnen zwei Drittel (64
Prozent) der Deutschen eine Fortsetzung der bisherigen EU-Erweiterungsstrategie
ab. Im EU-Schnitt lehnten das 42% der Befragten ab. Der Umfrage nach wollen
nur 16 Prozent der Deutschen einen EU-Beitritt der Türkei. Europaweit sprachen
sich 28 Prozent dafür aus. 93 Prozent der Deutschen und 85 Prozent aller
Europäer waren der Meinung, die Türkei müsse vor einem EU-Beitritt
Verbesserungen auf den Gebieten der Menschenrechte und des wirtschaftlichen
Fortschritts erreichen. ![]()
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19.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Kauder will mehr türkischstämmige Lehrer
und Polizisten
Vorbilder sollen Migranten zeigen, dass es Aufstiegschancen
gibt
Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder hat
sich für mehr türkische Lehrer an deutschen Schulen ausgesprochen.
„ Wir brauchen mehr türkische Lehrer an unseren Schulen. Vielleicht
würde sich mancher junge Türke einem türkischen Lehrer gegenüber
weniger frech, sondern respektvoller verhalten “, sagte Kauder. Außerdem
forderte er, bei der Polizei mehr Migranten einzustellen. ![]()
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19.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Migrationsexperten warnen vor Generalverdacht
gegen Muslime
Migrationsreport 2006: „Muslimische Gemeinden
werden immer stärker vom Verfassungsschutz beobachtet“
Der
Kulturanthropologe von der Europa-Universität Frankfurt (Oder), Werner
Schiffauer, sagte bei der Vorstellung des Migrationsreports 2006 am Freitag
in Berlin, dass immer mehr „verdachtsunabhängige Kontrollen und Razzien
in Räumen muslimischer Gemeinden zu verzeichnen“ seien. Schon vor
dem 11. September 2001 würden muslimische Organisationen in einem „bemerkenswerten
Ausmaß vom Verfassungsschutz beobachtet“, erklärt Schiffauer,
der vor negativen Auswirkungen der Sicherheitspolitik auf die Integration von
Muslimen warnt. ![]()
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18.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Deutsche Jugendliche weniger religiös
Nur 23 Prozent der deutschen Jugendlichen bezeichnen
sich als religiös - Bei den Türken 81 Prozent
Laut einer Untersuchung des Würzburger Religionspädagogen,
Hans-Georg Ziebertz, und seinem Team, für die Zehntausend Jugendliche in
ganz Europa befragt wurden, kommen nur 23 Prozent der deutschen Jugendlichen
aus einem religiösen Elternhaus und bezeichnen sich als religiös.
Dagegen liegt dieser Anteil bei den Türken bei 81 und bei den Polen bei
80 Prozent. Ziebertz sagt: „Der Islam hat nach wie vor einen großen
Einfluss auf junge Menschen, während die Bindungskraft des Christentums
in Europa vergleichsweise schwach ausgeprägt ist.“![]()
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15.12.2006 Freitagspredigt
Hutba- Morallosigkeit ist die Ursache für
Unruhe
Verehrte Muslime,
unser
Glaube, der Islam, verlangt von uns Muslimen, dass wir uns mit gutem Charakter
ausstatten, die menschlichten Werte aufrecht erhalten, die Freuden und den Trauer
unserer Mitmenschen teilen und die Gefühle der Solidarität und Hilfsbereitschaft
stärken. Doch leider beobachten wir im Zeitalter der Globalisierung, dass
sich die Menschen immer mehr voneinander entfernen und ein Leben in Isolation
führen. Gefühle wie Fürsorge und Mitgefühl werden von Tag
zu Tag schwächer. Egoismus, Gier und Selbstsucht zwischen den Menschen
nehmen immer mehr zu und die Gesellschaften durchleben somit einen geistigen
Verfall. ![]()
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15.12.2006 Nachrichten>International
OIC kritisiert die Ermordung der drei palästinensischen
Kinder in Gaza
Der Generalsekretär der OIC, Ekmeleddin
Ihsanoglu, kritisierte den Mordanschlag auf die drei Kinder eines Geheimdienstoffiziers
In einer schriftlichen Mitteilung teilte der OIC-Generalsekretär
mit, dass es für die Ermordung der drei unschuldigen Kinder keine gerechtfertigte
Erklärung gäbe und forderte die palästinensische Regierung dazu
auf, unverzüglich Untersuchungen für die Identifikation der Attentäter
einzuleiten. Um unglückliche Vorfälle dieser Art in Zukunft zu verhindern,
riet Ihsanoglu, die Attentäter mit einer Höchststrafe zu sanktionieren.
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14.12.2006 Nachrichten>International
Israel blockiert UN-Untersuchungskommission
Israel hat dem Friedensnobelpreisträger
Desmond Tutu, der einen israelischen Angriff auf die palästinensische Stadt
Beit Hanun untersuchen wollte, die Einreise verweigert
Israel
hat dem südafrikanischen Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu, der
im Auftrag des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen den israelischen Angriff
auf die palästinensische Stadt Beit Hanun im Gazastreifen untersuchen wollte,
die Einreise verweigert. Der ehemalige anglikanische Erzbischof von Kapstadt
kritisierte, dass Israel nicht mit der UN-Untersuchungskommission kooperieren
wollte. Bei dem israelischen Angriff auf ein Wohnhaus in Beit Hanun im November
kamen 19 Zivilisten ums Leben. ![]()
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13.12.2006 Nachrichten>International
Jeden Tag fließt Blut in Irak
Es vergeht kein Tag in Irak, an dem keine Leiche
auf der Straße liegt
Laut irakischen Sicherheitsquellen zufolge ist der Anblick von
auf der Straße liegenden identitätslosen irakischen Leichen zu einem
gewöhnlichen Bild in Irak geworden und fast jeden Tag werden ungefähr
50 Tote gefunden. Es wurde berichtet, dass auch gestern insgesamt 64 Tote geborgen
wurden. Außerdem fand man im Norden Bagdads und im Nordwesten Iraks Tote,
deren Körper Spuren von Folterungen vorwiesen und ihre Hände und Augen
verbunden waren. ![]()
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13.12.2006 Nachrichten>International
EU setzt Beitrittsverhandlungen mit der Türkei
teilweise aus
Die Außenminister der EU haben sich geeinigt,
die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zum Teil auszusetzen
Die
Außenminister der EU haben sich am Montag in Brüssel darauf geeinigt,
die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei in acht von insgesamt 35 Verhandlungsbereichen
vorerst auszusetzen. Zunächst hatten Griechenland, Zypern und die Niederlande
gefordert, zehn Verhandlungsbereiche auszusetzen. Großbritannien und Spanien
dagegen wollten nur drei Verhandlungsbereiche einfrieren. Deutschland und Frankreich
stimmten dem Vorschlag der EU-Kommission zu, acht Kapiteln auszusetzen, die
wirtschaftliche Fragen des Binnenmarktes betreffen. ![]()
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12.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Islamratsvorsitzender erwartet von christlichen
Kirchen mehr Bereitschaft zu einem „wirklichen Dialog“
Islamratsvorsitzender: „Religionen sollen
sich besser kennenlernen“
Der Vorsitzende des Islamrats, Ali Kizilkaya, sagte, dass der
kürzlich veröffentlichte Positionspapier der Evangelischen Kirche
(EKD) zum Dialog mit den Muslimen von Misstrauen geprägt sei und wie eine
Fibel zum Missionieren wirke. Der Islamratsvorsitzende forderte von den christlichen
Kirchen mehr Bereitschaft zu einem „wirklichen Dialog“. Dazu gebe
es keine Alternative, sagte er. ![]()
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12.12.2006 Nachrichten>International
„Der Angriff auf die UN war ein großer
Fehler“
Israel bezeichnete den tödlichen Angriff
auf vier Uno-Beobachter als einen „ernsten beruflichen Fehler“
Es
stellte sich heraus, dass in einem israelischen Armeebericht der tödliche
Angriff auf vier Uno-Beobachter bei der Beobachtermission UNIFIL in Südlibanon
als ein „ernster beruflicher Fehler“ eingestuft wurde. In dem in
der Zeitung Jerusalem Post veröffentlichten und den Militärbotschaftern
vorgelegten Bericht heißt es, der Abschuss einer israelischen Rakete auf
einen Uno-Beobachterposten in der libanesischen Stadt Alhiam sei durch „Fahrlässigkeit
und ungenügende Vorbereitung bei den Angriffen der israelischen Armee“
entstanden. Laut Bericht hieß es weiter, dass die Autorisierten der Militäreinheit
in dem Gebiet zu dem Zeitpunkt neu berufen worden waren und der Beobachterposten
„unbeabsichtigt“ in die Liste der Angriffspunkte aufgenommen wurde.
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12.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Das ZDF will sich verstärkt Integrationsthemen
widmen
Das ZDF will künftig mehr Einwanderer einstellen
und die Zahl der Produktionen über die Integration erhöhen
Das ZDF will sich künftig verstärkt mit Integrationsthemen
beschäftigen. ZDF-Intendant Markus Schächter sagte: „Den Medien
kommt die Aufgabe zu, Menschen aus sehr unterschiedlichen Kulturen und Gesellschaften
miteinander bekannt zu machen und ins Gespräch zu bringen.“ Geplant
seien mehr Produktionen, die sich mit Fragen der Migration und Integration befassen
und unter anderem eine dreiteilige Dokumentation zur Geschichte des Islam. ![]()
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11.12.2006 Nachrichten>International
Iraker wandern aus
Die durch Gewalttaten immer schlimmer werdende
Lage in Irak brachte das bisher größte Flüchtlingsproblem mit
sich
Laut
dem von der Organisation International Refugees mit Sitz in Washington vorgelegten
Bericht stellt die Auswanderung der Iraker aus dem eigenen Land eine Bedrohung
für die Länder im Nahen Osten wie Syrien, Jordanien und Libanon dar.
Im letzten Monat vorgelegten Bericht heißt es, dass monatlich 100 000
Iraker aus dem eigenen Land fliehen. Die Zahl der in anderen arabischen Ländern
lebenden Iraker steigt somit auf 1,8 Millionen.
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11.12.2006 Nachrichten>International
Junge Türken in Deutschland haben
schlechtere Chancen beim Zugang zum Arbeitsmarkt
Nur die Hälfte der Türken findet direkt
nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
der Bundesagentur für Arbeit hat den Einstieg ins Berufsleben nach der
Ausbildung bei Angehörigen verschiedener Nationalitäten untersucht.
Der Studie zu Folge finden junge Türken nach der Ausbildung viel schwieriger
einen Arbeitsplatz, als Deutsche. Demnach finden zwei Drittel der Deutschen
direkt nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz. Bei den Türken dagegen findet
nur die Hälfte eine Arbeit. ![]()
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08.12.2006 Nachrichten>International
Baker-Bericht veröffentlicht
Laut dem von der Iraq Study Group vorgelegten
Bericht ist die Lage in Irak ernst und gefährlich
Der
Bericht, der strategische Lösungen zur irakischen Krise bringen soll, ist
nun von der unabhängigen Arbeitskommission Iraq Study Group vorgelegt worden.
In dem Bericht wird resümiert, dass die irakische Politik von Bush zu nichts
gebracht hat. Außerdem empfahl im Bericht die Kommission, die von dem
ehemaligen US-Kongress-Abgeordneten Lee Hamilton und dem früheren amerikanischen
Außenminister James Baker geleitet wird, das Referendum in Kirkuk aufzuschieben.
Der Bericht, der 79 Vorschläge beinhaltet und sowohl dem Kongress als auch
Präsident Bush vorgelegt worden ist, rät dringend zu einer diplomatischen
Strategie, da man die Gewalttaten in Irak nicht mit Kampftruppen stoppen kann.
Außerdem wird dazu angeregt, bis zum ersten Quartal des Jahres 2008 einen
Großteil amerikanischer Kampftruppen aus Irak abzuziehen und zu versuchen,
Iran und Syrien konstruktiv in neue Lösungsversuche in Irak mit einzubeziehen.
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08.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Kölner Kardinal untersagt Religionslehrern
multireligiöse Schulfeiern
Kardinal Joachim Meisner: „Jede Religionsgemeinschaft
kann nur alleine zu ihrem Gott beten“
Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat den Religionslehrern
seines Erzbistums untersagt, an multireligiösen Schulfeiern teilzunehmen.
„Was ein Problem ist, sind Feiern, wo alle gleichzeitig beten, jeder zu
seinem Gott“ sagte Meisners Sprecher Stephan Georg Schmidt. ![]()
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07.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Zehn Millionen Menschen in Deutschland sind armutsgefährdet
Eine Studie des Statistischen Bundesamts zeigt,
dass im Jahr 2004 13 Prozent der Bevölkerung in Deutschland von Armut bedroht
waren
Einer
Studie des Statistischen Bundesamts zu Folge waren im Jahr 2004 in Deutschland
mit 10,6 Millionen Menschen (13 Prozent der Bevölkerung) von Armut bedroht.
1,7 Millionen unter ihnen seien Kinder gewesen. Von Armut bedroht seien die
Menschen, die nur 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens (1427 Euro) bekommen.
Für Alleinerziehende entspreche das 856 Euro. Für eine Familie mit
zwei Kindern unter 14 Jahren liege die Armutsgefährdungsgrenze bei 1798
Euro, für eine alleinerziehende Mutter mit einem Kind unter 14 Jahren bei
1113 Euro. ![]()
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07.12.2006 Nachrichten>International
Skandalöse Ordensvergabe an die niederländischen
Uno-Soldaten von Srebrenica
Die Ordensvergabe der Niederlande an die niederländischen
Blauhelme führt zu heftigen Protesten
Weltweit löste die Ehrung der ehemaligen Uno-Soldaten Proteste
aus, vor deren Augen das schlimmste Massaker an Zivilisten in Europa seit Ende
des zweiten Weltskriegs stattfand. Die Uno-Soldaten hatten im Juli 1995 die
Stadt im Osten Bosniens den bosnisch-serbischen Kräften überlassen.
Daraufhin kam es zu Verschleppungen und dem Massaker an 8000 Jungen und Männern,
die sich auf den Schutz der niederländischen Uno-Soldaten verlassen hatten.
Die skandalöse Ordensvergabe wurde von der internationalen Presse als eine
„Schande der ganzen Menschheit“ bezeichnet. Die Orden seien für
den „außerordentlich schwierigen Auftrag in Srebrenica“ verliehen
worden, sagte der niederländische Verteidigungsminister Henk Kamp. ![]()
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07.12.2006 Nachrichten>Deutschland
Bundestag beschließt Anti-Terror-Datei
Neue Anti-Terror-Datei soll Datenaustausch zwischen
Polizei und Geheimdiensten erleichtern – Datenschützer warnen vor
verschärfter Beobachtung
Der
Bundestag hat die Einrichtung einer neuen Anti-Terror-Datei beschlossen, die
den Datenaustausch zwischen Polizei und Geheimdiensten erleichtern soll. Außerdem
wurden die Anti-Terror-Gesetze, die nach den Anschlägen vom 11. September
2001 verabschiedet worden waren, verlängert und ausgeweitet. „Bisher
dauerte der Austausch von Informationen Tage und Wochen, künftig geht das
in Sekundenschnelle“, sagte der CDU-Abgeordnete Clemens Binninger. FDP,
Linke und Grünen stimmten dagegen. ![]()
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06.12.2006 Nachrichten>International
UN-Generalsekretär Annan: „Irakern
geht es heute schlechter, als unter dem Regime von Saddam
Hussein“
UN-Generalsekretär Annan bezeichnete die
Lage im Irak als „viel schlimmer“ wie ein Bürgerkrieg
UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte in einem Interview mit
dem britischen Sender „BBC“, dass es den Irakern heute schlechter
gehe, als noch unter dem Regime von Ex-Diktator Saddam Hussein. Seiner Ansicht
nach sei die Situation im Irak sogar „viel schlimmer“ als ein Bürgerkrieg.
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06.12.2006 Nachrichten>International
Rassismus in Europa
Die Europäische Stelle zur Beobachtung
von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC), eine Agentur der EU mit Sitz
in Wien, hat einen Bericht über das Ausmaß des Rassismus in den europäischen
Ländern veröffentlicht
Die von der EUMC eingeleitete Untersuchung sollte ursprünglich
alle Daten der europäischen Mitgliedsländer beinhalten. Einige Mitgliedsländer
lehnten es allerdings ab, die Daten an die Zentrale in Wien weiterzugeben. So
kommt man mit den vorhandenen Daten zu dem Schluss, dass rassistisch und fremdenfeindlich
motivierte Gewalt in Europa gestiegen ist. Nach dem Bericht der Untersuchung
heißt es, dass insbesondere Roma, Muslime, Juden und Flüchtlinge
Opfer rassistischer Gewalttaten sind. ![]()
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05.12.2006 Nachrichten>International
EU-Kommission empfiehlt, Beitrittsverhandlungen
mit der Türkei teilweise auszusetzen
Französischer Innenminister fordert komplette Aussetzung von EU-Beitrittsgesprächen
mit der Türkei
Weil im Streit um die Zypern-Frage mit der Türkei keine Einigung
gefunden wurde, hat die EU-Kommission empfohlen, die Beitrittsverhandlungen
mit der Türkei teilweise auszusetzen. Die EU fordert von der Türkei,
ihre Häfen für den griechischen Teil Zyperns zu öffnen. Die Türkei
fordert dagegen, dass die EU das Handelsembargo gegen den türkischen Teil
Zyperns aufhebt. ![]()
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05.12.2006 Nachrichten>International
„Vernunft ist die wichtigste Basis
des Islams“
Der mit Papst Benedikt XVI. zusammengekommene
Leiter der obersten türkischen Religionsbehörde, Ali Bardakoglu sagte,
die umstrittenen Meinungen zum Islam seien auf die Vorurteile und historisch
begründeten Ängste zurückzuführen
Eines
der wichtigsten Besuchsziele der Türkeireise des Papstes Benedikt XVI.,
dem offiziellen Gast des türkischen Präsidenten Ahmet Necdet Sezer,
war das Präsidium der türkischen Religionsbehörde. Der Papst
besuchte dessen Leiter, Ali Bardakoglu, in seinem Amtssitz. Beide religiöse
Würdenträger fanden bei der gemeinsamen Pressekonferenz versöhnende
Worte füreinander. Bardakoglu sagte bezüglich der umstrittenen Papst-Rede,
in der Benedikt XVI. behauptete, der Islam sei durch das Schwert verbreitet
worden: „Die Religion Islam, der wir angehören, bestimmt die Vernunft
in theoretischer und praktischer Hinsicht als die wichtigste Grundlage. Ich
möchte hier die Trauer und Klage jedes Muslims betonen.
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03.12.2006 Nachrichten>Kommentare
Allianz der Zivilisationen
Ein Kommentar von Oguz Ücüncü
„Wir sollten zu Beginn nochmals beteuern und unterstreichen,
dass das Problem weder der Koran, noch die Tora oder die Bibel ist.“ Mit
diesen deutlichen Worten nahm der scheidende Generalsekretär der Vereinten
Nationen, Kofi Annan, den Abschlußbericht der als „Allianz der Zivilisationen“
bezeichneten UN-Initiative unter spanisch-türkischer Federführung
in Istanbul entgegen. Eine 20-köpfige Expertengruppe war vor ca. einem
Jahr angetreten, um der Weltgemeinschaft einen Maßnahmenkatalog an die
Hand zu geben, der das Konfliktpotential zwischen den Zivilisationen, Kulturen
und Religionen entschärfen sollte, um den von Samuel Huntington prophezeiten
Zusammenprall selbiger zu verhindern. ![]()
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03.12.2006 Nachrichten>International
Krise um Amtseid in den USA
Der erste muslimische Abgeordnete im US-Kongress,
Keith Ellison, löste mit seinem Wunsch, den Eid im Kongress auf den Koran
abzulegen, Kritik bei den Republikanern in den USA aus
Die Entscheidung des 43 jährigen demokratischen Abgeordneten
Ellison stieß in Oppositionskreisen auf heftigen Widerstand. Die Opposition
vertritt die Ansicht, dass die Bibel für das amerikanische Volk eine vereinheitlichende
Funktion habe und die Kongressabgeordneten ihren Eid auf die Bibel abzulegen
hätten, wenn sie der USA dienen wollen. Sie behaupten, nur der Eid auf
die Bibel sei in den USA gesetzlich akzeptabel und wer seinen Eid nicht auf
die Bibel ablege, könne nicht im Kongress das Volk vertreten. ![]()
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03.12.2006 Nachrichten>International
Kopftuchverbot in der Türkei verursacht
Diskriminierung
Das Europaparlament stellte fest, dass das Kopftuchverbot
in der Türkei zu einer „indirekten Diskriminierung“ führt
Die
niederländische Abgeordnete türkischer Herkunft, Emine Bozkurt, untersuchte
die Folgen des Kopftuchverbots in der Arbeitswelt in dem Berichtsentwurf „die
Rolle der Frau im sozialen, wirtschaftlichen und politischen Leben in der Türkei“.
Im Bericht hieß es, dass die Diskriminierung der Frauen wegen ihrer Kleidung
gegen das Gleichberechtigungsprinzip der Geschlechter verstößt. ![]()
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01.12.2006 Freitagspredigt
Hutba- Die Prüfung bestehen
Verehrte Muslime,
unser Schöpfer, der das Universum in einem System auf eine
vollkommene Art und Weise regelt, hat keines seiner Geschöpfe und Lebewesen
ohne Sinn und Zweck erschaffen. Auch der Mensch, der in seiner Schöpfung
tadellos ist, wie es im Koran beschrieben wird, hat einen Daseinsgrund. Der
Mensch ist nicht nur erschaffen worden, um sich zu ernähren und sich an
den vergänglichen Genüssen zu erfreuen. ![]()
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01.12.2006 Nachrichten>International
OIC ruft die Iraker zum Beenden des Konfessionsstreits
auf
Der Generalsekretär der OIC, Ekmeleddin
Ihsanoglu, äußerte sein Bedauern über die Gewalttaten zwischen
den Glaubensgeschwistern in Irak und forderte zu einem Ende des Konfessionskonfliktes
auf
Ihsanoglu
teilte bei einer Pressemitteilung seine Befürchtungen und Besorgnisse bezüglich
dem Gemetzel und der Gewalt unter den muslimischen Glaubensbrüdern in Irak
mit. Der OIC-Generalsekretär erinnerte an die Deklaration von Mekka und
sagte „sie ist sowohl von Sunniten als auch von Schiiten unterzeichnet
worden, indem sie Allah teala vor der heiligen Mekka und vor religiösen
irakischen Führern geloben, kein muslimisches Blut zu vergießen und
denjenigen zu bestrafen, der diese Tat aus irgendeinem Grund begeht“.
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