01.03.2006 | Nachrichten>Deutschland
kommentar Fitness-Studio führt Deutschzwang ein
Ein Fitness-Studio in Bielefeld hat seine Kunden aufgefordert, ausschließlich Deutsch zu sprechen

fitnessNach Angaben der Zeitung „taz“ habe ein Fitness-Studio in Bielefeld unter dem Vorwand der Integrationsförderung seine Kunden aufgefordert, ausschließlich Deutsch zu sprechen. Demnach durften zwei Kunden in dem Bielefelder Fitness-Studio in der Rohrteichstraße während dem Training nicht mehr Türkisch sprechen. Weil die beiden sich weigerten, bekamen sie zwei Tage später eine Kündigung des Vertrages zugeschickt, hieß es.

Daraufhin hätten die Beiden das Studio angezeigt und dabei von der Landesregierung Unterstützung bekommen. Man werde einen Anwalt kontaktieren, der in einem Antidiskriminierungsbüro arbeite und sich in solchen Fällen auskenne, bestätigte ein Sprecher vom Landesintegrationsminister Armin Laschet (CDU).

Auch Thomas Kufen, der CDU-Integrationsbeauftragte der nordrhein-westfälischen Landesregierung, kritisierte das Vorgehen des Fitness-Studios. Kufen sagte: „In einem Fitnessstudio die türkische Sprache zu verbieten, geht zu
weit.“

Hartmut Reiners vom Anti-Rassismus Informations-Centrum in Duisburg erklärte, dass es Anschuldigungen gegen McFit gäbe, das sie massenweise MigrantInnen abweisen. (hv)

nach oben zurück