22.03.2007 Nachrichten>Deutschland
Neuer Masterstudiengang „Islamische Religionspädagogik“ an der Universität Osnabrück
Absolventen des neuen Studiengangs „Islamische Religionspädagogik“ können Islamische Religion an öffentlichen Schulen unterrichten

Die Universität Osnabrück hat für die Einrichtung des Masterstudiengangs „Islamische Religionspädagogik“ als Erweiterungsfach für das Lehramtsstudium vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur eine Zusage erhalten. Der Vizepräsident für Studium und Lehre, Prof. Dr. Thomas Vogtherr, sagte: „Es ist der erste Studiengang an einer deutschen Universität, in dem die religiös-ethische Erziehung von Muslimen an öffentlichen Schulen angehenden muslimischen Religionslehrern im Sinne der Normen des Grundgesetzes vermittelt werden wird.“ Zu den Lehrinhalten gehören Islamische Theologie, Kenntnisse der Weltreligionen, der Ethik und des islamischen Rechts sowie Koran- und Sprachstudien. Die Absolventen können dann Islamische Religion an öffentlichen Schulen unterrichten.

Seit drei Jahren schon werden unter der Leitung der Universität Osnabrück Lehrer für den Islamunterricht durch ein Fernstudium ausgebildet. Es gibt bereits 24 Absolventen. „Die positiven Erfahrungen und bundesweite Resonanz auf das Weiterbildungsprogramm haben uns bewogen, einen Master-Studiengang einzurichten. Alle Teile der Ausbildung erfolgen unter staatlicher Aufsicht und in deutscher Sprache“, sagte Vogtherr.
Ein geplantes Zentrum für Interkulturelle Islam-Studien soll die interdisziplinäre Vernetzung des Faches gewährleisten und Forschungen unter anderem zur Islamischen Religionspädagogik, Geschichte und Gegenwart des Islams anregen. Dem Beirat werden neben Wissenschaftlern der Universität auch Vertreter von muslimischen Verbänden und des Wissenschafts- und Kultusministeriums angehören. Bewerben können sich Lehramtsstudenten für Grund-, Haupt- und Realschulen. Neben „Islamischer Religionspädagogik“ müssen zwei weitere Fächer studiert werden. Der neue Studiengang beginnt zum Wintersemester 2007/2008. Insgesamt stehen 35 Studienplätze zur Verfügung. (hv)


nach oben zurück