News-Archiv
Juni 2006
23.06.2006 Freitagspredigt
Hutba- Sila-i Rahim- Verwandtschaftsbeziehungen
Verehrte Muslime,
der
Sommer ist die Jahreszeit, in der die türkischstämmigen Einwanderer
in Europa in die Türkei reisen. Damit möchte man die Müdigkeit
des ganzen Jahres ablegen und neue Energie und Kraft aus dem Heimatland schöpfen.
Innerhalb der vierzig Jahre hat sich aber so einiges verändert. Zum größten
Teil sind die Verwandten und Bekannten verstorben. Die neuen Generationen kennen
sich weniger. Sogar die Beziehungen zwischen den engsten Verwandten haben sich
geschwächt. Die Ferne zwischen den Verwandten wird immer größer.
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23.06.2006 Nachrichten>Deutschland
Bremen muss Muslimin mit Kopftuch möglicherweise
zum Lehramtsreferendariat zulassen
Bremen muss prüfen, ob die behauptete Gefahr
durch das Kopftuch für den Schulfrieden schwerer wiegt als die
Berufsfreiheit
Der Bremer Bildungssenator Willi Lemke (SPD) muss eine Kopftuch
tragende Muslimin möglicherweise wieder zum Lehramtsreferendariat zulassen.
Das Verwaltungsgericht Bremen hat entschieden, Bremen müsse prüfen,
ob eine behauptete Gefahr für den Schulfrieden schwerer wiegt als die Berufsfreiheit.
Sollte das nicht der Fall sein, müsse sie wieder als Referendarin aufgenommen
werden, urteilte das Bremer Verwaltungsgericht. ![]()
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22.06.2006 Nachrichten>Deutschland
Stoiber fordert Verschärfung des „Gotteslästerungs“-Paragraphen
Der bayerische Ministerpräsident Edmund
Stoiber fordert härtere Strafen für Gotteslästerung
Die
Forderung des CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber, den „Gotteslästerungs“-Paragraphen
166 des Strafgesetzbuches zu verschärfen, stieß auf Ablehnung. Die
Nürnberger CSU-Bundestagsabgeordnete Renate Blank sagte, dass die vorhandenen
Regelungen ausreichten. Werte müssten glaubwürdig im Privaten und
Beruf vorgelebt werden. Das sei wichtiger, als gegen unethisches Verhalten zu
prozessieren, so die Bundestagsabgeordnete. Laut der „Bild“-Zeitung
bezeichnete der bayerische Ministerpräsident den Paragraph 166 als völlig
stumpf und wirkungslos, weil er eine Bestrafung nur dann vorsieht, wenn der
öffentliche Frieden gefährdet ist und Aufruhr droht. Dieser Paragraph
soll nun verschärft werden. Wer bewusst auf den religiösen Empfindungen
anderer Menschen herumtrampele, müsse mit Konsequenzen rechnen, sagte Stoiber.
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22.06.2006 Nachrichten>Deutschland
Zehntausenden droht die Abschiebung
Menschenrechtsverbände: „In keinem
anderen europäischen Land wird eine solche „Massenwiderrufspraxis“
durchgeführt und die Standards der Genfer Flüchtlingskonvention derart
umgangen wie in Deutschland“
Seit dem Saddam Hussein und die Taliban gestürzt sind, wurde
zehntausenden Flüchtlingen in Deutschland ihr Asylstatus aberkannt. Ihnen
droht nun die Abschiebung. Die erneuten Unruhen in Afghanistan, die Anschlagsserien
im Irak, bei denen täglich dutzende von Menschen sterben, oder dass in
Kosovo ethnische Minderheiten sich laut „Amnesty International“
nur unter dem Polizeischutz der dort stationierten Unmik-Soldaten bewegen, scheinen
den deutschen Gesetzgeber nicht zu interessieren. Denn sobald sich die Situation
in seinem Heimatland grundlegend geändert hat, kann dem Flüchtling
sein Status aberkannt werden. ![]()
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21.06.2006 Nachrichten>Deutschland
Schäuble plant Änderungen im Ausländerrecht
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU)
will das Ausländer-, Asyl- und Staatsangehörigkeitsrecht ändern
Bundesinnenminister
Wolfgang Schäuble (CDU) plant bis Ende des Jahres das Ausländer-,
Asyl- und Staatsangehörigkeitsrecht zu ändern. Hauptsächlich
sollen dabei mehrere EU-Richtlinien zum Flüchtlingsschutz, zu Asylverfahren
und zur Zuwanderung umgesetzt werden, teilte Schäuble in Berlin mit. Das
UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) forderte die EU auf, ihre Asylpolitik
zu korrigieren. „Die Neigung, sich in der europäischen Asylpolitik
auf den jeweils kleinsten gemeinsamen Nenner zu einigen, war in den vergangenen
Jahren unübersehbar“, sagte der UNHCR-Regionalvertreter Gottfried
Köfner und betonte zugleich, dass die Zahl der Asylanträge in der
EU auf den tiefsten Stand seit 26 Jahren gefallen sei. ![]()
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21.06.2006 Nachrichten>Deutschland
Schulpflicht hat Vorrang vor Erziehungsrecht
Bundesverfassungsgericht: „Eltern dürfen
ihre Kinder nicht aus religiösen Gründen vollständig von der
Schule abmelden“
Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass die Schulpflicht
Vorrang vor dem Erziehungsrecht hat und somit Eltern ihre Kinder nicht aus religiösen
Gründen vollständig von der Schule abmelden dürfen. Geklagt hatte
ein Ehepaar aus Nordhessen, das seine drei Töchter von der Schule abgemeldet
hatte und deshalb strafrechtlich verwarnt worden war. Das Ehepaar, das zur „Bekennenden
Evangelisch-Reformierten Gemeinde“ angehört, hatte angegeben, dass
der Sexualkundeunterricht, die Vermittlung der Evolutionstheorie sowie die gelehrte
Werte- und Meinungspluralismus an öffentlichen Schulen unvereinbar mit
den christlichen Werten seien. ![]()
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19.06.2006 Nachrichten>International
Amnesty International veröffentlicht „Jahresbericht
2006“
Amnesty International: „Deutschland hat
im Jahr 2005 rund 11.000 Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten den Flüchtlingsstatus
aberkannt“
Die
Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat ihren Jahresbericht für
das Jahr 2006 veröffentlicht. Bei der Vorstellung des neuen Berichts sagte
die Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International,
Barbara Lochbihler: „Menschliche Sicherheit lässt sich nur erreichen,
wenn die Menschenrechte Grundlage allen staatlichen Handelns werden. Das Jahr
2005 hat gezeigt, dass immer mehr internationale und nationale Gremien sowie
Regierungen, diese Auffassung teilen, auch wenn es um den Menschenrechtsschutz
bei Antiterror-Maßnahmen geht.“![]()
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16.06.2006 Freitagspredigt
Hutba- Die Erziehung der Jugend
Verehrte Muslime!
Der Mensch wird geboren, begeht verschiedene Lebensphasen, lebt
sein für ihn vorbestimmtes Leben und stirbt, mit anderen Worten: er wird
für ein neues Leben ins Jenseits geboren... Das diesseitige vergängliche
Leben ist nur ein Teil einer unendlichen Existenz. Die wichtigsten Gründe
für unsere Existenz auf dieser Erde sind, Allah teala gegenüber gefällig
und für die Menschen und unser Umfeld ein aufrichtiges und nützliches
Individuum zu sein. Unser geliebter Prophet hat mit folgender Überlieferung
verdeutlicht, welche Vorzüge der Mensch mit diesen Eigenschaften gewinnt:
„Der beste Mensch ist derjenige, der den Menschen am nützlichsten
ist.“ ![]()
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16.06.2006 Nachrichten>Deutschland
Weniger Zuwanderer
Laut dem Migrationsbericht 2005 geht die Zuwanderung
nach Deutschland zurück
Laut dem vom Bundeskabinett in Berlin verabschiedeten Migrationsbericht
2005 geht die Zuwanderung nach Deutschland deutlich zurück. Deshalb sei
die Integration von nicht nur neu Zugewanderten, sondern auch von den bereits
in Deutschland lebenden früheren Generationen von Zuwanderern wichtig,
sagte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU). ![]()
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14.06.2006 Nachrichten>Deutschland
Ausländische Schüler sollen gleichmäßiger
verteilt werden
Baden-Württembergs Kultusminister Rau will
ausländische Schüler gleichmäßiger verteilen
Baden-Württembergs Kultusminister Helmut Rau plant ausländische
Schüler gleichmäßiger zu verteilen. Kindern aus Vierteln mit
hohem Migrantenanteil sollen in andere Schulbezirke umgeleitet werden. Auch
die Pisa-Bildungsforscher meinen, dass ab 20 Prozent Ausländerquote der
Lernerfolg in einer Klasse drastisch sinkt. „Es geht darum Schüler
so zu verteilen, dass überall vergleichbare Integrationsaufgaben zu bewältigen
sind“, sagte Rau. Bis zur Sommerpause sollten Kommunen und Fachleute an
einem Runden Tisch Details klären. Der Ausländeranteil an baden-württembergischen
Grundschulen betrug im Schuljahr 2003/2004 im Schnitt 14,3 Prozent. Zusammen
mit den Aussiedlerkindern waren es sogar 17 Prozent. An den Hauptschulen lag
der Ausländeranteil bei 24,5, mit den Aussiedlerkindern bei 32,7 Prozent.
Die Verteilung im Land ist jedoch stark unterschiedlich: In Stuttgart lag der
Ausländeranteil an Grundschulen bei 35,5 Prozent, in Freiburg bei 17,2
Prozent und im Main-Tauber-Kreis bei nur 6,5 Prozent. ![]()
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13.06.2006 Nachrichten>Deutschland
Islamrat wirft Staat schwere Versäumnisse
bei Integration vor
Kizilkaya: „Kopftuchverbote zeigen, dass
nicht alle Bürger gleich behandelt werden“
Der
Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland hat das Kopftuchverbot für
muslimische Lehrerinnen scharf kritisiert und dem Staat schwere Versäumnisse
bei der Integration von Muslimen vorgeworfen. Die mittelbaren Berufsverbote
durch Kopftuchverbote für muslimische Lehrerinnen zeigten, dass nicht alle
Bürger gleich behandelt werden, so der Vorsitzende des Islamrats, Ali Kizilkaya.
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13.06.2006 Nachrichten>Deutschland
Jeder Fünfte in Deutschland hat einen Migrationshintergrund
Präsident des Statistischen Bundesamtes:
„Nur die Menschen mit Migrationshintergrund konnten in Deutschland den
Alterungsprozess unserer Gesellschaft deutlich bremsen“
Das Statistische Bundesamt hat die Zahlen vom Mikrozensus 2005
(„kleine Volkszählung“) vorgelegt. Die Befragung zeigt, dass
mehr als doppelt so viele Einwohner in Deutschland einen Migrationshintergrund
haben, als bisher angenommen. Demnach hat mit 15,3 Millionen Personen ein Fünftel
der Einwohner in Deutschland einen Migrationshintergrund. Nach offiziellen Zahlen
leben in Deutschland jedoch nur 7,3 Millionen Ausländer. ![]()
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12.06.2006 Nachrichten>Verband
Die „Schura- Islamische Religionsgemeinschaft
Bremen” wurde gegründet
Die seit langem in Planung stehende Vereinigung
von muslimischen Gemeinden und Verbänden ist nun vonstatten gegangen
In Bremen kamen 17 Vertreter islamischer Vereine und Gemeinden
in dem Konferenzsaal der Fatih Moschee zusammen. Die Tagung wurde zunächst
mit einer Eröffnungskoranrezitation begonnen. Dann wurde die Satzung der
Schura, die seitens der zuständigen Kommission angefertigt wurde, von den
Anwesenden einstimmig verabschiedet. Anschließend wurde Khalid Preukschas,
Lehrer und Vertreter der DAAWA-Gemeinde, zum Vorsitzenden der Schura ernannt.
Ismail Baser, Zain Sammar und Ibrahim Salihu wurden zu stellvertretenden Vorsitzenden
gewählt, unterdessen erhielt Hasan Eren das Generalsekretariat. ![]()
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12.06.2006 Nachrichten>Verband
Die Islamische Föderation Bremen besucht den
neuen Konsul
Die Islamische Föderation Bremen stattete
dem türkischen Konsul in Hannover einen Besuch ab und beglückwünschte
ihn zum Amtsantritt
Anlässlich
seiner Ernennung zum türkischen Konsul besuchte die Islamische Föderation
Bremen (IFB) Hakan Aytek, den Nachfolger des ehemaligen Konsuls, Birgen Keseoglu,
in Hannover. Aytek informierte die Besucher über die Tätigkeiten und
Aufgaben des Konsulats. Weiterhin sagte Aytek, dass das Konsulat bemüht
wäre, seine Leistungen für die 230 tausend türkischen Staatsbürger
aus den Ländern Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt zu verbessern.
Insbesondere sei die Bildung der Frauen und Mütter eine ernstzunehmende
Angelegenheit, appellierte Aytek. ![]()
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09.06.2006 Freitagspredigt
Hutba – Die Kindererziehung im Islam
Verehrte Brüder und Schwestern,
in der Sura al-Anfal Vers 28 spricht unser Herr: „Und
wisset, dass euer Besitz und euere Kinder nur eine Versuchung sind, aber gewaltiger
Lohn bei Allah ist.“ Eines der wunderbaren Gaben unseres Herrn
für die Menschen sind unsere Kinder. Die Kinder sind Mittel für unsere
Prüfung, um die Glückseligkeit im Diesseits und im Jenseits zu erlangen.
Falls wir es schaffen, unsere Kinder gottesfürchtig und mit gutem Charakter
zu erziehen, werden wir einen großen Teil dieser Prüfung bestehen.
Der Koranvers am Anfang unserer Hutba deutet auf diese Tatsache hin. ![]()
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09.06.2006 Nachrichten>International
Annan will Forum zur Migration einrichten
Ein ständiges UN-Forum soll Staaten helfen,
einen umfassenden Ansatz für Einwanderung und Entwicklung zu finden
UNO-Generalsekretär
Kofi Annan plant ein dauerhaftes Forum zu Entwicklung und Migration, um die
internationale Zusammenarbeit in diesen Bereichen zu stärken. Dies geht
aus einem Migrationsbericht der Vereinten Nationen (UN) hervor, den Annan an
die UNO-Generalversammlung vorlegte.
Durch ein ständiges UN-Forum zu Migrationsfragen solle Staaten geholfen
werden, einen umfassenden Ansatz für Einwanderung und Entwicklung auf nationaler
und internationaler Ebene zu finden. ![]()
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09.06.2006 Nachrichten>International
Theologiestudium in der Türkei für
ausländische Studenten mit türkischem Migrationshintergrund
Das Amt für Religiöse Angelegenheiten des türkischen
Ministerpräsidentenamtes führt ein Theologiestudium in der Türkei
für ausländische Studenten mit türkischem Migrationshintergrund
ein. Sie gilt für Jugendliche, die in Europa ihr Abitur gemacht haben und
an der Theologischen Fakultät der Universität Ankara in der Türkei
Theologie studieren wollen.![]()
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08.06.2006 Nachrichten>Deutschland
Schulleiter will sich verfassungswidrigem
Kopftuchverbotsgesetz nicht beugen
Der Schuleiter eines Aufbaugymnasiums in Nordrhein-Westfalen
will, dass seine muslimische Lehrerin weiterhin mit Kopftuch unterrichtet
Der Leiter des Georg-Büchner-Aufbaugymnasiums in Nordrhein-Westfalen,
Gunter Stauf, erlaubt seiner muslimischen Lehrerin, dass sie trotz des neuen
Kopftuchverbots weiterhin mit Kopftuch unterrichtet. „Ich bin doch nicht
der Handlanger des Landtags. Ich brauche Lehrer, die etwas unter dem Kopftuch
haben“, sagte Stauf. Damit droht dem Schulleiter möglicherweise eine
Dienstaufsichtsbeschwerde. Denn Nordrhein-Westfalen hat kürzlich als achtes
Bundesland ein Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen eingeführt.
Wie eine Sprecherin des Schulministeriums mitteilte, soll der neue Beschluss
Mitte Juni im Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlicht werden und dann
verpflichtend gelten. Der Schulleiter habe die Verantwortung, dass ein neuer
Beschluss umgesetzt wird. ![]()
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08.06.2006 Nachrichten>Deutschland
Nordrhein-westfälischer Integrationsminister
fordert gemeinsame Leitkultur
Laschet: „Deutsche Gesellschaft muss das
harmonische Zusammenleben der Generationen,
Kinderfreundlichkeit,
Respekt vor älteren Menschen und die Achtung religiöser Überzeugungen
wieder neu entdecken“
Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) sprach sich für eine gemeinsame Leitkultur mit Migranten und Deutschen
aus. „Es führt kein Weg vorbei an einer gemeinsamen Leitkultur, in
der wir uns auf Grundwerte verständigen, die über das Grundgesetz
hinaus Identität schaffen. Das heißt nicht, dass wir über unsere
Grundrechte mit „Islamisten“ verhandeln“, schreibt der CDU-Minister
in „der Zeit“. Die Herausforderung für Deutsche und Zuwanderer
liege darin, „zu lernen, den anderen in seiner Existenz und in seinen
Überzeugungen anzuerkennen und zu achten, ohne dass das eigene Selbstwertgefühl
und die Richtigkeit eigener Überzeugungen infrage gestellt werden.“![]()
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07.06.2006 Nachrichten>Deutschland
Merkel glaubt, dass die Mehrheit in Deutschland
ausländerfreundlich ist
Merkel: „Ausländerfeindlichkeit kann
nicht als typisch Deutsch bezeichnet werden“
Bundeskanzlerin
Angela Merkel glaubt, dass die Mehrheit in Deutschland ausländerfreundlich
ist. Merkel sagte: „Wir haben leider einzelne ausländerfeindliche
Übergriffe, die absolut zu kritisieren sind und gegen die wir mit aller
Konsequenz vorgehen. Aber die überwiegende Mehrheit in unserem Land ist
ausländerfreundlich.“ Ausländerfeindlichkeit könne nicht
als typisch Deutsch bezeichnet werden. ![]()
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04.06.2006 Nachrichten>Deutschland
Grüne wollen rechtliche Gleichstellung
des Islam
Grüne wollen für eine rechtliche Gleichstellung
des Islam Änderung des Staatskirchenrechts prüfen - CSU lehnt dies
ab
Die Grünenfraktion im Bundestag hat einen Leitfaden zur Integration
von Ausländern vorgelegt. Darin werden Forderungen an Migranten gestellt
und Probleme mit Zuwanderern benannt. Angestrebt werde eine rechtliche Gleichstellung
des Islams, Bildungsförderung und politische Teilhabe von Migranten. Josef
Winkler, der migrationspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, sagte,
ein „eingebürgerter Islam“ müsse auf dem Boden des Grundgesetzes
stehen, um den Islam rechtlich gleichzustellen. Daher müsse geprüft
werden, wie möglicherweise das Staatskirchenrecht für eine Gleichstellung
geändert werden müsse. ![]()
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02.06.2006 Freitagspredigt
Hutba- Die Bedeutung der Arbeit im Islam
Verehrte
Muslime,
der Islam bietet den Menschen ein geregeltes Lebenssystem.
Dieses System stellt ein Gleichgewicht zwischen dem Diesseits und dem Jenseits
her. Der Mensch trägt Verantwortung sowohl für das Diesseits, als
auch für das Jenseits. Der erste Abschnitt des Lebens, das Diesseits, gilt
als vergänglich und soll für die Vorbereitung auf das Jenseits dienen.
Dennoch hat Allah teala die Muslime nicht daran gehindert, an den irdischen
Gaben teilzuhaben. Es geht darum, dass man sein Herz nicht an das weltliche
bindet und vom eigentlichen Ziel abgelenkt wird. ![]()
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01.06.2006 Nachrichten>Verband
Islamrat: Kopftuchverbot ist Diskriminierung
Der Düsseldorfer Landtag hat mit den Stimmen von CDU und
FDP entschieden, dass Muslimische Lehrerinnen an öffentlichen Schulen in
Nordrhein-Westfalen in Zukunft kein Kopftuch mehr tragen dürfen. Das Tragen
der christlichen Ordenstracht und der jüdischen Kippa hingegen sei unter
Berufung auf die Verankerung der christlich-abendländischen Tradition in
der Landesverfassung weiterhin erlaubt. ![]()
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01.06.2006 Nachrichten>International
EU-Politiker wollen, dass der Islam als eine europäische
Religion angesehen wird
EU-Kommissionspräsident José Manuel
Barroso: „Der Islam ist ein Teil Europas“
Der
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der EU-Ratsvorsitzende
und österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel wollen, dass der
Islam in der Europäischen Union als eine europäische Religion angesehen
wird. Der Islam sei ein Teil Europas und Muslime dürften nicht ausgegrenzt
werden, warnte Barosso, der von einem „europäischen Islam“
sprach. Europa sei groß genug, um auch den Islam aufzunehmen. Die EU müsse
weiterhin Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und die Angst vor dem Islam bekämpfen.
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01.06.2006 Nachrichten>Deutschland
Erneut fremdenfeindlicher Übergriff
In Bielefeld haben zwei Jugendliche einen
Marokkaner angegriffen
Am Sonntag wurde in Bielefeld ein 43-jähriger Marokkaner von zwei Jugendlichen angegriffen. Dabei erlitt das Opfer Stichverletzungen in der Brust, am Unterarm und einen Kratzer im Bauchbereich und musste ins Krankenhaus.
Einer der schätzungsweise 16- bis 18-jährigen Täter
habe das Opfer an der Kehle gegriffen und gesagt: „Der Ausländer
muss raus“, während der zweite Täter ihn mit einem spitzen Gegenstand
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