News-Archiv
Juli 2007
25.07.2007 Nachrichten>International
EU begrüßt Wahlsieg von Erdogan
Der Wahlsieg der regierenden AKP in der Türkei
wird in Deutschland als Zeichen der Stabilität gewertet
Die Europäische Union hat den Wahlsieg der regierenden AKP
bei der Parlamentswahl in der Türkei begrüßt. Der Präsident
der Europäischen Kommission Jose Manuel Barroso und EU-Erweiterungskommissar
Olli Rehn forderten zugleich den türkischen Ministerpräsidenten Recep
Tayyip Erdogan auf, die Reformen voranzutreiben. Bis zum Jahresende wolle die
EU in den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei neue Kapitel eröffnen.
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24.07.2007 Nachrichten>Deutschland
Einbürgerungen 2006 zum ersten Mal
seit 2001 angeblich wieder gestiegen
Steigerung ist kein Zeichen für eine positive
Entwicklung
Nach
Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im Verlauf des Jahres
2006 rund 124.830 Ausländerinnen und Ausländer eingebürgert.
Das waren etwa 7.590 (+ 6,5%) Einbürgerungen mehr als im Vorjahr. Von allen
Eingebürgerten des Jahres 2006 erwarben rund 66,8% die deutsche Staatsangehörigkeit
auf der Grundlage eines Einbürgerungsanspruchs nach § 10 Abs. 1 Staatsangehörigkeitsgesetz
(StAG). Die größte Gruppe der Eingebürgerten stellten 2006 –
wie schon in den letzten Jahren – Personen aus der Türkei (26,8%)
dar. ![]()
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23.07.2007 Nachrichten>International
Regierende AKP siegt bei türkischen Parlamentswahlen
Die Partei des Ministerpräsidenten Recep
Tayyip Erdogan erhält die absolute Mehrheit im türkischen Parlament
42 Millionen Türken waren am Sonntag aufgerufen, ein neues
Parlament zu wählen – fast 36 Millionen folgten diesem Ruf. Mit 84,19
% war die Wahlbeteiligung an den gestrigen Parlamentswahlen trotz Ferienzeit
sehr hoch. Die regierende AKP bekam über 16 Millionen Stimmen und erlangte
mit 46,49 % der abgegebenen Stimmen erneut die absolute Mehrheit im Parlament.
Sie wird somit 340 von 550 Abgeordneten stellen. Die bisher alleinige Oppositionspartei
CHP erhält mit 20,89 % der Stimmen 112 Sitze. ![]()
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20.07.2007 Freitagspredigt
Hutba – Gesegnete Tage
Verehrte
Muslime, unser erhabener Herr ist der Schöpfer alles Lebendigen und Leblosen
und gleichzeitig auch der alleinige Schöpfer der Zeit, des Raumes und der
Lebensumstände. Da Er bei jedem seiner Gebote und Verbote den Nutzen und
Vorteil seiner Geschöpfe berücksichtigt, hat Er einigen Tagen und
Nächten sowie einigen Monate und Jahreszeiten einen besonderen Wert gegeben.
Eine gottesdienstliche Handlung, die in dieser Zeit verrichtet wird, ist also
wertvoller und segenreicher als die gleiche Handlung, die zu einer anderen Zeit
ausgeführt wird. Dass dies so ist, erfahren wir sowohl vom Koran als auch
aus den Hadîthen des Gesandten Gottes, dem besten Übersetzer der
Religion (Dîn) Allahs. ![]()
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18.07.2007 Nachrichten>Deutschland
EKD hat Verständnis für Kritik
der türkischen Verbände am Zuwanderungsgesetz
Reimers: „Ehe und Familie stehen unter
dem besonderen Schutz des Grundgesetzes. Das gilt auch für Migrantenehen“
Der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche (EKD)
bei der Bundesregierung, Stephan Reimers, sagte gegenüber der Evangelischen
Nachrichtenagentur „idea“, dass er Verständnis für die
Kritik der türkischen Verbände an dem neuen Zuwanderungsgesetz habe.
Zugleich kritisierte er aber auch den Boykott des Integrationsgipfels. „Ehe
und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes. Das gilt auch
für Migrantenehen“, sagte Reimers und kritisierte, dass türkische
Ehepartner nur mit Deutschkenntnissen nach Deutschland nachziehen dürften,
während andere aus beispielsweise Kanada, den USA oder Japan keine Deutschkenntnisse
nachweisen müssten.
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17.07.2007 Nachrichten>Deutschland
Große Koalition streitet über
Schäubles Anti-Terror Pläne
Wiefelspütz: „Schäuble ist eine
große Belastung für die Koalition“
Die
Kritik an Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) wegen seinen jüngsten
Vorschlägen zur Terrorbekämpfung dauert an. Vor allem, dass Schäuble
eine Rechtsgrundlage für gezielte Tötungen von Terrorverdächtigen
schaffen will, wird als „Angriff auf den Rechtsstaat“ bewertet.
Schäubles Äußerungen führten zu einem wachsenden Streit
innerhalb der Großen Koalition. SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz
sagte der „Frankfurter Rundschau“, Schäuble sei „eine
große Belastung für die Koalition“ geworden. Der Innenminister
versuche „die Freiheit zu Tode zu schützen“, warnte SPD-Parteichef
Kurt Beck. „Wenn wir Todesschüsse zulassen, jede Überwachung
zulassen, dann sind dies Wege, die wir nicht beschreiten dürfen.“
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15.07.2007 Nachrichten>Deutschland
SPD-Innenexperte fordert Einbürgerungskampagne
Edathy: „Kritik der türkischen Verbände
am Zuwanderungsgesetz muss ernst genommen werden“
Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy
(SPD), hat sich für mehr politische Beteiligung von Migranten ausgesprochen.
„Es ist unabdingbar, dass wir die politische Teilhabe von Migranten durch
ein kommunales Wahlrecht für lange in Deutschland lebende Ausländer
verbessern“, sagte der SPD-Politiker und forderte eine Einbürgerungskampagne.
„Wir sollten Menschen, die einen Einbürgerungsanspruch haben, dazu
bewegen, nicht nur Staatsbewohner zu sein, sondern Staatsangehörige zu
werden.“ Die Kritik der türkischen Verbände am neuen Zuwanderungsrecht
sei verständlich. „Das Verhalten der Verbände ist Ausdruck einer
ernst zunehmenden Enttäuschung“, sagte Edathy. Künftig müsse
gelten, dass auch bei beabsichtigten Änderungen in der Gesetzgebung „wir
Politiker die Vertreter der Migrantenorganisationen stärker einbeziehen
und deren Kritik ernster nehmen müssen“, so der SPD-Politiker. ![]()
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14.07.2007 Nachrichten>Deutschland
Zweiter Integrationsgipfel fand diesmal
mit Krisen statt
Auf dem zweiten Integrationsgipfel wurde der
„Nationale Integrationsplan“ mit 400 Selbstverpflichtungen verabschiedet
- Türkisch-stämmige Verbände haben den Gipfel boykottiert
Am
Donnerstag hat in Berlin der zweite Integrationsgipfel der Bundesregierung stattgefunden.
Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete ihn als „Meilenstein in der
Geschichte der Integrationspolitik“. Bund, Länder, Gemeinden, gesellschaftliche
Gruppen und Migrantenverbände haben bei dem Gipfel den seit einem Jahr
erarbeiteten „Nationalen Integrationsgipfel“ mit 400 Selbstverpflichtungen
verabschiedet. Damit soll die Integration von 15 Millionen Menschen in Deutschland
verbessert werden. Im Herbst 2008 soll geprüft werden, inwieweit die Selbstverpflichtungen
eingehalten worden sind. ![]()
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13.07.2007 Freitagspredigt
Hutbe – Die gesegneten drei Monate und die
Regaib-Nacht
Unser Herr, dem alles gehört und der alles erschaffen hat,
teilt uns im Koran mit, dass er auch die Monate gemäß einer Ordnung
geschaffen hat: „Siehe, die Zahl der Monate bei Allah beträgt zwölf
Monate, gemäß dem Buche Allahs, seit dem Tage, an dem Er die Himmel
und die Erde erschuf. Davon sind vier geschützt. Das ist das ewig gültige
Gesetz...“(Sure Tawba, [9:36])In dem Vers werden vier Monate als „harâm“,
also verboten bezeichnet. Diese Verbotenen Monate sind die Monate „Zilkâde,
Zilhidschdscha, Muharram und Radschab“, wobei einer dieser verbotenen
Monate, nämlich der Monat Radschab, der erste der sogenannten gesegneten
drei Monate ist. Die gesegneten drei Monate, eine Quelle der Barmherzigkeit,
sind die Monate Radschab, Schabân und Ramadan. ![]()
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13.07.2007 Nachrichten>Deutschland
OECD beklagt Diskriminierung von Zuwanderern auf
dem Arbeitsmarkt
Menschen mit ausländisch klingendem Namen
müssen drei bis vier Mal so viele Bewerbungen schreiben, bis sie zu einem
Vorstellungsgespräch eingeladen werden, als Deutsche
Nach
einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Organisation für Wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind Zuwanderer nur in wenigen Ländern
so schlecht in den Arbeitsmarkt integriert, wie in Deutschland. Die Ursachen
dafür seien unter anderem mangelnde Sprachkenntnisse und Diskriminierung.
Das gelte auch für Hochqualifizierte und für die Kinder von Zuwanderern.
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12.07.2007 Nachrichten>Deutschland
Schäuble fordert gezielte Tötung
von Terrorverdächtigen
SPD-Fraktionschef Peter Struck: „Manche
Vorschläge von Herrn Schäuble gleichen den Vorschlägen eines
Amokläufers“
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat mit seinen
jüngsten Vorschlägen zur Terrorabwehr in einem Interview mit dem „Spiegel“
bundesweit für große Empörung gesorgt. Schäuble forderte
Rechtsgrundlagen für gezielte Tötung von Verdächtigen und die
Einführung des Straftatbestands der Verschwörung, um „Gefährder“,
die nicht abgeschoben werden können, zu internieren. Außerdem sprach
er sich für Handy- und Internetverbot für Verdächtige aus. ![]()
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08.07.2007 Nachrichten>Deutschland
Bundesrat billigt Verschärfungen im Zuwanderungsrecht
Migrantenverbände fordern Bundespräsident
Horst Köhler auf, das neue Zuwanderungsgesetz nicht zu unterschreiben
Der
Bundesrat hat am Freitag dem neuen Zuwanderungsgesetz trotz massiver Kritik
endgültig zugestimmt. Das Gesetz setzt elf EU-Richtlinien zum Aufenthalts-
und Asylrecht um. Die Migranteverbände kritisieren insbesondere, dass der
Familiennachzug erschwert wird. Künftig müssen Ehepartner mindestens
18 Jahre alt sein und einfache Deutschkenntnisse vorweisen, bevor sie nach Deutschland
einreisen. „Das ist ein dunkler Tag für Deutschland, an dem Verfassungsrechte
ausgehöhlt und ethnische Diskriminierungen festgeschrieben werden, eine
Schande für die Bundesrepublik“, sagte der Vorsitzende der Türkischen
Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, „Spiegel Online“.
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06.07.2007 Freitagspredigt
Hutba – Den „Nafs” erziehen
Verehrte Geschwister,
Der „Nafs”, ist eine Kraft im Menschen, die stets nach dem Schlechten,
der Lust und Begierde trachtet und sich den Geboten Allahs widersetzt. Diese
vom Herzen ausgehende Fähigkeit, wird „Nafs-i mutmainna”, also
„Der beruhigte Nafs” genannt, wenn es sich von seinen irdischen
Bindungen löst und in die göttliche Sphäre gelangt.
Die muslimischen Gelehrten haben den „Nafs”, ausgehend von den Versen,
die vom „Nafs” und seinen verscheidenen Erscheinungsformen handeln,
in sieben Kategorien unterteilt. ![]()
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05.07.2007 Nachrichten>Deutschland
Türkische Verbände denken
über Austritt aus dem Integrationsgipfel nach
Alboga: „Ich sehe keinen Sinn mehr darin,
am Nationalen Integrationsgipfel teilzunehmen“
Die
Türkisch-Islamische Union (Ditib) will aus dem Integrationsgipfel der Bundesregierung
austreten, wenn das geplante Zuwanderungsgesetz in Kraft tritt. „Ich sehe
keinen Sinn mehr darin, am Nationalen Integrationsgipfel teilzunehmen, wenn
dieses Gesetz in Kraft tritt“, sagte der Dialogbeauftragte der Ditib,
Bekir Alboga, am Dienstag. Die Bundesregierung habe „die Migranten bei
der Entstehung des Gesetzes ausgegrenzt“. ![]()
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Die CDU hat in ihren Entwurf für ein neues Grundsatzprogramm
eine neue Textpassage aufgenommen. Darin bekräftige die CDU nach einem
Bericht der „Rheinischen Post“, dass der Islam mit Rechtsstaat und
Demokratie vereinbar sei: „ Wir sind der Überzeugung, dass Rechtsstaatlichkeit,
Demokratie und muslimischer Glaube miteinander vereinbar sind.“ Die kulturelle
Tradition der islamischen Welt werde geachtet. Die CDU wolle die moderaten Muslime
unterstützen. ![]()
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01.07.2007 Nachrichten>International
USA wollen OIC-Botschafter ernennen
Verbindungen zur muslimischen Welt sollen gestärkt
werden
US-Präsident
George W. Bush will einen Botschafter bei der Organisation der Islamischen Konferenz
(OIC) ernennen. Das kündigte er am Mittwoch bei einer Gedenkfeier zum 50-jährigen
Bestehen des Islamischen Zentrums in Washington an. Damit wollten die USA ihre
Interesse an einem „respektvollen Dialog und weiterer Freundschaft“
zeigen, sagte der Präsident. Die Verbindungen zur muslimischen Welt sollen
so gestärkt und das Ansehen der USA dort verbessert werden. ![]()