07.03.2006 | Nachrichten>International
Amnesty klagt Besatzer im Irak an
14.000 Gefangene ohne Anklage –
Folter an der Tagesordnung
Nach
Angaben von Amnesty International sind mehr als 200 Personen im Irak bereits
länger als zwei Jahre inhaftiert. Die Truppen seien auch für Folterungen
verantwortlich. Laut dem 48-seitigen Bericht dürfen die Internierten in
den ersten 60 Tagen ihrer Gefangenschaft keine Besuche von Anwälten oder
Verwandten bekommen. Amnesty berichtete auch vom Fall eines 47-jährigen
islamischen Predigers, der 2003 von amerikanischen Truppen festgenommen und
gefoltert worden sei. Nach seiner Freilassung sei er im vergangenen Jahr dann
vom irakischen Innenministerium festgesetzt und gefoltert worden. Beide Male
sei er dann freigekommen, ohne dass Anklage erhoben wurde.