16.03.2006 | Nachrichten>International
Irak-Krieg fordert hunderttausende von Todesopfern
Bei den Angriffskriegen der USA gegen den Irak kamen vermutlich über 200 000 Menschen ums Leben

Einer im Oktober 2004 in der Zeitschrift „The Lancet“ veröffentlichten Studie zu Folge, wurden durch den Angriffskrieg der USA mindestens 100.000 Iraker getötet. Die gleiche Zahl wurde vor kurzem von einer AP-Meldung bestätigt, die sich unter anderem auf die Aussagen des ehemaligen Leiters des Leichenschauhauses der irakischen Hauptstadt Baghdad, Dr. Faik Baker, beruft. Seit Beginn des Krieges im Jahr 2003 ist die Zahl der Toten jedes Jahr angestiegen. Im Jahr 2003 wurden alleine in Bagdad 6000 Iraker getötet. Die Zahl der Toten stieg im Jahr 2004 auf 8000 und im Jahr 2005 sogar auf über 10 000. Seit Beginn des Krieges wurden somit allein in das Leichenschauhaus von Bagdad über 24.000 Tote eingeliefert.

Rechnet man die Anzahl der Toten in Bagdad auf die Gesamtbevölkerung des Iraks von etwa 26 Millionen Menschen hoch, so ergibt das eine Zahl von 108 000 getöteten Irakern.

Hinzu kommen noch die Toten bei den zahlreichen tödlichen Offensiven des US-Militärs in anderen irakischen Städten. Außerdem wurden zahlreiche Menschen durch großflächige Verseuchung, zum Beispiel durch den Einsatz von Uranmunition, getötet. Die Zahl „108 000“ beinhaltet ebenso nicht diejenigen, die wegen der verschlechterten Versorgungslage bei der ärztlichen Betreuung, den Nahrungsmitteln oder bei Wasser und Strom getötet wurden.

Es wird vermutet, dass die Gesamtzahl der aufgrund des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges und der anschließenden Besatzung getöteten Menschen auf über 200.000 gestiegen ist. Ein japanisches Bürgertribunal sprach 2004 wegen den Folgen von Uranmunition für Menschen, Tiere und Umwelt von „Totalmord“. (hv)


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