13.07.2007 Nachrichten>Deutschland
OECD beklagt Diskriminierung von Zuwanderern auf dem Arbeitsmarkt
Menschen mit ausländisch klingendem Namen müssen drei bis vier Mal so viele Bewerbungen schreiben, bis sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden, als Deutsche

Nach einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind Zuwanderer nur in wenigen Ländern so schlecht in den Arbeitsmarkt integriert, wie in Deutschland. Die Ursachen dafür seien unter anderem mangelnde Sprachkenntnisse und Diskriminierung. Das gelte auch für Hochqualifizierte und für die Kinder von Zuwanderern.

Die Organisation erklärte, dass die Arbeitslosenquote von Zuwanderern und ihren Kindern unabhängig von ihrer Bildung höher liege als der Deutschen. Bei Akademikern sei die Arbeitslosenquote mit 12,5 Prozent sogar fast drei Mal höher.

Auch die in Deutschland geborenen Kinder von Zuwanderern, die zudem die gleiche Qualifikation hätten wie deutsche Kinder, haben laut OECD Probleme auf dem Arbeitsmarkt.

Eine der Ursachen dafür sei Diskriminierung, sagte der OECD-Experte Thomas Liebig. Die Studie habe ergeben, dass Menschen mit ausländisch klingendem Namen drei bis vier Mal so viele Bewerbungen schreiben müssten, bis sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen würden, als Deutsche. (hv)

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