News-Archiv
Juni 2007

29.06.2007 Freitagspredigt
Hutba – Das Gute gebieten und das Schlechte ablehnen

In unserer heutigen Hutba möchten wir kurz auf ein Thema eingehen, dass für alle Muslime verbindlich ist: Das Gute gebieten und das Schlechte ablehnen. Das Gute und Rechte, arabisch „Marûf”, ist alles, was uns unsere Religion aufträgt und das Schlechte und Unrechte, arabisch „Munkar”, ist alles, was unsere Religion ablehnt. Mit anderen Worten: Alles, was mit dem Koran und der Sunna übereinstimmt, ist „marûf” und alles, was dem Wohlwollen Allahs entgegensteht, sündhaft ist, wird „munkar” genannt. Also bedeutet das Gute zu gebieten, zum Glauben und zum Gehorsam gegenüber Allah aufzurufen. Das Schlechte abzulehnen heißt dementsprechend, dem Unglauben gegenüber Allah entgegenzuwirken.

28.06.2007 Nachrichten>Deutschland
Abschiebeschutz der EU gilt auch für türkische Arbeitnehmer
Türkische Arbeitnehmer, die schon länger in der EU leben, genießen einen Abschiebeschutz wie EU-Bürger

Nach einer neuen Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) in Kassel, können türkische Arbeitnehmer, die mindestens seit zehn Jahren in Deutschland leben, nicht mehr so leicht abgeschoben werden. Sie genießen unter bestimmten Voraussetzungen einen Abschiebeschutz wie EU-Bürger. Nach den Vereinbarungen des europäisch-türkischen Assoziationsrates müsse auch Türken ein erhöhter Ausweisungsschutz zuerkannt werden.

28.06.2007 Nachrichten>Deutschland
Bildungsministerin Schavan will Zuzug von ausländischen Fachkräften erleichtern
Arbeitgeberpräsident Hundt: „Ein Verzicht auf den Zuzug von ausländischen Fachkräften wäre für die deutsche Wirtschaft tödlich“

Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) will auf den Fachkräftemangel in Deutschland reagieren und ausländischen Hochqualifizierten den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erleichtern. „Deutschland muss ganz klar machen, dass es an ausländischen Talenten sehr hohes Interesse hat“, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“. Schavan sprach sich dafür aus, die Verdienstgrenze zu senken. Bisher müssen ausländische Arbeitnehmer etwa 85.500 Euro im Jahr verdienen, um in Deutschland ein Aufenthaltsrecht zu bekommen. Schavan will die Einkommensgrenze auf bis zu 40 000 Euro absenken.

24.06.2007 Nachrichten>Kommentare
Möge unser “Silâ-i Râhim” gesegnet sein
Ein Kommentar von Ilhan Bilgü

Mit den näherrückenden Schulferien beginnt auch die hastige Zeit der Reisevorbereitungen, der sich wohl kaum jemand entziehen kann. Der eine begibt sich auf eine Reise, der andere möchte nur mal abschalten; während sich der Kopf des einen füllt, leert sich der des anderen. Aber für uns und unsere Kinder, die wir im Ausland leben, gibt es keine erfreulichere Reise, als die aufregende und emotional beladene Reise in das Land unserer Väter. Mit viel Anstrengung wird diese Reise vorbereitet. Vor der Reise kann der eine nur noch an seine Mutter, seinen Vater oder seinen Großvater denken. Ein anderer vermisst seine Kinder, Enkel, und Nichten oder hat nur noch seine Verlobte im Sinn. Ein anderer findet in der kurzen Zeit des Urlaubs einen Vetter oder lernt einen Freund kennen, der völlig verschieden ist, aber einem doch irgendwie ähnlich ist. Wieder ein anderer träumt nur von der warmen Sonne und den Meeresstränden.

24.06.2007 Nachrichten>Deutschland
Lehmann gegen rechtliche Gleichstellung des Islam
Katholische Kirche und CDU lehnen eine rechtliche Gleichstellung des Islam mit dem Christentum in Deutschland ab

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, lehnt eine rechtliche Gleichstellung christlicher und nichtchristlicher Religionen in Deutschland ab. „Die Neutralität des Staates im Blick auf die einzelnen Religionen darf nicht mit Gleichgültigkeit und unreflektierter Toleranz gegenüber dem Wirken von Religionen in der Gesellschaft verwechselt werden“, sagte Lehmann bei einem Empfang für die Vertreter der Bundesgerichte in Karlsruhe.

 

23.06.2007 Nachrichten>International
Diskussion über die Beziehung zwischen der Türkei und der EU
Bei einem Panel in Berlin wurde über die politischen Entwicklungen in der Türkei und deren Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei diskutiert

Die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, die an der Veranstaltung teilnahm, wies darauf hin, dass die Türkei eine große Krise und einen schwierigen Wahlkampf durchlebt, dass die Reformen beinahe zum Stillstand gekommen seien, der Nationalismus anwachse sowie die Kurden-Frage erneut aufflamme. Trotz allem, so meint Roth, würde ein Stillstand in der Beziehung mit der Türkei ein Unglück bedeuten.

22.06.2007 Freitagspredigt
Hutba – Gottesdienste gewinnen durch die gute Absicht und Aufrichtigkeit an Wert

Verehrte Muslime,

Das Hauptziel der Religion (Dîn) ist es, dem Menschen ein aufrichtiges und reifes Dasein zu ermöglichen. Dieses Ziel lässt sich aber nur erreichen, wenn man dem Gerechten ein wahrer Diener ist. Der Mensch ist der am weitesten entwickelte unter den Geschöpfen, weshalb er der ehrenvollste unter diesen ist. Allah verlangt von den Menschen, die mit Vernunft begabt sind und das Gute vom Schlechten zu trennen vermögen, dass sie glauben, gute Werke tun und allen anderen Geschöpfen mit Respekt begegnen. Auf diese Weise prüft Allah die Dienerschaft der Menschen. Der Mensch kann diese Prüfung bestehen, indem er Allah mit vollkommenem Glauben und in aufrichtiger Weise anbetet und allen Geschöpfen gegenüber gerecht ist.

20.06.2007 Nachrichten>Deutschland
Neuer Vorstand des Islamrats gewählt

Am 10. Juni 2007 wurde in der Mitgliederversammlung des Islamrates Ali Kizilkaya im Amt des Ratsvorsitzenden bestätigt. Zu stellvertreten Vorsitzenden wurden Frau Gülizar Keskin und die Herren Fuat Mansuroglu sowie Abu Bakr Rieger, zum Generalsekretär Burhan Kesici und zum Schatzmeister Ahmed Mahmoud gewählt. Unverändert blieb die Besetzung des Amtes des Scheikh-ul Islam (Vorsitzender der geistlichen Verwaltung) durch Herrn Sükrü Bulut. Sämtliche Wahlen erfolgten einstimmig.

18.06.2007 Nachrichten>Deutschland
DSW-Studie: „Soziale Herkunft entscheidet über Studium“
Von 100 Akademikerkindern gehen 83 auf eine Hochschule – von Nicht-Akademikerkindern nur 23

Eine Untersuchung des Deutschen Studentenwerkes (DSW) hat ergeben, dass die soziale Herkunft und die Vorbildung der Eltern maßgeblich entscheidend bei der Aufnahme eines Studiums junger Menschen sind. Teilergebnisse der Sozialerhebung, die von Bundesbildungsministerium und DSW am Dienstag in Berlin vorgestellt werden soll, liegten bereits der Deutschen Presse-Agentur dpa vor.

15.06.2007 Freitagspredigt
Hutba - Silâ-i Rahîm

Vor uns liegt wieder die Urlaubsaison und viele von uns werden mit dem Auto, dem Flugzeug oder per Schiff verreisen. Einige von uns werden veilleicht nicht in die Türkei, sondern in andere Länder verreisen, um sich dort zu erholen. Widerrum andere werden zusammen mit ihrer Familie eine Umra antreten und ihren Urlaub auf diese Weise nutzen. Doch der größte Teil unserer Brüder und Schwestern wird sich in die Türkei begeben. In dieser Hutba soll auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht werden, den Urlaub, der an sich weder gut noch schlecht ist, in eine Art Gottesdienst, also eine Ibâda, zu verwandeln. Denn unser Prophet, der Gesandte Gottes Muhammad (saw) hat gesagt: „Die Taten werden gemäß den Absichten beurteilt.“ (Buchârî)

13.06.2007 Nachrichten>Kommentare
Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel !?
Ein Kommentar von Oguz Üçüncü

Als Vallery Giscard D´estaing unter dem Eindruck der durch die erste „globale“ Ölkrise ausgelösten Wirtschaftsrezession die Staats- und Regierungschef der fünf größten Volkswirtschaften 1975 nach Rambouillet in Frankreich lud, wollte er eigentlich nur in „entspannter“ Atmosphäre und vor allem „informell“ über die brennenden Fragen der damaligen Zeit beraten. Dabei ging es zuvorderst um die Eindämmung der Abhängigkeit westlicher Industrienationen von Energieimporten, die Harmonisierung des Welthandels und die Förderung von Entwicklungsländern. Damals hatte die „Gruppe“ noch keinen Namen. Inzwischen firmiert sie als G8 und löst mit ihren jährlichen Treffen inzwischen schon ritualisierte Proteste von Globalisierungsgegnern auf der einen Seite und hysterische Sicherheitsmaßnahmen von den zuständigen Behörden auf der anderen Seite aus. An den Themenstellungen hat sich trotz der teils dramatischen politischen Umbrüche in den letzten 30 Jahren eigentlich nicht viel geändert.

13.06.2007 Nachrichten>Deutschland
OB von Köln schlägt Treffen der Muslime entsprechend des Kirchentags vor
Der Oberbürgermeister von Köln hat ein Treffen von Muslimen nach dem Vorbild des Evangelischen Kirchentags vorgeschlagen

Der Oberbürgermeister von Köln, Fritz Schramma (CDU), hat sich für ein Treffen von Muslimen aus ganz Deutschland in Köln ausgesprochen. „Der wachsende Anteil der muslimischen Bevölkerung in Köln erreicht bald ein Viertel der Gesamtbevölkerung. Deshalb kann ich mir einen solchen Kongress oder ein Treffen in unserer Stadt gut vorstellen“, sagte Schramma am Dienstag der Deutschen Welle. Derzeit seien z wölf Prozent der Einwohner von Köln Muslime.

13.06.2007 Nachrichten>International
Rüstungsausgaben auf Rekordhöhe
Deutschland ist nach den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur der Welt

Nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts „SIPRI“ (Stockholm International Peace Research Institute) wurden im Jahr 2006 etwa 900 Milliarden Euro für militärische Zwecke ausgegeben. Das sind pro Kopf der Weltbevölkerung 137 Euro. Die Rüstungsausgaben stiegen somit um 3,5 Prozent gegenüber 2005. In den letzten zehn Jahren hat es sogar einen Anstieg von 37 Prozent gegeben.

12.06.2007 Nachrichten>International
„Lasst die muslimischen Frauen in Ruhe“
Der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen kritisierte heftig ein gefordertes Verbot des Kopftuches

Die Forderung der dänischen Volkspartei an die dänische Regierung, das Kopftuch der muslimischen Frauen in öffentlichen Räumen und Bildungsanstalten zu verbieten, stieß bei dem dänische Regierungspräsidenten Rasmussen und bei dem Präsident des Höchstgerichtes, Torben Melchior, auf heftige Kritik. Rasmussen äußerte, dass das Tragen des Kopftuches sowohl in Privaträumen als auch in der Öffentlichkeit eine private Angelegenheit ist und sich der Staat daher in keiner Weise einmischen dürfe: „Lasst die muslimischen Frauen damit in Ruhe.“

11.06.2007 Nachrichten>Deutschland
Deutsch-Türkisches Forum der CDU kritisiert Kelek
Metin: „Die Moschee ist ein heiliger Ort für jeden Muslim. Wer mit der Moschee so umgeht in seinen Äußerungen hat möglicherweise eine feindliche Absicht“

Am 6. Juni bezeichnete die Islamkritikerin Necla Kelek in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) die Moscheen als „Keimzellen einer Gegengesellschaft“. Das Deutsch-Türkische Forum der CDU (DTF) hat daraufhin eine Presseerklärung veröffentlicht. Darin kritisiert das DTF Keleks moschee-feindliche Äußerungen und weist auf die Integrationsanstrengungen der Moscheen hin. „Wenn der Hodscha über den hohen Wert der Frau oder über Anpassung und Integration predigt, kann das nur ein Vorteil für die ganze Gesellschaft sein“, heißt es in der Presseerklärung. Es sei auch keine Seltenheit, dass in Moscheen Deutsch- oder Computerkurse angeboten werden.

10.06.2007 Nachrichten>International
Israel installiert fernsteuerbare Maschinengewehre am Gaza-Streifen
Maschinengewehre sollen automatisch schießen, wenn sich Personen der Grenze nähern

Nach Angaben von „Defense News“ installiert Israel am Sicherheitszaun um den Gazastreifen fernsteuerbare Maschinengewehre. Derzeit seien diese Gewehre noch mit einem Kommandozentrum verbunden und würden von Soldaten bedient. Später sollen sie jedoch automatisch schießen, wenn die Kameras eine verdächtige Person ausmachen.

08.06.2007 Freitagspredigt
Hutba – Die Erziehung unserer Kinder und die Sommerkurse

Verehrte Brüder und Schwestern,
Erziehung ist ein nicht zu vernachlässigendes Bedürfnis des Menschen. Der Wohlstand und die Entwicklung der Gesellschaft hängt von der Zahl der gebildeten, qualifizierten Menschen ab. Aus diesem Grund waren in einer von einem “ummi” Propheten überbrachten Religion die ersten Gebote Verse wie “Lies”, “Der durch die (Schreib-)Feder gelehrt hat” und “Bei der Schreibfeder und was sie schreiben”, die die Bedeutung von Erziehung und Bildung herausstellen. Aus diesem Grund haben die Menschen, die dieser Religion angehören, wissend, kultiviert und wohlerzogen zu sein, denn für den Dschahil und die Dschahilijja ist kein Platz in dieser Religion. Aus diesem Grund haben sich die ersten Muslime schon in den ersten Jahrhunderten des Islams sowohl Wissenschaftszweigen wie der Politik, Recht, Wirtschaft und Geschichte, aber auch den Bereichen Physik, Mathematik, Philosophie und Medizin zugewandt. Sie wurden führende Wissenschaftler in ihren Gebieten und hinterließen beachtliche Werke.

08.06.2007 Nachrichten>International
Sarkozy: „Die Türkei hat keinen Platz in Europa“
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will in der EU-Beitrittsdebatte eine neue Strategie vorlegen

Der neugewählte französische Präsident Nicolas Sarkozy hat seine Absicht bekräftigt, einen EU-Beitritt der Türkei zu verhindern. „Ich habe meine Meinung nicht geändert: Die Türkei hat keinen Platz in Europa“, sagte Sarkozy der Zeitung „Le Figaro“. Zudem sagte er: „Nach dem EU-Ratspräsidentschaftstreffen im Juni werde ich eine Strategie vorlegen, die uns einen Weg eröffnen wird, Europa nicht zu spalten und gleichzeitig die Strategie einer Mitgliedschaft nicht länger zu verfolgen.“

06.06.2007 Nachrichten>Deutschland
Kritischer Dialog zwichen dem KRM und der EKD
Muslimische und evangelische Vertreter diskutierten in Mannheim über die Zukunft des Dialogs

Auf Einladung des Koordinationsrates der Muslime (KRM) trafen sich in der Mannheimer Sultan Selim Moschee Vertreter des KRM mit der Leitung der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD). An dem Treffen nahmen neben dem KRM-Sprecher Ayyub Axel Köhler die Vorsitzenden der Mitgliedsorganisationen (Islamrat, Ditib, VIKZ, ZMD) und Vertreter der Mitgliedsorganisationen teil. Für die IGMG nahm der Generalsekretär, Oguz Ücüncü, an der Debatte teil. Von Seiten der EKD waren der Ratsvorsitzende, Bischof Huber, der frühere Bundesjustizminister Jürgen Schmude (SPD), das EKD-Ratsmitglied Hermann Gröhe (CDU) anwesend.

05.06.2007 Nachrichten>Deutschland
Özdemir kritisiert Reform des Zuwanderungsgesetzes
Özdemir: „Die Reform des Zuwanderungsgesetzes ist ein Schritt rückwärts“

Der Grünen-Politiker und EU- Abgeordnete Cem Özdemir hat in einem Kommentar im „Forum Migration Juni 2007“ den Entwurf der Großen Koalition zur Verschärfung des Zuwanderungsgesetzes kritisiert. Die Umsetzung von verbindlichen EU-Richtlinien in nationales Recht werde dafür genutzt, das Asyl- und Aufenthaltsrecht zu verschärfen und nicht, um es weiterzuentwickeln, so Özdemir. Die Einschränkung des Ehegattennachzugs für Zuwanderer aus Nicht-EU-Staaten etwa, wonach nachziehende Ehegatten vor der Einreise Deutschkenntnisse vorweisen müssen, gehöre nicht zu den EU-Familiennachzugs-Richtlinien.

05.06.2007 Nachrichten>International
Menschenrechtsorganisation „amnesty international“ legt Jahresbericht 2007 vor
ai-Bericht: „Immer mehr Regierungen nutzen die Angst vor Terrorismus, um die Menschenrechte weiter einzuschränken“

Laut dem Jahresbericht 2007 der Menschenrechtsorganisation „amnesty international“ (ai) nutzen immer mehr Regierungen die Angst vor Terrorismus, um die Menschenrechte weiter einzuschränken. „Doch wenn die Politik der Angst erfolgreich ist, verbreitet sich ein Denken der Spaltungen, in „Wir“ und „die Anderen“, in Christen und Moslems, Araber und Europäer“, warnt Barbara Lochbihler, Generalsekretärin der deutschen ai-Sektion. Angst sei „eine treibende Kraft der Weltpolitik geworden“.

 

04.06.2007 Nachrichten>Deutschland
Kulturelle Vielfalt fördert Innovationskraft der Unternehmen
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB): „Regionen mit hohem Zuwandereranteil sind erfolgreicher“

Eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab, dass Regionen in Deutschland mit einem hohen Anteil an qualifizierten Zuwanderern erfolgreicher bei der Entwicklung neuer Produkte sind. „Das Wissen und die Fähigkeiten von Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund ergänzen sich bei Forschung und Entwicklung“, erklärt IAB-Forscherin Annekatrin Niebuhr die Studienergebnisse und fordert deshalb eine weitere Erleichterung für die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte. Deutschland könne „ wie andere Einwanderungsländer, nicht unerheblich von der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte profitieren“, sagte sie.

01.06.2007 Freitagspredigt
Hutba - Was bringt das Leben in der Gesellschaft für Pflichten mit sich?

Verehrte Muslime,

der Mensch kann nicht ohne zwei Eigenschaften gedacht werden. Das Erste ist das Bedürfnis zu Glauben. Aus diesem Grund spricht der Glaube den Mensch direkt an und zeigt ihm den Weg zur Glückseligkeit auf. Die zweite Eigenschaft ist das Bedürfnis der Zugehörigkeit zu einer Gruppe und das Zusammenleben mit anderen. Es liegt in der Natur des Menschen, dass er alleine nicht überleben kann. Doch es ist offensichtlich, dass das Zusammenleben auch Pflichten und Rechte mit sich bringt. Dazu gehören soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Gemeinschaftsbewusstsein und gesellschaftlicher Ordnung. Die Religionen sprechen stets Gerechtigkeit und die heiligen Schriften gebieten den Menschen gerecht zu handeln. Verschiedenen Philosophien und Denker weisen immer wieder auf die Bedeutung und Vorteile der Gerechtigkeit für die Menschen hin. Die Muslime haben dabei eine beispielhafte Umsetzung der Begriffe wie Gerechtigkeit und soziales Gleichgewicht verwirklicht.

01.06.2007 Nachrichten>International
Aufruf führender Muslime zur Integration der Muslime in Europa
Bei einem Treffen des Europäischen Fatwa-Rates (EFCR) wurden Muslime in Europa aufgerufen sich zu integrieren ohne ihre Identität zu verlieren

Muslimische Gelehrte appellierten am Rande des Treffens des Europäischen Fatwa-Rates in Sarajewo an die Muslime in Europa, dass sie sich um eine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft bemühen müssten, ohne jedoch von ihrer Identität einzubüßen. Der Generalsekretär des EFCR, Hussein Muhammed Halawa, sagte, dass Muslime in Europa ihre Angst vor einem Identitätsverlust überwinden und sich positiv in die Gesellschaft integrieren sollen, um in besserem Einklang leben zu können.

01.06.2007 Nachrichten>International
Studie über „Bild des Christentums in islamischen Schulbüchern“
In den Lehrbüchern vieler islamischer Staaten wird religiöse Toleranz vermittelt

An den Schulen vieler islamischer Staaten wird religiöse Toleranz vermittelt. Zu diesem Ergebnis kamen Prof. Dr. Johannes Lähnemann von der Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr. Klaus Hock von der Universität Rostock, Patrick Bartsch und PD Dr. Wolfram Reiss, die eine Untersuchung darüber durchführten, welches Bild vom Christentum Schülerinnen und Schülern in islamischen Ländern vermittelt wird. Die Untersuchungen in Ländern wie Türkei, Iran, Ägypten, Palästina, Syrien, Libanon, Jordanien und Algerien zeigten, dass religiöse Toleranz in den Lehrbüchern dieser Länder eine wichtige Rolle spiele.

01.06.2007 Nachrichten>International
UN-Bericht: „ 2,4 Millionen Palästinenser leben in absoluter Armut“
66 Prozent der Palästinenser sind ohne Arbeit

Eine Studie der UN-Agentur für Arbeit ILO, die am Montag in Genf veröffentlicht wurde, berichtet, dass die wirtschaftliche Lage der Palästinenser in den besetzten Gebieten sich weiter verschlechtert hat. Dem Bericht zu Folge leben insgesamt 2,4 Millionen Palästinenser in absoluter Armut. Mehr als zwei Drittel der Haushalten seien von Armut betroffen. Die Zahl der Arbeitslosen liege bei 66 Prozent. „ Immer mehr Menschen leben in Armut, in tiefer Armut und einer Versorgungsunsicherheit als je zuvor“, heißt es in dem Bericht, in dem auf die wiederholten Sperrungen der Grenzen durch Israel hingewiesen wird, die eine Entwicklung der palästinensischen Wirtschaft fast unmöglich machten.

01.06.2007 Nachrichten>International
„Was ich während des Aufenthalts bei einer muslimischen Familie gelernt habe“
Der Parteivorsitzende der Konservativen Partei in England, David Cameron, übernachtete zwei Tage lang bei einer muslimischen Familie

David Cameron, dem der Sieg bei den Wahlen 2009 so gut wie sicher ist, hat zwei Tage lang bei einer muslimischen Familie in Birmingham verbracht, um sich ein besseres Bild über die Probleme der Muslime und ethnischen Minderheiten machen zu können, mit denen sie aufgrund der Integrationspolitik konfrontiert sind. Er hat seine Eindrücke aus diesen beiden Tagen nun in einem Artikel in der Zeitung „The Observer“ veröffentlicht. Cameron aß mit dem Ehepaar Abdullah und Schahida Rahman, bei denen er zu Gast war, am selben Tisch, fuhr mit dessen drei Kindern zur Schule und führte lange Gespräche und teilte ihre Gefühle, die er dann zu einem Zeitungsartikel zusammenfasste, womit er hofft zum Einklang und Gemeinschaftlichkeit im Land beitragen zu können.