10.07.2006 Nachrichten>International
UNO-Menschenrechtsrat verurteilt Israel
UNO-Menschenrechtsrat: „Israelische Militäraktion verstößt gegen die Menschenrechte palästinensischer Zivilisten“

Der israelische Militäreinsatz im Gazastreifen wurde vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen scharf kritisiert. Auf seiner ersten Sondersitzung forderte der Menschenrechtsrat Israel auf, ranghohe Hamas-Politiker, die von israelischen Soldaten aus dem Westjordanland verschleppt wurden, freizulassen und sein militärisches Vorgehen sofort zu stoppen. In einer am Donnerstag angenommenen Resolution heißt es, der Menschenrechtsrat sei tief besorgt angesichts der Verletzungen der Menschenrechte des palästinensischen Volkes. Deshalb entschied das Gremium, den UN-Sonderbeobachter für Menschenrechte in den Palästinensergebieten, John Dugard, sofort in die Region zu entsenden.

Die von Mitgliedern der Organisation der islamischen Konferenz (OIC) und arabischen Staaten eingebrachte Resolution zur Lage der Menschenrechte in den Autonomiegebieten wurde von 29 der 47 Mitgliedländer angenommen. 11 Mitglieder stimmten dagegen.

Die EU-Staaten lehnten die Resolution mit der Begründung ab, sie sei zu einseitig gegen Israel ausgerichtet. Auch die USA und Israel, die dem UNO-Menschenrechtsrat nicht angehören, wiesen die Resolution zurück. (hv)


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