24.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Bevölkerungszahl geht zurück
Zuwanderung kann Geburtendefizit nicht ausgleichen
Laut dem Statistischen Bundesamt sind im vergangenen Jahr erstmals seit 1969 mehr Deutsche ausgewandert als eingewandert. Demnach wurde ein Nettoverlust von 17000 Deutschen ans Ausland registriert. Insgesamt seien 145000 Deutsche ausgewandert und 128000 Deutsche zugewandert. Deutschland gilt jedoch trotzdem als Zuwanderungsland. Im Jahr 2005 wanderten 579000 Ausländer zu und 484000 Ausländer wanderten aus. Der Zuwanderungsüberschuss von 79 000 reichte jedoch nicht aus, um die Lücke zwischen Geburten- und Sterberate zu schließen. Vom 31. Dezember 2004 bis 31. Dezember 2005 sank die Einwohnerzahl von 82,501 Millionen um 63000 (0,1 Prozent) auf 82,438 Millionen. Somit konnte der Zuwanderungsüberschuss von 79000 Personen das Geburtendefizit von 143000 nicht ausgleichen.
Im Vergleich zum Jahr 2004 stieg das Geburtendefizit um etwa 30000, und der Wanderungsüberschuss verringerte sich um knapp 4000 Personen. Neben 2005 war die Bevölkerungszahl auch in den Jahren 1998, 2003 und 2004 gesunken. (hv)