23.01.2007 Nachrichten>International
Notruf für irakische Kinder
Innerhalb von 20 Jahren sind irakische Kinder zum dritten Mal einem Krieg ausgesetzt

Trotz etlicher Warnungen von humanitären Hilfsorganisationen hat man es versäumt, sowohl die durch den Krieg verursachte missliche Lage irakischer Kinder als auch die Besatzung Iraks zu beenden, wofür die USA und Großbritannien die Hauptverantwortlichen sind. Eine Gruppe von Ärzten, in der auch 100 irakische und englische Ärzte sind, forderten die USA und Großbritannien, die im Irak-Krieg die Genfer Konvention missachtet haben, auf, den Bedürfnissen in irakischen Krankenhäusern nachzukommen. Die Ärzte-Gruppe wird von der Internationalen Juristenvereinigung unterstützt.

In einem Brief an Tony Blair berichteten die Ärzte, dass irakische Kinder in Krankenhäusern im Irak durch das Fehlen von elementarsten Medikamenten sterben würden und forderten, unverzüglich den Bedarf an Medikamenten im Irak zu decken.
Es wird berichtet, dass einige Kinder entweder durch Fehlen einer Sauerstoffmaske oder durch Vitaminmangel sterben müssten. Diese Vitaminmedikamente kosten in England nur weniger als ein Pfund.

Weiterhin wird im Brief berichtet, dass sich ein Kind namens Amin unter den verstorbenen Kindern befand, das nur mit Milch und Wasser ernährt werden musste. Das wenige Geld dazu sei sogar nicht vorhanden gewesen. Außerdem sei die kontinuierliche Versorgung von Elektrizität und Gas im Irak ungewiss.

„Es gibt Kinder, die wegen einer zu großen Sauerstoffmaske oder einer zu großen Spritze sterben müssen. Kinder, die entweder ihre Hand, ihren Arm oder ihre Beine verloren haben, blieben ohne Prothesen. Es kann außerdem den Kindern, die psychologisch behandelt werden müssen, nicht geholfen werden“, heißt es im Brief an Tony Blair weiter. Außerdem wurde berichtet, es würden neugeborene Babys sterben, da keine Sauerstoffmaske vorhanden sei.

Die Ärzte teilten besorgt mit, dass durch das Fehlen von sterilen Handschuhen Ansteckungsgefahr für Babys bestehe.

Die Ärzte forderten die USA und Großbritannien auf, sich an den Artikel der Genfer und Den Haager Konventionen zu halten, in dem das Aufrechterhalten der Ordnung und die Gewährleistung von medizinischer Versorgung sichergestellt werden muss. Laut den Ärzten seien die USA und Großbritannien bis heute bei der Gewährleistung von medizinischen Mitteln im Irak erfolglos geblieben. Dieser Misserfolg würde dazu führen, dass die Sterbensrate in Krankenhäusern ständig steigt. (ab)


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