15.03.2007 Nachrichten>International
Menschenrechtsexperten des Europarates werfen Sicherheitskräften in Tschetschenien schwere Misshandlungen an Gefangenen vor
Antifolterkomitee: „ Folter ist in Tschetschenien an der Tagesordnung“

Wie Menschenrechtsexperten des Europarats in Straßburg mitteilten, seien Folter und Misshandlung von Gefangenen in Tschetschenien an der Tagesordnung. Die Sicherheitskräfte würden willkürlich Menschen festnehmen und sie foltern, heißt es in dem Bericht des Antifolterkomitees. Darin werden Folter mit „Schlägen, Erstickung durch eine Plastiktüte oder Gasmaske, Elektroschocks, Aufhängen an den Gliedmassen und Verbrennungen“ aufgezählt. Die Menschenrechtsexperten warfen zudem der Regierung in Moskau vor, nichts gegen die schweren Misshandlungen zu unternehmen: „Die russischen Behörden weigern sich ständig, mit dem Antifolter-Komitee zusammenzuarbeiten.“

Das Komitee fordert, die Folter zu verbieten. Außerdem sollte Gefangenen die Möglichkeit auf einen Anwalt gegeben werden. Die Empfehlungen des Komitees müssten nun umgehend umgesetzt werden, forderte der Generalsekretär des Europarates, Terry Davis, die russische Regierung auf. (hv)

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