21.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Zahl der Einbürgerungen in Deutschland sinkt
Die Zahl der Einbürgerungen in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit 1998 gefallen

Die Zahl der Einbürgerungen in Deutschland ist weiter gesunken. So wurden letztes Jahr 7,8 Prozent weniger eingebürgert als noch im Jahr zuvor. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, seien letztes Jahr 117 240 Ausländer eingebürgert worden. Damit sei die Zahl der Einbürgerungen auf den niedrigsten Stand seit 1998 (106 000) gefallen. Grüne und Linkspartei sehen in den Zahlen ein Beweis für eine gescheiterte Integrationspolitik.

Die größte Gruppe der neu Eingebürgerten stellten im vergangenen Jahr wieder die Türken. Insgesamt wurden 32 700 (28 Prozent) Türken eingebürgert. Den Türken folgten Ausländer aus Serbien und Montenegro (rund 8820 Eingebürgerte) und Polen (knapp 6900 Eingebürgerte).

Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth sagte: „Das Dauerfeuer gegen Migrantinnen und Migranten in Deutschland zeigt Wirkung.“ Die migrations- und integrationspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sevim Dagdelen, erklärte, die Zahlen zeigten, „dass die deutsche Einbürgerungspolitik auf Abschreckung und Verhinderung von Einbürgerungen ausgerichtet ist“. (hv)


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