Freitag 25. Januar 2008
Hutba – Liebe um Allahs Willen

„Wenn einer von euch seinen Bruder um Allahs Willen liebt, soll er es ihm sagen.“
Verehrte Muslime,
eines der grundlegenden Eigenschaften des Islams ist, dass dieser auf Liebe und Zuneigung basiert. Um Muslim zu sein, muss man glauben. Um aber diesen Glauben (Îmân) zur Reife zu verhelfen, muss er mit Liebe vereint werden. Die Liebe zu Allah und zum Propheten und die Zuneigung der Muslime untereinander stärkt also den Glauben. Aus diesem Grund möchten wir in der heutigen Hutba einige Hadîthe wiedergeben, in denen unser Prophet auf die Beziehung zwischen dem Glauben und der Liebe eingeht. Wir wünschen uns, dass die Zuneigung unter Glaubensgeschwistern, die wir mehr als je zuvor benötigen, erneut Fuß fasst und wir so eine von Liebe umgebene Gemeinschaft bilden können.
Unser Prophet Muhammad (saw) sagte:
„Wer folgende drei Eigenschaften besitzt, kostet die Süße des Glaubens (Îmân): Erstens: Allah und seinen Gesandten mehr als alles andere zu lieben. Zweitens: Den Geliebten nur um Allahs Willen zu lieben. Drittens: Sich vor dem Unglauben (Kufr) zu hüten, als ob man sich vor dem Feuer hüten würde“ (Buchârî, Îmân, 9, 14; Âdâb, 429)
„Ich schwöre bei Allah, dass ihr nicht ins Paradies gelangt, ehe ihr nicht glaubt. Und ihr seid keine wahren Gläubigen, ehe ihr euch nicht liebt. Lasst mich euch etwas verraten. Wenn ihr dies tut, werdet ihr euch lieben: Verbreitet den Gruß unter euch.“ (Buchârî, Âdâb, 27, Muslim, Îmân, 93-94)
„Die Gläubigen sind in ihrer Zuneigung zueinander, ihrem Mitgefühl und ihrer Hilfsbereitschaft wie ein Körper. Wenn ein Teil des Körpers erkrankt, leiden auch die anderen Teile des Körpers.“ (Buchârî, Âdâb, 27; Muslim, Birr, 66, 2586)
„Wenn einer von euch seinen Bruder um Allahs Willen liebt, soll er es ihm sagen.“ (Abû Dâwûd, Âdâb, 122, 5124; Tirmizî, Zuhd, 54, 2393)
„Liebe den Gliebten mit Maß. Vielleicht wird er einmal dein Feind. Hasse deinen Feind in Maßen. Vielleicht wird er einmal dein Freund.“ (250 Hadîthe, S. 14, Hadîth Nr. 13)
„Allah sagt: „Denen, die sich um meinetwillen lieben, die um meinetwillen zusammenkommen, sich um meinetwillen besuchen und helfen, ist mein Wohlwollen gesichert.“ (Muwatta, Si’r, 16: 2,953,954)
„Unter den Geschöpfen Allahs gibt es eine Gruppe, die weder zu den Propheten noch zu den Schahîd gehört, deren Stufe am Tag der Abrechnung aber hoch ist. Aus diesem Grund werden sie von den Propheten und Schahîd beneidet werden. Die anwesenden (Gefährten) fragten (den Gesandten): „O Gesandter Gottes, wer sind sie?“ Er antwortete: „Es sind diejenigen, die sich lieben, obwohl sie keine Verwandtschaft oder Besitz verbindet. Ich schwöre bei Allah, ihr Gesicht strahlt. (…) Während sich alle fürchten, werden sie keine Angst haben. Während alle trauern, werden sie nicht traurig sein.“ (Abû Dâwûd, Sihr, 78, 3527) Danach trug er folgenden Vers vor: „Wisset, dass über Allahs Freunde keine Furcht kommt und dass sie nicht traurig sein werden.“ (Sure Jûnus, [10:62])
Freitag 18. Januar 2008
Hutba – Das islamische Neujahr, der Monat Muharram und der Aschûra-Tag

Aus den Überlieferungen erfahren wir, dass in diesem Monat Âdam (as) vom Paradies auf die Erde geschickt wurde, Nûh (as) von der Sintflut und Mûsâ (as) und seine Anhänger von der Herrschaft des Pharaos befreit wurden. Jedes dieser Ereignisse, die allesamt als Wendepunkte angesehen werden können, und andere bedeutende Geschehnisse haben in diesem Monat stattgefunden.
Verehrte Muslime,
der Muharram ist der Monat, in dem unser Prophet aus Mekka ausgewandert ist. Dieses Ereignis wurde später zum Beginn der islamischen Zeitrechnung. Der Monat Muharram ist somit der Beginn des neuen Jahres der Muslime und hat eine besondere Stellung im islamischen Kalender. Der zehnte Tag des Muharram wird auch Aschûra-Tag genannt. Der Gesandte Gottes hat diesem Tag einen großen Wert beigemessen und diesen Tag mit Fasten verbracht: „Das beste Fasten nach dem Fasten im Monat Ramadan ist das Aschûra-Fasten im Muharram; einem Monat, der von Allah geschätzt wird.“ (Muslim, Sijâm, 38, Hadîth Nr. 202)
Verehrte Geschwister,
auch in anderen Überlieferungen werden wir auf die Bedeutung dieses Monats aufmerksam gemacht. So berichtet Aischa (ra) folgendes: „Bevor der Islam kam, fasteten die Mekkaner sowie der Gesandte Gottes am Aschûra-Tag. Nach der Hidschra von Mekka nach Medina führte er dieses Fasten fort und empfahl es den Muslimen.“ (Buchârî, Sawm, 69, Bd. II, 251; Muslim, Sijâm, 19, Hadîth Nr. 128) Auch nachdem das Fasten im Monat Ramadan zur Pflicht erklärt wurde, fasteten die Muslime auf Empfehlung des Propheten weiterhin am Aschûra-Tag. (Buchârî, Sawm, 69, Bd. II, 251) Das „Aschûra-Fasten“, wie es genannt wird, kann am zehnten Tag des Muharram gefastet werden. Doch es ist Sunna, auch am neunten oder elften Tag, also insgesamt zwei Tage, gefastet zu haben. (Tirmizî, Sawm, 50, Bd. III, 128)
Verehrte Geschwister,
die Bedeutung des Muharram ist jedoch nicht nur auf das Ereignis der Hidschra zurückzuführen. Auch einige wichtige Ereignisse der Menschheitsgeschichte haben zu seiner Bedeutung beigetragen. Aus den Überlieferungen erfahren wir, dass in diesem Monat Âdam (as) vom Paradies auf die Erde geschickt wurde, Nûh (as) von der Sintflut und Mûsâ (as) und seine Anhänger von der Herrschaft des Pharaos befreit wurden. Jedes dieser Ereignisse, die allesamt als Wendepunkte angesehen werden können, und andere bedeutende Geschehnisse haben in diesem Monat stattgefunden. Am zehnten Muharram wurde Husajn (ra) in Kerbela getötet und erlangte den Rang eines Schahîd. Es ist bekannt, dass Husajn (ra), der geliebte Enkel des Propheten, aufgrund von politischen Konflikten und infolge von kriegerischen Auseinandersetzungen getötet wurde. Dieses traurige Ereignis hat die Familie des Propheten sowie die anderen Muslime zutiefst erschüttert und tiefe Wunden hinterlassen.
Verehrte Muslime,
solche schmerzlichen Geschehnisse, die in der Vergangenheit stattgefunden haben, können in der Gegenwart nicht für gut geheißen werden. Auf der anderen Seite dürfen sie auch nicht vergessen werden. Vielmehr müssen wir Lehren daraus ziehen. Der Tod von Husajn (ra) ist eine Erfahrung, die alle Muslime tief verletzt und in Trauer versinken lässt. In Anbetracht solcher traurigen Ereignisse ist es unsere Aufgabe, mit gesundem Menschenverstad zu handeln. Wir müssen uns in der Liebe zum Gesandten Gottes und der Geschwisterlichkeit vereinen und dürfen nicht zulassen, dass unsere Geschwisterlichkeit Schaden erleidet. Die Zuneigung zum Propheten, seiner Familie und seinen Freuden sollte eine Eigenschaft aller Muslime sein. In gleicher Weise müssen die Muslime sich gegenseitig wertschätzen und barmherzig sein. Doch so wie es aussieht, haben sie nicht aus diesen Erfahrungen gelernt. Sie bekämpfen sich gegenseitig und vergießen ihr Blut. Es muss uns klar werden, dass wir uns nicht von diesem Chaos befreien können und nicht in Frieden und Eintracht leben können, solange wir uns gegenseitig nicht achten und die vom Islam gelehrte Geschwisterlichkeit leben und somit die Pläne unserer Gegner zunichte machen. Mit einem Vers des Korans, der uns daran erinnert, möchten wir unsere Hutba beenden: „Und haltet allesamt an Allahs Seil fest, und zersplittert euch nicht, und gedenkt der Gnadenerweise Allahs euch gegenüber, als ihr Feinde wart und Er eure Herzen so zusammenschloss, dass ihr durch Seine Gnade Brüder wurdet, und als ihr am Rande einer Feuergrube wart und Er euch ihr entriss. So macht euch Allah Seine Zeichen klar, auf dass ihr euch leiten lasst.“ [3:103]
Dienstag 08. Januar 2008
Hutba – Das Gebet verrichten
Das
Gebet ist der Beweis für den Glauben (Îmân) und die Umsetzung
des Glaubens im Leben. Es ist wie der Kopf des Körpers und der Hauptpfeiler
des Islams. Jeder Muslim, der das Gebet verrichtet, erneuert seine Vereinbarung
mit Allah und unterwirft sich seiner Herrschaft.
Verehrte Muslime,
alle Lebewesen, vom kleinsten bis zum größten, gedenken Allahs und beten ihn an. Der in der besten Weise erschaffene Mensch ist eines dieser Lebewesen und hat die Fähigkeit Allah aus eigenem Willen anzubeten. Allah teilt uns mit, dass er den Menschen erschaffen hat, damit dieser ihn anbetet. Alle Propheten, insbesondere dem letzen Propheten Muhammad (saw), wurden gesandt, um den Menschen diese Aufgabe mitzuteilen. Allah hat den Menschen durch die Propheten Gottesdienste (Ibâda) wie das Fasten und die Zakât geboten und Dinge wie den Alkohol und den Ehebruch (Zinâ) verboten. Sich von den letzteren fernzuhalten, wird wie ein Gottesdienst belohnt. Doch unter den Gottesdiensten gibt es einen Gottesdienst, der als der Kern aller Gottesdienste angesehen werden kann. Dies ist das Gebet (Salâh). Denn das Gebet ist das beste Mittel, um den schwach erschaffenen Menschen an den allmächtigen Allah zu binden. Das Gebet ist das Gebot Allahs, dem Schöpfer der Himmel und der Erde, dem Erschaffer aller Lebewesen auf Erden. Das Gebet ist der Pfeiler der Religion (Dîn). Es schützt vor allem Schlechten, wie es in folgendem Vers heißt: „Trage vor, was dir von dem Buche geoffenbart wird und verrichte das Gebet. Siehe, das Gebet bewahrt von Schandbarem und Verbotenem. Doch das ständige Gedenken an Allah ist fürwahr das Größte. Und Allah weiß, was ihr tut.“ (Sure Ankabût, [29:45])
Verehrte Muslime,
das Gebet ist der Gottesdienst, der im Koran – nach dem Dschihad – am meisten erwähnt wird. Dort wird es hunderte Male mit verschiedenen Begriffen wie „Salâh“, „Zikr“, „Tasbîh“ und „Takbîr“ wiedergegeben und sogar die Anzahl der täglichen Gebete wird genannt. Unser Herr bringt dies in folgendem Vers zur Sprache: „Und wenn ihr das Gebet verrichtet habt, dann gedenkt Allahs, sei es stehend, sitzend oder liegend. Doch wenn ihr in Sicherheit seid, verrichtet das Gebet (auf normale Weise). Siehe, das Gebet ist für die Gläubigen für bestimmte Zeit vorgeschrieben.“ (Sure Nisâ, [4:103]) Im Grunde umfasst das Gedenken Allahs, das, wie es im vorigen Vers heißt, im Stehen, im Sitzen und im Liegen durchgeführt werden kann, alle Formen des Gottesdienstes der übrigen Geschöpfe. Deshalb ist das Gebet für den Menschen, der es verrichtet, der Höhepunkt seiner Erschaffung und seiner Dienerschaft. So ist es der Beweis für den Glauben (Îmân) und die Umsetzung des Glaubens im Leben. Es ist wie der Kopf des Körpers und der Hauptpfeiler des Islams. Jeder Muslim, der das Gebet verrichtet, erneuert seine Vereinbarung mit Allah und unterwirft sich seiner Herrschaft. Ein Muslim, der nicht betet, ist wie ein Flüchtling, der gegen diese Vereinbarung verstößt.
Verehrte Geschwister,
unser Prophet, der das Gebet als „Himmelfahrt des Gläubigen, Augentrost und Schlüssel zum Paradies“ bezeichnet hat, verrichtete es gewissenhaft und befahl es auch seinen Anhängern. Der folgende Hadîth gibt einige wichtige Aspekte des Gebets wieder: „Was meint ihr? Wenn vor eurer Haustür ein Fluss fließen würde und ihr euch fünfmal am Tag darin waschen würdet, würdet ihr dann immer noch dreckig sein? So ist es auch mit dem fünfmaligen Gebet. Durch das fünfmalige Gebet löscht Allah alle Sünden aus.“ (Rijâzus Sâlihîn) In einem anderen Hadîth sagt unser Prophet: „Die Pflicht, für die der Diener bei Allah als erstes zur Rechenschaft gezogen wird, ist das Gebet. Wenn es gewissenhaft verrichtet wurde, werden seine anderen Taten akzeptiert. Wenn nicht, wird keine seiner Taten angenommen.“ (Tabarâni) Auf diese Weise werden also alle anderen Gottesdienste vom Gebet abhängig gemacht.
Verehrte Geschwister,
als Muslime müssen wir die Bedeutung des Gebets erkennen und es zusammen mit unserer Familie verrichten. Wir müssen unsere Glaubensgeschwister auf die Notwendigkeit des Gebets hinweisen und sie dafür sensibilisieren. Wir sollten versuchen, das Gebet in der Gemeinschaft zu beten und nicht vergessen, dass dies unsere Gemeinschaftlichkeit fördert. Während wir die Hutba mit einem Hadîth beenden, bitten wir Allah, dass er uns eine Generation gebe, die sich der Bedeutung des Gebets bewusst ist und es gebührend verrichtet. Der Prophet sagte: „Das Gebet, das in der Gemeinschaft verrichtete wird, ist fünfundzwanzigmal besser als das Gebet, das zuhause oder irgendwo anders verrichtet wird. Wenn jemand die Gebetswaschung vollführt und nur um das Gebet zu verrichten in eine Moschee geht, wird er für jeden Schritt eine Stufe erhöht und ihm für jeden Schritt ein Fehler verziehen. Für die Dauer, die er nach dem Gebet an seinem Platz bleibt, beten die Engel: „O Allah, sei ihm gegenüber barmherzig, erbarme dich.“ Derjenige, der auf das Gebet wartet, ist wir derjenige, der betet.“ (Rijâzus Sâlihîn)
Freitag 28. Dezember 2007
Hutba – Das Ende des Jahres: Sich selbst zur Rechenschaft ziehen
In
diesen Tagen, in denen wir wieder ein Jahr hinter uns lassen und ein neues antreten,
sollten wir, gemäß der Empfehlung Umars (ra) „Zieht euch zur
Rechenschaft, bevor ihr zur Rechenschaft gezogen werdet.“ Rechenschaft
über unsere Taten ablegen.
Verehrte Muslime,
Allah hat jedem seiner Geschöpfe eine bestimmte Lebensdauer gegeben. Er hat die Menschen mit Verstand ausgestattet und ihnen die Verantwortung für die Handlungen, die sie getan oder unterlassen haben, von der Zeit von der Pubertät bis zum Tod, gegeben. Er hat sie jedoch nicht alleine gelassen, sondern ihnen Bücher sowie Propheten geschickt, die sie im Lichte dieser Bücher führen. Der mit einem gesunden Verstand ausgestattete Mensch hat also die Aufgabe über das Leben und seine Handlungen nachzudenken und zu diese bewerten. Er muss Antworten auf die Fragen suchen, wer er ist und was ihn erwartet. Wie einen Filmstreifen müssen wir uns vor Augen führen, wie wir eine einzelne Zelle in der Gebärmutter unsere Mutter sind und als Mensch auf die Welt kommen. Wir müssen uns unsere Situation vor Augen führen, wie schwach wir als Kinder sind, uns zu starken Jugendlichen und Erwachsenen entwickeln und anschließend das Alter einsetzt, in dem wir wieder so zerbrechlich sind wie zu Anfang, um letztlich mit dem Tod konfrontiert zu werden. Wir wissen nicht, wann die letzte Stunde schlagen wird. Deshalb müssen wir immer auf diesen Zeitpunkt gefasst sein.
Verehrte Geschwister,
in diesen Tagen, in denen wir wieder ein Jahr hinter uns lassen und ein neues antreten, sollten wir, gemäß der Empfehlung Umars (ra) „Zieht euch zur Rechenschaft, bevor ihr zur Rechenschaft gezogen werdet.“ Rechenschaft über unsere Taten ablegen. Wir dürfen den Tod und den Tag der Auferstehung (Kijâma) nicht vergessen und sollten unsere Handlungen demgemäß ausrichten. Dies müssen wir tun, bevor das für jeden von uns vorausbestimmte Ende kommt. Sind wir bereit Rechenschaft abzulegen? Wir sollten uns unsere Geschwister vor Augen führen, die noch vor einem Jahr bei uns waren, inzwischen aber verstorben sind und überlegen, ob wir denn noch so lange zu leben haben. Wären wir imstande mit all unseren Taten uns in die Gegenwart Allahs zu begeben, wenn wir in diesem Moment sterben würden? Aus diesem Grund dürfen wir keine Zeit verlieren und müssen uns unserer Situation im Klaren werden. Denn wir müssen Rechenschaft ablegen vor dem allgegenwärtigen Herrscher Allah. Der Gesandte Gottes Muhammad (saw) hat uns diesbezüglich stets gewarnt und folgendes gesagt: „Niemand wird am Tag der Abrechnung entlassen, bevor er nicht über alles, was er getan hat, Rechenschaft abgelegt hat.“ (Tirmizî, Kijâma, 1)
Verehrte Geschwister,
während wir uns selbst zur Rechenschaft ziehen, müssen wir uns fragen, was wir für uns, unsere Familie, Verwandten, Nachbarn und für die Gesellschaf, in der wir leben, getan haben. Gleichzeitig sollten wir uns fragen, welche Schäden wir uns und den anderen Menschen zugefügt haben. Danach sollten wir uns vornehmen, unsere guten Taten zu mehren und unsere Fehler zu verbessern. Wir müssen unser ganzes Leben betrachten, Reue zeigen (Tawba), falls wir etwas getan haben, dass uns unsere Religion (Dîn) verbietet und uns von diesen Sünden fernhalten. Anstatt uns im neuen Jahr wieder Sünden hinzugeben, sollten wir zusehen, dass wir unsere Aufgaben gegenüber Allah in der besten Weise erfüllen und unsere Fehler beseitigen. Nicht mit den verbotenen (Harâm) Dingen, sondern den Handlungen und Gottesdiensten (Ibâda), wodurch Allahs Zufriedenheit erreicht werden kann, sollten wir diese abgezählten Tage verbringen. Wir müssen nach Wegen suchen, unsere Familie, unsere Verwandten und Freunde und insbesondere unsere Jugend vor dem moralischen Schmutz unserer Zeit fernzuhalten.
Bevor wir unsere Hutba mit einem Vers beenden, bitten wir Allah, dass Er uns im vor uns liegenden Jahr ermögliche, gute Taten zu vollbringen, um uns unsere Rechenschaft zu erleichtern. Im Koran heißt es: „O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah! Und eine jede Seele habe auf das acht, was sie für morgen vorausschickt. Und fürchtet Allah! Allah weiß sehr wohl, was ihr tut.“ [59:18]