13.06.2007 Nachrichten>International
Rüstungsausgaben auf Rekordhöhe
Deutschland ist nach den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur der Welt

Nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts „SIPRI“ (Stockholm International Peace Research Institute) wurden im Jahr 2006 etwa 900 Milliarden Euro für militärische Zwecke ausgegeben. Das sind pro Kopf der Weltbevölkerung 137 Euro. Die Rüstungsausgaben stiegen somit um 3,5 Prozent gegenüber 2005. In den letzten zehn Jahren hat es sogar einen Anstieg von 37 Prozent gegeben.

Das Friedensforschungsinstitut macht die USA für diese Entwicklung verantwortlich. Der von ihnen ausgerufene „Krieg gegen den Terror“ habe die Rüstungsausgaben auf Rekordhöhen getrieben. 42 Prozent (396,2 Milliarden Euro) der weltweiten Rüstungsausgaben wurden von den USA getätigt. China gab 37,1 Milliarden Euro für militärische Zwecke aus und überholte damit erstmals Japan.

Auch der internationale Waffenhandel ist deutlich gestiegen, seit 2002 um etwa 50 Prozent. Deutschland ist nach den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur der Welt. Der deutsche Rüstungsexport stieg zwischen 2002 und 2006 auf 6,9 Milliarden Euro. „Die USA und die EU-Länder versorgen weiter die Nahost-Region mit gewaltigen Mengen an Waffen“, sagte der zuständige SIPRI-Experte Siemon Wezeman. Die wichtigsten Abnehmer von Waffen waren 2006 China und Indien. (hv)

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