News-Archiv
Juli 2006
28.07.2006 Freitagspredigt
Hutba- Besonnenheit und Rechtschaffenheit eines
Muslims
Verehrte Muslime,
Muslimsein bedeutet, ernsthaft, repräsentativ, würdig,
rechtschaffen und mäßig zu sein und dementsprechend zu handeln. Jemand
der sein Wort nicht hält, unermesslich, widersprechend und unausgeglichen
ist, kann den Islam nicht widerspiegeln. Der Islam lobt Menschen, die nicht
von Wahrheit und Gerechtigkeit abweichen, auch wenn sein eigener Feind Recht
behält und seine Angehörigen und sogar sich selbst verurteilt, wenn
sie in Unrecht sind. Einen Gläubigen mit diesen Eigenschaften nennen wir
Mu’min oder Muslim. Allah teala gibt uns die Botschaft, dass er solche
Gläubige belohnen und bevorzugen wird. ![]()
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28.07.2006 Nachrichten>International
OIC strebt Waffenstillstand im Nahen Osten an
In einer Pressemitteilung erklärte der
Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), Ekmeleddin
Ihsanoglu, die OIC strebe ein Ende der israelischen Angriffe im Süd-Libanon
an
Ihsanoglu
stellte klar, dass die OIC Israels willkürliche Angriffe im Gazastreifen
und im Libabon verurteile. Der Generalsekretär kritisierte: „ Israel
hat alle Regeln verletzt und internationales Recht und Vereinbarungen nicht
eingehalten. Israel begeht Kriegsverbrechen, tötet hunderte unschuldiger
Menschen und zerstört die Infrastruktur vom Libanon und Palästina.”
Ihsanoglu teilte mit, um einen Waffenstillstand auszuhandeln, führe er
Gespräche mit Libanons Ministerpräsidenten Fuat Siniora und muslimischen
sowie internationalen Führern. Zudem habe er UN-Generalsekretär Kofi
Annan aufgefordert, sich noch intensiver für die Friedensverhandlungen
einzustzen. ![]()
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27.07.2006 Nachrichten>International
Schockierende Bilder aus dem Libanon
Die Militäroffensive Israels im Libanon
und im Gazastreifen stößt in der ganzen Welt auf scharfe Kritik
Die schweren Luft- und Bodenangriffe Israels seit zwei Wochen
fordern zahlreiche Menschenleben und machen dabei kein Unterschied zwischen
Soldaten und Zivilisten. So hat die israelische Armee vor den Augen des Roten
Kreuzes und englischer Korrespondenten im Krisengebiet eine Flüchtlingskolone
bombardiert, die zuvor aufgefordert worden war, die Häuser zu verlassen.
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26.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Berliner Polizei bittet Moscheevereine um Hilfe
Koschny: „Imame sollen den Jugendlichen
klarmachen, dass Straftaten nicht im Sinne des Islam sind“
Die
Polizei in Berlin hofft bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität
auf die Hilfe von Moscheevereinen. Hartmut Koschny, der Leiter des Referats
Verbrechensbekämpfung in der Polizeidirektion 5, sagte: „Wir reden
immer von Integration und davon, dass wir die Probleme gemeinsam mit den Muslimen
lösen müssen. Bisher hat aber keiner wirklich versucht, soziale Verantwortung
abzugeben.“ ![]()
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26.07.2006 Nachrichten>International
Institut für Medienverantwortung plädiert
für verantwortlichen Journalismus
Institut für Medienverantwortung: „
Medien müssen Friedensgruppen in Nahost stärken!“
Das Institut für Medienverantwortung (IMV) plädiert
in einer Pressemitteilung für einen verantwortlichen Journalismus. Darin
heißt es, es sei für eine Friedenslösung in Nahost nicht ausreichend,
wenn Journalisten oder Redakteure keine Partei ergriffen oder nur auf der Suche
nach der Schuld seien. Zum verantwortungsvollen Journalismus gehöre es,
sich nicht für eine Seite zu entscheiden, sondern für den Frieden.
Deshalb fordert das IMV die Medien auf, die Friedensgruppen in Nahost zu stärken.
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26.07.2006 Nachrichten>International
Wer hat begonnen?
Gideon Levy, 9.7.06 - israelische Zeitung Haaretz
"Wir sind aus dem Gazastreifen abgezogen und nun feuern
sie Qassams". Es gibt keine genauere Formulierung der vorherrschenden Ansicht
über die augenblickliche Runde des Konfliktes. "Sie haben begonnen",
ist die Routineantwort gegenüber jedem, der zu behaupten versucht, dass
z.B. Stunden bevor die 1. Qassam auf die Schule in Ashkalon fiel (und keinen
Schaden verursachte), Israel an der Islamischen Universität in Gaza viel
Zerstörung anrichtete.
Israel verursachte Stromausfall, belagert, bombardiert und beschießt mit
Artillerie, mordet und verhaftet, tötet und verwundet Zivilisten, einschließlich
Kindern und Babys in erschreckender Zahl - aber " sie haben begonnen."
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24.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Bevölkerungszahl geht zurück
Zuwanderung kann Geburtendefizit nicht ausgleichen
Laut dem Statistischen Bundesamt sind im vergangenen Jahr erstmals
seit 1969 mehr Deutsche ausgewandert als eingewandert. Demnach wurde ein Nettoverlust
von 17000 Deutschen ans Ausland registriert. Insgesamt seien 145000 Deutsche
ausgewandert und 128000 Deutsche zugewandert. Deutschland gilt jedoch trotzdem
als Zuwanderungsland. Im Jahr 2005 wanderten 579000 Ausländer zu und 484000
Ausländer wanderten aus. Der Zuwanderungsüberschuss von 79 000 reichte
jedoch nicht aus, um die Lücke zwischen Geburten- und Sterberate zu schließen.
Vom 31. Dezember 2004 bis 31. Dezember 2005 sank die Einwohnerzahl von 82,501
Millionen um 63000 (0,1 Prozent) auf 82,438 Millionen. Somit konnte der Zuwanderungsüberschuss
von 79000 Personen das Geburtendefizit von 143000 nicht ausgleichen. ![]()
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21.07.2006 Freitagspredigt
Hutba - Die drei gesegneten Monate und die Ragaib-Nacht
Verehrte Gemeinde, wir nähern uns wieder den drei gesegneten
Monaten, in denen die Flüsse der Barmherzigkeit anschwellen und die Seen
der Vergebung über ihre Ufer treten. Auch nähern wir uns den besonderen
Nächten, in denen uns unser Herr vermehrt mit seiner Barmherzigkeit beschenkt.
Allah teala hat die Gebete und die guten Taten in einigen Nächten und in
einigen Monaten für wertvoller und ergiebiger erklärt als die in den
sonstigen. Die drei Monate Radschab, Schaban und Ramadan gehören zu diesen
heiligen Monaten. ![]()
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21.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Zahl der Einbürgerungen in Deutschland sinkt
Die Zahl der Einbürgerungen in Deutschland
ist auf den niedrigsten Stand seit 1998 gefallen
Die
Zahl der Einbürgerungen in Deutschland ist weiter gesunken. So wurden letztes
Jahr 7,8 Prozent weniger eingebürgert als noch im Jahr zuvor. Wie das Statistische
Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, seien letztes Jahr 117 240 Ausländer
eingebürgert worden. Damit sei die Zahl der Einbürgerungen auf den
niedrigsten Stand seit 1998 (106 000) gefallen. Grüne und Linkspartei sehen
in den Zahlen ein Beweis für eine gescheiterte Integrationspolitik. ![]()
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19.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Innenministerium plant Verschärfung des
Ausländerrechts
Vom Bundesinnenministerium beauftragte Experten
schlagen in einem „Evaluierungsbericht zum Zuwanderungsgesetz“ eine
erleichterte Abschiebung ausländischer Hartz-IV-Empfänger vor
Vom Bundesinnenministerium beauftragte Experten aus Bund, Ländern
und Kommunen haben in einem Evaluierungsbericht zum Zuwanderungsgesetz vorgeschlagen,
die Abschiebung ausländischer Hartz-IV-Empfänger zu erleichtern und
die für die Entstehung eines eigenständigen Aufenthaltsrechts erforderliche
Ehebestandszeit von zwei auf drei Jahre heraufzusetzen. Außerdem schlugen
die Experten vor, die Ankündigungspflicht bei Abschiebungen sowie die Verkürzung
der Frist in Widerrufsfällen zu streichen. Bisher müssen Ausländer
vier Wochen vor einer Abschiebung darüber informiert werden. ![]()
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19.07.2006 Nachrichten>International
Muslimische Denker kamen in Istanbul zusammen
In der türkischen Metropole Istanbul wurden
zahlreiche Gelehrte, Denker und Autoren zu zwei wichtigen Konferenzen empfangen
Die
erste Konferenz unter dem Motto „Europas Muslime- Herausforderungen und
Chancen“ fand am 1. und 2. Juli statt. Vergangenen Sonntag kam die Internationale
Vereinigung Muslimischer Gelehrter zusammen. Die Konferenzen nahmen die Probleme
in der islamischen Welt zum Thema. An den Veranstaltungen nahmen neben über
150 muslimischen Vertretern verschiedener Länder aus Deutschland Ali Kizilkaya,
Vorsitzender des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland, Ridvan Cakir,
Vorsitzender der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion
und der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Ayyup Köhler, teil. ![]()
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18.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Kauder: „Wer Deutscher werden will, muss
die deutsche Leitkultur akzeptieren“
Kauder: „Muslimische Einbürgerungswillige
müssen sich zur deutschen Schicksalsgemeinschaft bekennen. Dazu gehört
es, dass wir ein besonderes Verhältnis zu Israel haben.“
Der Vorsitzende der Unions-Fraktion im Bundestag, Volker Kauder
(CDU), forderte in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, dass Ausländern,
denen Pflichtsprachkurse auferlegt werden, diese jedoch nicht besuchen, Sozialleistungen
gestrichen werden. Zudem sagte Kauder, einen deutschen Pass dürfe nur derjenige
erhalten, der integriert sei. „Die Einbürgerung muss das Ergebnis
einer gelungenen Integration sein. Der deutsche Pass als Einstieg in eine Integration,
wie es Teile der SPD fordern, so etwas geht nicht“, sagte der CDU-Politiker.
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18.07.2006 Nachrichten>International
Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul: „
Israel verstößt gegen Völkerrecht “
Israel setzt seine Militäroffensive gegen
Libanon mit aller Härte fort
Entwicklungsministerin
Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) hat die israelische Militäroffensive gegen
den Libanon scharf kritisiert. „Dass mittlerweile zivile Einrichtungen
und Zivilisten in einem anderen Staat bombardiert werden, ist völkerrechtlich
völlig inakzeptabel“, sagte sie und forderte Israel auf, „alles
zu tun, die Zivilbevölkerung zu schützen“. Dazu sei Israel völkerrechtlich
verpflichtet. ![]()
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18.07.2006 Nachrichten>International
UN-Kriegsverbrechertribunal eröffnet neues Verfahren
wegen des Völkermords in Srebrenica
Das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag
hat sein bislang größtes Verfahren wegen des Völkermords in
Srebrenica
eröffnet
Das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hat fünf Offiziere
sowie zwei enge Mitarbeiter des ehemaligen Armeechefs Ratko Mladic wegen des
Massakers von Srebrenica angeklagt. Ihnen wird Verschwörung zum Völkermord,
Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen vorgeworfen. Die fünf
Offiziere hatten sich freiwillig dem internationalen Gericht gestellt. Am ersten
Tag des Verfahrens wurden organisatorische Fragen behandelt. Sowohl die Anklage,
als auch die Verteidigung sollen ihre Stellungnahmen am zweiten Tag des Prozesses
am 21. August abgeben. ![]()
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17.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Bildungsgewerkschaft warnt vor zu hohen Sprachhürden
für die Einbürgerung
Stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft
Erziehung und Wissenschaft (GEW): „Beherrschung der deutschen Sprache
wird zu einem Ausgrenzungsinstrument statt zu einem Integrationsinstrument gemacht“
Die
stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW),
Marianne Demmer, hat vor integrationsfeindlichen Schnellschüssen bei dem
Integrationsgipfel am 14. Juli gewarnt. Demmer verlangte von den Politikern,
zuerst Experten zu hören und dann Beschlüsse zu fassen. Die Gewerkschafterin
kritisierte, der Bundesrat habe in seiner letzten Sitzung „erschreckend
hohe Sprachhürden“ für die Einbürgerung beschlossen, an
denen sogar viele Deutschsprachige scheitern würden. Viele der in Deutschland
lebenden jungen Türken und arabisch stämmigen Migranten besuchten
Hauptschulen und erreichten das geforderte Sprachniveau nicht. ![]()
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14.07.2006 Freitagspredigt
Hutba- Die Moscheen und das Gemeinschaftsbewusstsein
Verehrte Muslime,
im türkischen benutzt man den Begriff „Dschami“
für Moschee. Dschami bedeutet soviel wie Versammlungsort, Gebetsstätte
oder ein Ort, wo sich die Muslime für Gottesdienste versammeln. “Masdschid“
(Ort der Niederwerfung) hat die gleiche Bedeutung. Eigentlich nennt man alle
Orte, wo Allah teala angebetet wird, Masdschid. Nur die von den osmanischen
Sultanen erbauten Moscheen nannte man “Salatin Dschami”.
Die Moscheen, die die Wezire oder andere Privatspersonen errichten ließen,
nannte man nach dem Namen des Bauherrn. Die kleineren Moscheen, in denen es
nicht möglich war, Freitagsgebete zu verrichten, nannte man „Masdschid“.
Der Koran berichtet uns, dass die erste Gebetsstätte der Menschen die Kaba
in Mekka ist: ![]()
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13.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Abschiebung trotz langer Duldung möglich
Der Verwaltungsgerichtshof Hessen (VGH) hat
entschieden, dass eine Abschiebung auch nach langer Duldung möglich ist
Nach
einem am Montag veröffentlichten Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Hessen
(VGH) in Kassel können Ausländer auch dann abgeschoben werden, wenn
sie bereits seit Jahren eine Duldung hatten und aus ihrer Sicht integriert sind.
Somit wurde die Klage einer sechsköpfigen Familie aus dem Kosovo abgewiesen,
deren Eltern seit Anfang der 90er Jahre in Deutschland leben und nur eine Duldung
besaßen. Ihre Asylanträge waren bereits Mitte der 90er Jahre abgelehnt
worden. Ein Antrag auf dauerhafte Aufenthaltserlaubnis im Jahre 2001 war ebenfalls
abgelehnt worden. ![]()
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13.07.2006 Nachrichten>International
Italienischer Ex-Minister: „Frankreichs
National-Elf ist eine Mannschaft aus Negern, Muslimen und Kommunisten“
Calderoli: „F ranzösische Nationalmannschaft
hat dem Streben nach Erfolgen ihre Identität geopfert, indem sie Schwarze,
Muslime und Kommunisten aufstellte“
Der italienische Ex-Minister Roberto Calderoli von der rechtsgerichteten
Lega Nord hat den Sieg von Italien über Frankreich in der Finale der Fußball-Weltmeisterschaft,
als politischen Sieg über eine „gemischt-rassige“ Mannschaft
bezeichnet. Calderoli warf der französischen Nationalmannschaft vor, dem
Streben nach Erfolgen ihre Identität geopfert zu haben, indem sie Schwarze,
Muslime und Kommunisten aufstellte. ![]()
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12.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Islamratsvorsitzender fordert mehr Fingerspitzengefühl
in der Integrationspolitik
Kizilkaya: „Drohung mit Sanktionen ist
ein Zeichen der Hilflosigkeit“
Der
Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland fordert von der großen
Koalition mehr Fingerspitzengefühl in der Integrationspolitik. Der Vorsitzende
des Islamrats, Ali Kizilkaya, erklärte, mit Überzeugungsarbeit lasse
sich gemeinsam mit den Migranten-Verbänden viel mehr erreichen. Die Drohung
mit Sanktionen sei dagegen ein Zeichen der Hilflosigkeit.
Kizilkaya betonte zudem, dass muslimische Organisationen sehr
großen Wert auf das Erlernen der deutschen Sprache legten. Jedoch biete
der Staat nicht genügend Kurse an. „Integration darf nicht nur aus
Forderungskatalogen bestehen, sie braucht auch Förderung“, sagte
der Islamratsvorsitzende. ![]()
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12.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Baden-württembergischer Kultusminister will
Kopftuchurteil des Stuttgarter Verwaltungsgerichts anfechten
Volker Beck: „ Was Katholiken und Juden
erlaubt wird, kann man Muslimen nicht verwehren“
Der baden-württembergische Kultusminister Helmut Rau will
sich die Berufung gegen das Kopftuchurteil des Stuttgarter Verwaltungsgerichts
erstreiten. D as Verwaltungsgericht Stuttgart ließ eine Berufung mit dem
Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts nicht zu. Außerdem
hätten oberste Gerichte über die Frage des Gleichheitsgrundsatzes
bereits entschieden, wonach ein Verbot alle Religionen und Weltanschauungen
gleichermaßen treffe, erklärten die Richter. ![]()
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11.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Kritik an Integrationsgipfel
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die wichtigsten
islamischen Organisationen in Deutschland zum Integrationsgipfel nicht eingeladen
Der
Integrationsgipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird von vielen Migrantenverbänden
sowie Politikern heftig kritisiert. Dabei geht es vor allem um die Gästeliste.
Außer der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion
(DITIB) wurden die wichtigsten islamischen Organisationen, wie etwa der Islamrat
für die Bundesrepublik Deutschland, nicht eingeladen. Eingeladen sind rund
70 Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen, Sozialverbänden, Migrantenorganisationen
und Religionsgemeinschaften. Das Gipfel-Treffen soll jedoch nur drei Stunden
andauen. ![]()
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11.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Verwaltungsgericht Stuttgart: Lehrerin darf
Kopftuch tragen
„Die Anweisung, ohne Kopftuch zu unterrichten
ist rechtswidrig und verstößt gegen das Gleichbehandlungsgebot aus
religiösen Gründen“
Eine muslimische Lehrerin darf in einer Stuttgarter Schule weiterhin
mit Kopftuch unterrichten. Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart
vom Freitag war die Anweisung der Schulverwaltung, ohne Kopftuch zu unterrichten,
rechtswidrig. Die Anweisung verstoße gegen das Gleichbehandlungsgebot
aus religiösen Gründen, da Ordensschwestern an einer staatlichen Schule
in Baden-Baden in ihrer Tracht allgemeine Fächer unterrichten dürfen,
hieß es zur Begründung. Die 55-jährige muslimische Pädagogin
hatte sich durch das gesetzliche Kopftuchverbot gegenüber Lehrkräften
in Ordenstracht benachteiligt gefühlt. ![]()
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10.07.2006 Nachrichten>International
UNO-Menschenrechtsrat verurteilt Israel
UNO-Menschenrechtsrat: „Israelische Militäraktion
verstößt gegen die Menschenrechte palästinensischer Zivilisten“
Der
israelische Militäreinsatz im Gazastreifen wurde vom Menschenrechtsrat
der Vereinten Nationen scharf kritisiert. Auf seiner ersten Sondersitzung forderte
der Menschenrechtsrat Israel auf, ranghohe Hamas-Politiker, die von israelischen
Soldaten aus dem Westjordanland verschleppt wurden, freizulassen und sein militärisches
Vorgehen sofort zu stoppen. In einer am Donnerstag angenommenen Resolution heißt
es, der Menschenrechtsrat sei tief besorgt angesichts der Verletzungen der Menschenrechte
des palästinensischen Volkes. Deshalb entschied das Gremium, den UN-Sonderbeobachter
für Menschenrechte in den Palästinensergebieten, John Dugard, sofort
in die Region zu entsenden.
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10.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Muslime enttäuscht über nordrhein-westfälischen
Aktionsplan zur Integration
Nordrhein-westfälischer Aktionsplan zur
Integration geht nicht ausreichend auf das Thema Islam ein
Der lang erwartete Aktionsplan zur Integration der nordrhein-westfälischen
Landesregierung, , führte bei Muslimen zur Enttäuschung. Der Aktionsplan
behandelt zwar wichtige Themen wie Bildung, Arbeit oder Einbürgerung, auf
das Thema Islam wird jedoch so gut wie nicht eingegangen. Nur in einem der 20
Punkte wird die Religion erwähnt: Die Einführung eines bekenntnisorientierten
islamischen Religionsunterrichts, der von in Deutschland ausgebildeten Lehrern
auf Deutsch gehalten werden soll. Jedoch, ohne eine anerkannte islamische Religionsgemeinschaft
als Partner darf das Schulministerium keinen Lehrplan gestalten. ![]()
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07.07.2006 Freitagspredigt
Hutba- Die Ehe und der Familienbund
Die
Familie ist der Kern der Gesellschaft und hält sie aufrecht. Außerdem
ist die Familie die Grundlage von allen Gemeinschaften, Völkern und des
Lebens überhaupt. Wenn wir vierzehn Jahrhunderte zurückblicken, sehen
wir, dass der Islam die größte Veränderung in Sachen Familie
gebracht hat. Denn zu jener Zeit war das Familienleben zerstört und anstelle
der Ehe bevorzugten die Menschen uneheliche Beziehungen und außereheliche
Partnerschaften. Weil es keine geregelten Familienverhältnisse gab, wurde
es immer schwieriger, die Kinder ihren Vätern zuzuordnen. Außerdem
schwächten sich die Ehre- und Würdegefühle. Deshalb -und aus
anderen Gründen- vergruben manche Väter ihre Töchter bei lebendigem
Leibe, weil sie befürchteten, sie könnten die Familie in Zukunft in
Verruf bringen. Diese Väter wurden von unserem Herrn mit folgenden Koranversen
verurteilt: ![]()
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06.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Grüne fordern Bleiberecht für geduldete
Familien
Migrationspolitische Sprecherin der Grünen:
„Die Kinder und Jugendlichen sind hier aufgewachsen und gehören zu
uns“
Laut einer Großen Anfrage der grünen Rathausfraktion
leben etwa 7000 Familienmitglieder in Hamburg, die nur geduldet werden. Rund
2400 von ihnen leben länger als fünf Jahre in Hamburg, 900 mehr als
acht Jahre und fast 800 länger als zehn Jahre. 1400 der 3000 geduldeten
Kinder sind in Hamburg geboren und mehr als 2000 Kinder und Jugendliche leben
schon länger als fünf Jahre in Hamburg. Sie alle können jederzeit
abgeschoben werden. Duldungen müssen zum Teil wöchentlich oder monatlich
verlängert werden. „Die Kinder und Jugendlichen sind hier aufgewachsen
und gehören zu uns“, sagt die migrationspolitische Sprecherin der
Grünen, Antje Möller, die eine Hamburger Bleiberechtsregelung für
Familien fordert. Möller will, dass Familien, die schon länger in
Deutschland leben und um Integration bemüht sind, eine Aufenthaltserlaubnis
erhalten, die auf ein Jahr befristet ist. ![]()
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04.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Arbeitgeber-Präsident kritisiert deutsche
Integrationspolitik
Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt: „Weg
von einer ungesteuerten Zuwanderung zu Lasten der Sozialsysteme, hin zu eine
Zuwanderungspolitik, die sich an den deutschen Arbeitsmarktinteressen orientiert“
Arbeitgeber-Präsident
Dieter Hundt hat ein grundlegendes Umsteuern in der Zuwanderungs- und Integrationspolitik
gefordert, um der Wirtschaft genügend Fachkräfte zu sichern. „Deutschland
hat eine falsche Einwanderungspolitik betrieben, die sich nicht an den Interessen
unseres Landes orientiert hat“, sagte er. Die falsche Einwanderungspolitik
habe geringe Bildung und hohe Arbeitslosigkeit unter Ausländern verursacht,
wodurch ein großes Problem für die deutsche Wirtschaft entstanden
sei. Hundt sagte: „Wir können es uns nicht leisten, das Potenzial
von Millionen Menschen in unserem Land zu vergeuden.“ ![]()
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04.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Zuwanderung nach Deutschland geht zurück
Schäuble: „ Umsteuerung der Zuwanderung
ist keine Lösung für die gegenwärtigen Integrationsprobleme“
Laut Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) gibt es
in Deutschland nur noch eine „sehr geringe dauerhafte“ Zuwanderung.
Schäuble glaubt, dass in den kommenden Jahren jeweils weniger als 100 000
Menschen nach Deutschland einwandern werden. Auch gebe es immer weniger Asylbewerber.
Der Bundesinnenminister rechnet mit weniger als 30 000 Asylbewerbern in diesem
Jahr. ![]()
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03.07.2006 Nachrichten>Deutschland
Landesinnenminister wollen schnelle Einführung
einheitlicher Einbürgerungstests
Gesetz zu einheitlichen Einbürgerungstests
soll ab 2007 gelten
Die Innenminister der Länder wollen eine schnelle Einführung
einheitlicher Einbürgerungstests. Bereits nächste Woche wollen Bayern,
Hessen und Schleswig-Holstein eine Entschließung in den Bundesrat einbringen.
Darin werden sie die Bundesregierung auffordern, zusammen mit den Ländern
zügig ein Gesetz zur Einbürgerung zu entwickeln. Der Entwurf soll
in Bundestag und Bundesrat noch im Herbst behandelt werden. ![]()
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03.07.2006 Nachrichten>International
OIC verurteilt israelische Angriffe
Der Generalsekretär der Organisation der
Islamischen Konferenz verurteilt die Angriffe Israels im Gaza-Streifen
Dem Pressebericht der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC)
zufolge werde der Einmarsch und die Zerstörung von Brücken und vielen
sozialen Einrichtungen im palästinensischem Territorium seitens der israelischen
Truppen mit großem Bedauern und Missbehagen mitverfolgt, so Ekmeleddin
Ihsanoglu, Generalsekretär der OIC. Der Generalsekretär bekundete
im Anbetracht dieses illegalen Einmarschs große Befürchtungen und
eine Eskalation am Gaza-Streifen. ![]()
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03.07.2006 Nachrichten>International
Frankreich verschärft Ausländergesetze
Bürgerrechtler befürchten, dass zahlreiche
Kinder, die bereits seit langem französische Schulen besuchen, abgeschoben
werden
Das
französische Parlament hat eine Verschärfung des Einwanderungsrechts
beschlossen. Als letzte Instanz billigte auch der Senat eine Gesetzesvorlage
von Innenminister Nicolas Sarkozy, welche die Einwanderungsbestimmungen erheblich
verschärft. Durch das neue Gesetz soll es Ausländern schwieriger gemacht
werden, nach Frankreich einzuwandern oder ihre Familien ins Land zu holen. Außerdem
sollen künftig illegale Einwanderer ohne Papiere nicht mehr nach zehnjährigem
Aufenthalt automatisch eingebürgert werden.
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01.07.2006 Nachrichten>Kommentare
Integration ist, wenn Deutschland gewinnt!?
Ein Kommentar von Oguz Ücüncü
Nein, nein, dass da erst keine Zweifel aufkommen, natürlich
haben auch wir uns schon längst von der allgemeinen Begeisterung für
die deutsche Fußball-Nationalmannschaft anstecken lassen. Wir leiden gemeinsam
und freuen uns über jedes Tor und jeden Sieg. Aber am meisten freuen wir
uns auf die Reportagen und Pressekonferenzen mit den Helden der jeweiligen Partien.
Gespannt lauschen wir den Worten von Odonkor, Neuville und Podolski und freuen
uns, dass man sich trotz offensichtlicher Sprachmängel einen Platz in den
Herzen der Menschen in Deutschland erspielen kann. ![]()
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