27.07.2006 Nachrichten>International
Schockierende Bilder aus dem Libanon
Die Militäroffensive Israels im Libanon und im Gazastreifen stößt in der ganzen Welt auf scharfe Kritik

Die schweren Luft- und Bodenangriffe Israels seit zwei Wochen fordern zahlreiche Menschenleben und machen dabei kein Unterschied zwischen Soldaten und Zivilisten. So hat die israelische Armee vor den Augen des Roten Kreuzes und englischer Korrespondenten im Krisengebiet eine Flüchtlingskolone bombardiert, die zuvor aufgefordert worden war, die Häuser zu verlassen.

Die Korrespondenten der Zeitungen „ The Guardian”, „ The Independent” und „ The Times” wurden zu Augenzeugen, wie die israelische Armee am 15. Juli im Dorf Marhavin in Süd-Libanon mit Flugblättern die Dorfbewohner aufforderte, das Dorf zu verlassen. Als die Dorfbewohner dann aus ihren Häusern gingen, wurden sie von der israelischen Armee beschossen. Dabei kamen zahlreiche Frauen und Kinder ums Leben.

Noch während der internationalen Kritik zu diesem Vorfall, schockierte eine weitere Meldung in den englischen Medien die Welt erneut. Die Familie Saita, die ebenfalls aus der Krisenregion flüchten wollte, wurde von israelischen Raketen getroffen. Bei dem Angriff wurden drei Familienmitglieder getötet und 16 verletzt. Ein Anblick, dass nicht mehr zu vergessen ist, war das Flehen des zwölfjährigen Ali Saita: „ Bitte stirb nicht Mutter”.

Wie „ The Guardian” berichtet, sind die Haupstrassen in der Region voll mit von der israelischen Armee beschossenen Flüchtlingskolonen. Auch das Rote Kreuz berichtete, das zehn Autos und vier Mottorräder, die Flüchtlinge transportierten,von israelischen Soldaten angegriffen wurden.

Der UN-Hilfskoordinator Jan Egeland erklärte, Israel gehe mit unverhältnismäßiger Härte vor und verletze internationale Rechte.


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