07.06.2006 Nachrichten>Deutschland
Merkel glaubt, dass die Mehrheit in Deutschland ausländerfreundlich ist
Merkel: „Ausländerfeindlichkeit kann
nicht als typisch Deutsch bezeichnet werden“
Bundeskanzlerin
Angela Merkel glaubt, dass die Mehrheit in Deutschland ausländerfreundlich
ist. Merkel sagte: „Wir haben leider einzelne ausländerfeindliche
Übergriffe, die absolut zu kritisieren sind und gegen die wir mit aller
Konsequenz vorgehen. Aber die überwiegende Mehrheit in unserem Land ist
ausländerfreundlich.“ Ausländerfeindlichkeit könne nicht
als typisch Deutsch bezeichnet werden.
Laut dem Verfassungsschutzbericht ist im Jahr 2005 die Zahl der rechtsextremistisch motivierten Straftaten gegenüber dem Vorjahr um 27,5 Prozent, die der Gewalttaten um 23,5 Prozent gestiegen. Der Ex-Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye hatte Farbige sogar davor gewarnt, bestimmte Regionen in Ost-Deutschland zu vermeiden, weil sie dort Opfer rechtsextremistischer Gewalt werden könnten.
Mittlerweile sind beide Verdächtige im Fall des in Potsdam lebensgefährlich verletzten Deutsch-Äthiopiers aus der Untersuchungshaft entlassen. Wie Rechtsanwalt Veikko Bartel erklärte, gehe die Ermittlungsrichterin nicht mehr von einem ausländerfeindlichen Hintergrund aus. Der Äthiopier war in der Nacht zum Ostersonntag an einer Haltestelle in Potsdam angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. (hv)