01.06.2007 Nachrichten>International
Studie über „Bild des Christentums in islamischen Schulbüchern“
In den Lehrbüchern vieler islamischer Staaten wird religiöse Toleranz vermittelt

An den Schulen vieler islamischer Staaten wird religiöse Toleranz vermittelt. Zu diesem Ergebnis kamen Prof. Dr. Johannes Lähnemann von der Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr. Klaus Hock von der Universität Rostock, Patrick Bartsch und PD Dr. Wolfram Reiss, die eine Untersuchung darüber durchführten, welches Bild vom Christentum Schülerinnen und Schülern in islamischen Ländern vermittelt wird. Die Untersuchungen in Ländern wie Türkei, Iran, Ägypten, Palästina, Syrien, Libanon, Jordanien und Algerien zeigten, dass religiöse Toleranz in den Lehrbüchern dieser Länder eine wichtige Rolle spiele.

Auf das Christentum dagegen werde nicht viel eingegangen. Das Christentum werde als Buchreligion und somit als anerkannte Religion betrachtet. „Das Gesamtbild des Christentums ist deshalb nirgendwo absolut negativ. Andererseits gilt das Christentum als unvollkommene Vorläuferreligion des Islam - mit dem Problem von Verfälschungen in seinen heiligen Schriften und mit Lehren, die mit dem Glauben an den einen Gott scheinbar nicht in Einklang zu bringen sind, zum Beispiel der Gottessohnschaft Jesu“, sagten die Forscher. (hv)

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