24.1.2007 Nachrichten>International
Niederländischer Außenminister: Mangelndes “Toleranz-Gen” bei Muslimen
Der niederländische Außenminister Bernard Bot hält Muslime für weniger tolerant

In einem Interview mit der brasilianischen Zeitung “Correio Braziliense” behauptet der niederländische Minister Bernard Bot, Muslime in den Niederlanden würden aufgrund ihrer Gene weniger tolerant sein als Niederländer. Hingegen preiste er sein eigenes Volk hoch: „Wir waren schon immer ein sehr tolerantes Land und sind es auch weiterhin. Das liegt an unseren Genen.“

Bot erklärte, dass Muslime, die niederländische Staatsbürger sind, wegen ihrer „anderen Gene“ weniger tolerant seien. „Die Ermordungen von Pim Fortuyn und Theo van Gogh haben uns eines gelehrt und zwar, dass sie (die Muslime) andere Gene als wir besitzen und daher mangelnde Toleranz vorweisen. Wir müssen mehr dafür tun, um die eine Million Muslime in unserem Land zu integrieren. Es wird schwer sein, sie auch in den Genen zu echten Niederländern zu machen. Ein langer Prozess, den wir vernachlässigt haben, weil wir zu tolerant waren“, so der Außenminister Bot.

Der Außenminister gab im Interview noch weitere Fehlkommentare ab, indem er beispielsweise die Türken als Araber bezeichnete: „10 Prozent unserer Bevölkerung besteht aus der arabischen Welt, wie Türkei oder Marokko. Sie sind keine Niederländer.“ Seine Aussagen wurden als große Fehler kritisiert, Fehler, die sich ein Außenministers nicht leisten dürfe. Die sehr rassistisch klingenden Worte Bots haben laute Kritik ausgelöst. Daraufhin veröffentlichte das Außenministerium eine Korrektur des Interviews mit der Begründung, die brasilianischen Journalisten hätten Bot falsch verstanden. Der Außenminister habe nicht alle Muslime gemeint, sondern eine „kleine fanatische Gruppe“. (sa)



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