09.01.2007 Nachrichten>International
Keine Schweinefleisch-Suppe für Obdachlose in Frankreich
Höchstes französisches Verwaltungsgericht: „Schweinefleisch-Suppe diskriminiert jüdische und muslimische Obdachslose“

Die Gruppe „ Solidarität der Franzosen" (SDF), eine Organisation mit Verbindungen zur rechten Szene in Frankreich, darf an Obdachlose keine Schweinefleisch-Suppe mehr ausgeben. Das hat das höchste französische Verwaltungsgericht entschieden. Die von der SDF organisierte Suppenküche war letzten Monat von der Polizei geschlossen worden, mit der Begründung, die Aktion diskriminiere Juden und Muslime, die aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen. Ein Pariser Gericht hatte das Verbot aufgehoben. Daraufhin erhob das französische Innenministerium Einspruch gegen die Entscheidung.

Der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoe sagte zu dem Urteil des Verwaltungsgerichts: „Diese Entscheidung entlarvt eindeutig die diskriminierende Dimension dieser Aktion, die Menschen jüdischen oder muslimischen Glaubens ausschließt.“ Die Initiative der Suppenküche „stinke vor Fremdenfeindlichkeit“, so Delanoe.


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