28.7.2006 Nachrichten>InternationalTopic
OIC strebt Waffenstillstand im Nahen Osten an
In einer Pressemitteilung erklärte der Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), Ekmeleddin Ihsanoglu, die OIC strebe ein Ende der israelischen Angriffe im Süd-Libanon an

Ihsanoglu stellte klar, dass die OIC Israels willkürliche Angriffe im Gazastreifen und im Libabon verurteile. Der Generalsekretär kritisierte: „ Israel hat alle Regeln verletzt und internationales Recht und Vereinbarungen nicht eingehalten. Israel begeht Kriegsverbrechen, tötet hunderte unschuldiger Menschen und zerstört die Infrastruktur vom Libanon und Palästina.”
Ihsanoglu teilte mit, um einen Waffenstillstand auszuhandeln, führe er Gespräche mit Libanons Ministerpräsidenten Fuat Siniora und muslimischen sowie internationalen Führern. Zudem habe er UN-Generalsekretär Kofi Annan aufgefordert, sich noch intensiver für die Friedensverhandlungen einzustzen.

Ihsanoglu erklärte weiterhin, die Unabhängigkeit und Einheit Libanons hätten erste Priorität. Der UN-Beschluss Nummer 1559 sei einer von vielen, den der UN-Sicherheitsrat beschlossen habe. Der Generalsekretär betonte, dass auch weitere wichtige Beschlüsse des UN-Sicherheitsrats nicht befolgt würden und sagte, man könne diese internationalen Beschlüsse nicht nach belieben auswählen, sondern müsse sie alle befolgen.

Deshalb forderte Ihsanoglu auf, für ein Ende der Auseinandersetzungen, die mit der Besatzung Israels von manche arabischen und palästinensichen Gebieten ihren Höhepunkt erreicht haben, den Problemen im Nahen Osten auf den Grund zu gehen. Ihsanoglu warnte, dass die Besatzungen Israels den Nahen Osten zu einer tieferen Krise führten und erklärte, ein Gefangenenaustausch unter der Aufsicht einer internationalen Gruppe unter Führung der UN für einen sofortigen Waffenstillstand sei unerlässlich.

Der Generalsekretär forderte in der Pressemitteilung einen schnellen Wiederaufbau im Libanon und Soforthilfen für die Opfer. Außerdem teilte er mit, dass das “Humanitäre Forum der IKÖ” 180 Tonnen Nahrung und Medikamente in die Krisenregion entsandte.


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