News-Archiv
März 2007
25.03.2007 Nachrichten>Deutschland
Integrationsstaatsministerin sieht meiste
Gewalt in Migrantenfamilien
Integrationsstaatsministerin Maria Böhmer:
„Jede dritte türkischstämmige Frau erleidet Gewalt“
Die
Staatsministerin für Integration, Maria Böhmer, sagte bei der Vorstellung
einer neuen Kampagne gegen häusliche Gewalt in Migrantenfamilien, dass
von Gewalt „besonders häufig Frauen ausländischer Herkunft“
betroffen seien. „Aus Studien wissen wir, dass jede dritte türkischstämmige
Frau in ihrer aktuellen Beziehung Gewalt erleidet, bei den Deutschen ist es
jede siebte“, sagte die Ministerin. Deshalb sollen die Frauen mit einem
Faltblatt über ihre Rechte und Hilfsangebote, wie zum Beispiel Frauenhäuser,
informiert werden. Weil die meisten der Betroffenen nicht über genügend
Deutschkenntnisse verfügten, soll das Faltblatt mit dem Titel „Tatort
Familie. ![]()
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23.03.2007 Freitagspredigt
Hutba- Die Bedeutung des Wissens und die Muslime
der Islam legt sehr großen Wert auf Bildung und Wissen und
hat alle erreichbaren guten Wege zum Wissenserwerb bewilligt. Für den Wissenserwerb
gibt es keine räumlichen und zeitlichen Einschränkungen; er ist uns
von der Geburt bis zum Tod als Pflicht auferlegt. In jedem Lebensabschnitt und
Lebensumstand verlangt Allah teala von Frauen sowie von Männern, sich mit
dem Wissen und der Bildung auseinanderzusetzten. ![]()
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23.03.2007 Nachrichten>International
Gazastreifen weiterhin unter israelischer Besatzung
Israelische Regierung weist Verantwortung über
den Gazastreifen zurück
Die
israelische Regierung hatte im Jahre 2005 ihre Truppen aus dem Gazastreifen
weitgehend abgezogen und die jüdischen Siedlungen aufgelöst. Es bleibt
bis heute ungewiss wer nach der Besatzung die Verantwortung über das Wohl
der Zivilbevölkerung in Gaza trägt. Die Gespräche zwischen UN
und Israel bleiben weitgehend erfolglos. Die israelische Regierung behauptet,
dass durch den Rückzug Israels aus dem Gazastreifen auch ihre Verantwortung
beendet sei. Die israelischen Streitkräfte kontrollieren hingegen weiterhin
die Grenzen und erschweren dadurch Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. Auch
die Ein- und Ausreise der Bevölkerung werden durch Abgaben erschwert. Israel
behält sich auch weiterhin das Recht vor, bei Bedarf auf palästinensisches
Gebiet vorzudringen. ![]()
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22.03.2007 Nachrichten>Deutschland
Muslime lehnen Rechtfertigung von Gewalt durch
den Koran ab
Richterin lehnt Antrag auf vorzeitige Scheidung
ab, mit der Erklärung, der Koran erlaube Gewalt gegen Frauen
Eine 26-jährige deutsche Frau marokkanischer Abstammung,
die von ihrem Mann geschlagen wurde und Morddrohungen erhielt, stellte im Oktober
letzten Jahres beim Frankfurter Amtsgericht einen Antrag auf vorzeitige Scheidung,
weil sie das gesetzlich vorgesehene Trennungsjahr nicht mehr aussitzen wollte.
Der Antrag wurde jedoch abgelehnt. „Die Ausübung des Züchtigungsrechts
begründet keine unzumutbare Härte gemäß Paragraph 1565
BGB“, zitiert die „Frankfurter Rundschau“ aus dem Schreiben
der Richterin. Zu berücksichtigen sei, dass beide Ehepartner aus dem marokkanischen
Kulturkreis stammen. ![]()
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22.03.2007 Nachrichten>Deutschland
Neuer Masterstudiengang „Islamische Religionspädagogik“
an der Universität Osnabrück
Absolventen des neuen Studiengangs „Islamische
Religionspädagogik“ können Islamische Religion an öffentlichen
Schulen unterrichten
Die
Universität Osnabrück hat für die Einrichtung des Masterstudiengangs
„Islamische Religionspädagogik“ als Erweiterungsfach für
das Lehramtsstudium vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft
und Kultur eine Zusage erhalten. Der Vizepräsident für Studium und
Lehre, Prof. Dr. Thomas Vogtherr, sagte: „Es ist der erste Studiengang
an einer deutschen Universität, in dem die religiös-ethische Erziehung
von Muslimen an öffentlichen Schulen angehenden muslimischen Religionslehrern
im Sinne der Normen des Grundgesetzes vermittelt werden wird.“ Zu den
Lehrinhalten gehören Islamische Theologie, Kenntnisse der Weltreligionen,
der Ethik und des islamischen Rechts sowie Koran- und Sprachstudien. Die Absolventen
können dann Islamische Religion an öffentlichen Schulen unterrichten.
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22.03.2007 Nachrichten>International
Beleidigung des Propheten (saw) erhielt
Auszeichnung
Der Herausgeber der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“
wurde für die Veröffentlichung der beleidigenden Propheten-Karikaturen
ausgezeichnet
Die Freie Pressegesellschaft in Dänemark begründete
die Auszeichnung des Herausgebers Flemming Rose damit, dass mit der Veröffentlichung
der Karikaturen Rose „Entschlossenheit und Mut“ gezeigt habe. Außerdem
werde er von der Gesellschaft 20 000 Kronen (2685 Euro) Preisgeld bekommen.
Die Zeitung „Jyllands-Posten“ hatte 2005 40 Zeichner angeschrieben,
mit der Bitte den Propheten Muhammed (saw) zu karikieren. 12 von Ihnen antworteten
mit Karikaturen, die am 30. September 2005 ganzseitig mit der Aufschrift „Muhammeds
Gesichter“ veröffentlicht wurden. Die Karikaturen mit beleidigendem
und verleumderischem Inhalt lösten in der islamischen Welt großen
Aufruhr und Proteste aus. Die Muslime in Dänemark verklagten die Zeitung,
leider erklärten die Richter „Jyllands Posten“ für unschuldig.
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20.03.2007 Nachrichten>Deutschland
Schäuble lobt Fortschritte bei Integration
von Muslimen
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU):
„Der Islam ist ein Teil unseres Landes geworden“
Bundesinnenminister
Wolfgang Schäuble (CDU) sieht bei der Integration von Muslimen in das gesellschaftliche
und politische Leben in Deutschland große Fortschritte. Der Islam ist
„ein Teil unseres Landes geworden. Wir gehen mehr aufeinander zu“,
sagte er. Schäuble begrüße, dass die muslimischen Verbände
„Pluralismus in ihren eigenen Reihen“ akzeptierten und sich darum
bemühten, „Religionsunterricht an staatlichen Schulen mit Vertretern
des Islam“ zu ermöglichen. Der Innenminister lobte zudem die Verurteilung
des Terrors durch die Muslime und den Appell des Islamrats zur Freilassung der
deutschen Geiseln im Irak. ![]()
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19.03.2007 Nachrichten>Deutschland
Islamrat fordert sofortige Freilassung der
deutschen Geiseln
Islamratsvorsitzender: „ Entführung
hat mit dem Wesen des Islam nichts zu tun“
Der Islamrat für Deutschland hat die Entführer der beiden
deutschen Geiseln im Irak aufgefordert, sie sofort freizulassen. Eine solche
Tat habe mit dem Wesen des Islam nichts zu tun, sagte der Ratsvorsitzende Ali
Kizilkaya und appellierte im Namen der Menschlichkeit an die Entführer,
die Geiseln unverzüglich freizulassen. Die beiden Deutschen, Hannelore
Krause (61) und ihr Sohn (20) waren am 6. Februar im Irak verschleppt worden.
Die Entführer drohten in einer Video-Botschaft mit der Ermordung ihrer
Geiseln, sollten deutsche Soldaten nicht aus Afghanistan abziehen. ![]()
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19.03.2007 Nachrichten>International
“Die Einheit Iraks hat höchste Priorität”
Der Generalsekretär der OIC spricht sich
für die Einheit Iraks mit stabiler Regierung und demokratischer Gesetzgebung
aus
Ekmeleddin
Ihsanoglu, Generalsekretär der OIC, äußerte sich gegenüber
der Nachrichtenagentur Reuters: „Die Einheit Iraks hat höchste Priorität“.
Dafür müssten alle Gruppen im Irak und auch seine Nachbarländer
mit der internationalen Gesellschaft zusammenarbeiten. Ein Bürgerkrieg
im Irak würde den ganzen Nahen Osten negativ beeinflussen und das internationale
Dasein bedrohen, so Ihsanoglu. In den vergangenen 14 Jahrhunderten der islamischen
Geschichte habe keine vergleichbare Katastrophe, wie der Irak-Krieg, stattgefunden.
„Der Grund für die schweren Ereignisse sind aufeinander folgende
Fehlentscheidungen, Missverständnisse und falsche Herangehensweisen. Leider
können wir in dieser Hinsicht auch weiterhin keine richtigen Schritte beobachten“,
so Ihsanoglu. ![]()
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19.03.2007 Nachrichten>Deutschland
Türken als Mieter unerwünscht
Laut einer Umfrage in Nordrhein-Westfalen haben
Türken kaum Chancen, eine Wohnung zu finden
Die in Nordrhein-Westfalen durchgeführte Umfrage belegt,
dass nur die Erwähnung eines türkischen Namens den Weg zur Wohnungsfindung
erschwert. Die Umfrage wurde in zehn Städten, in denen viele Türken
leben, über das Internet durchgeführt. Die Ergebnisse sind besorgniserregend
und deuten darauf hin, dass diese Diskriminierung zu Gettoisierung führen
kann. Der Verein Planerladen in Dortmund setzt sich mit Diskriminierungsfällen
bei Migranten, die auf Wohnungssuche sind, auseinander und führte in diesem
Rahmen die Umfrage durch. 42 Prozent der Vermieter antworteten nicht auf den
Antrag von Türken. Hingegen gaben sie auf Antrag mit deutschem Namen ihre
Zusage. ![]()
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18.03.2007 Nachrichten>International
Palästinenser gründen neue Regierung
Palästinenser-Gruppen Hamas und Fatah haben
eine Einheitsregierung gegründet
Nach
langem Streit zwischen den Gruppen Hamas und Fatah ist die Bildung einer palästinensischen
Einheitsregierung nun abgeschlossen. Laut der Kabinettsliste, die Palästinenser-Präsident
Mahmud Abbas vorgelegt wurde, wird Hani al Kawasm der neue palästinensische
Innenminister. Er steht, wie auch der neue Außenminister Siad Abu Amir,
der Hamas nahe. Der zukünftige Finanzminister ist Salam Fajad von der Fatah.
Fajad ist ehemaliger Weltbank-Manager und wird von den USA und Europa geschätzt.
Informationsminister wird Mustafa Barghuti. Aufgabengebiete wie Soziales, Gesundheit
oder Religion sowie das Premiersamt erhielt die Hamas. Vizepremier wird Assam
al Ahmed von der Fatah. ![]()
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16.03.2007 Freitagspredigt
Hutba- Frauenrechte
Verehrte Geschwister,
einer der wichtigsten Anrechte, die mit dem Islam wieder im Leben der Menschheit
Eingang gefunden hat, sind die zuvor weitestgehend verloren gegangenen Rechte
der Frauen. Zu dieser Zeit wurde darüber diskutiert, ob die Frauen menschliche
Wesen sind oder nicht. Sie hatten weder soziale noch wirtschaftliche Rechte.
In machen Regionen hatten Frauen noch nicht einmal ein Recht auf Leben. In einigen
Ländern wurden sie sogar bei lebendigem Leibe begraben. Dazu heißt
es im Koran: „Und wenn das lebendig begrabene Mädchen gefragt
wird, um welcher Schuld willen es getötet wurde.“ (Takvir
8-9) ![]()
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16.03.2007 Nachrichten>Deutschland
Menschenrechtsorganisationen warnen vor
Verschärfung des Zuwanderungsgesetzes
Sozialverbände und Menschenrechtsorganisationen
werfen Regierung „Missbrauch“ von EU-Recht vor
Mehrere Menschenrechtsorganisationen und Sozialverbände haben
die geplante Verschärfung des Zuwanderungsgesetzes kritisiert und der großen
Koalition „Missbrauch“ von EU-Recht vorgeworfen. Die Gesetze, die
von der EU zum besseren Schutz von Ausländern erlassen wurden, würden
dazu missbraucht, um das deutsche Ausländerrecht zu verschärfen, hieß
es. Bei der Vorstellung der gemeinsamen Stellungnahme von Amnesty, Caritas,
Diakonie, Pro Asyl, der Arbeiterwohlfahrt und mehreren Juristenverbänden
zum Gesetzentwurf sagte Pro Asyl-Geschäftsführer Günter Burckhardt:
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16.03.2007 Nachrichten>Deutschland
UNI München auf Hexenjagd nach sog. Islamisten
Appell vom Verfassungsschutz angeregt - Studenten
und Mitarbeiter sollen auf „Auffälligkeiten“ achten
Nach einem Bericht der „Financial Times Deutschland“
hat die Ludwig-Maximilians-Universität München ihre Mitarbeiter per
E-Mail aufgefordert, muslimische Fundamentalisten zu melden. Laut der Zeitung
heißt es in der Aufruf, dass „verdächtig erscheinende Wahrnehmungen,
die Rückschlüsse auf eine islamisch-fundamentalistische Haltung zulassen“,
unverzüglich mitzuteilen seien. Absender der Mail sei ein Abteilungsleiter,
den die Universitätsleitung vor kurzem als Ansprechpartner für den
bayerischen Verfassungsschutz ernannt habe. Der Kanzler der Uni, Thomas May,
bestätigte der FTD, dass die E-Mail am Montag auf Anregung des Landesamts
für Verfassungsschutz verschickt worden sei. ![]()
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15.03.2007 Nachrichten>International
Menschenrechtsexperten des Europarates
werfen Sicherheitskräften in Tschetschenien schwere Misshandlungen an Gefangenen
vor
Antifolterkomitee: „ Folter ist in Tschetschenien
an der Tagesordnung“
Wie
Menschenrechtsexperten des Europarats in Straßburg mitteilten, seien Folter
und Misshandlung von Gefangenen in Tschetschenien an der Tagesordnung. Die Sicherheitskräfte
würden willkürlich Menschen festnehmen und sie foltern, heißt
es in dem Bericht des Antifolterkomitees. Darin werden Folter mit „Schlägen,
Erstickung durch eine Plastiktüte oder Gasmaske, Elektroschocks, Aufhängen
an den Gliedmassen und Verbrennungen“ aufgezählt. Die Menschenrechtsexperten
warfen zudem der Regierung in Moskau vor, nichts gegen die schweren Misshandlungen
zu unternehmen: „Die russischen Behörden weigern sich ständig,
mit dem Antifolter-Komitee zusammenzuarbeiten.“
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14.03.2007 Nachrichten>Deutschland
Einigung im Bleiberecht für geduldete
Migranten
Grünen-Chefin Claudia Roth: Vom Bleiberecht
profitieren nur „Menschen, die verwertbar sind aus ökonomischen Gründen“
Der jahrelange Streit um das Bleiberecht für langjährig
geduldete Migranten ist nun beendet.Die große Koalition einigte sich am
Montagabend darauf, dass langjährig in Deutschland Geduldete arbeiten dürfen.
Bis dahin sollen sie jedoch keine höheren Sozialleistungen bekommen. Außerdem
wurde beschlossen, dass die Familien der Betroffenen nicht nachziehen dürfen.
Ein Elterngeld wurde ebenfalls ausgeschlossen.
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14.03.2007 Nachrichten>Deutschland
Deutschlandradio-Intendant Elitz gegen „wöchentliche
islamische Predigt“
Deutschlandradio-Intendant,
Ernst Elitz, hält Informationen über Unterschiede und Konflikte zwischen
den Weltreligionen für nötiger, als dass andere Religionen im öff
entlich-rechtlichen Fernsehen eine Sendezeit erhalten
Der Intendant des Deutschlandradios, Ernst Elitz, hält islamische
Sendungen wie das „Wort zum Freitag“ im öffentlich-rechtlichen
Fernsehen für keine gute Idee. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk
könne nicht Organisator einer „islamischen Ökumene“ werden,
so Elitz. Diedie europäische und die deutsche Kultur seien christlich geprägt.
Deshalb hätten christliche Kirchen bei Information und Verkündigung
eine Vorrangstellung. ![]()
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13.03.2007 Nachrichten>Deutschland
Innenministerium sieht nach Droh-Botschaften
keine erhöhte Gefahrenlage
Terrorismusexperte Steinberg: „Entführer
haben kriminelle Motive“
Nach dem am Wochenende zwei Videos veröffentlicht wurden,
in denen Deutschland aufgefordert wird, seine Soldaten aus Afghanistan abzuziehen,
erklärte das Bundesinnenministerium, es sei nicht von einer erhöhten
Gefahrenlage auszugehen. Es gebe keine Anzeichen für eine konkrete Gefahr,
sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm. Die Drohungen in den Videos würden
jedoch ernst genommen. Außenamtssprecher Martin Jäger sagte, dass
die Botschaften in den Videos Teil einer Eskalationsstrategie seien. „Wir
sollten nicht den Fehler machen, uns in die Strategie einzuordnen“, sagte
er. ![]()
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10.03.2007 Nachrichten>International
Israelische Soldaten benutzten kleines Mädchen
als menschlichen Schutzschild
Laut der Menschenrechtsorganisation B'Tselem
haben israelische Soldaten ein kleines Mädchen als menschlichen Schutzschild
benutzt, als sie ein Haus stürmten
Laut
der israelischen Menschenrechtsorganisation „ B'Tselem“ hat die
israelische Armee ein kleines palästinensisches Mädchen als Schutzschild
missbraucht. Demnach hätten israelische Soldaten w ährend der Militäraktion
Anfang März in Nablus im Westjordanland die elfjährige Dschihan Daadusch
als menschlichen Schutzschild benutzt, als sie ein Haus stürmten. Das kleine
Mädchen habe B'Tselem mitgeteilt, israelische Soldaten hätten ihr
mit der Festnahme gedroht, wollte sie nicht zu der Operation mitkommen. Später
habe man sich bei ihr bedankt und gesagt, sie solle niemandem darüber etwas
sagen. „Ich hatte Angst, dass sie mich töten oder ins Gefängnis
bringen“, habe das Mädchen gesagt. ![]()
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09.03.2007 Freitagspredigt
Hutba- Die universelle Botschaft des Korans (3)
Verehrte Muslime,
in unserer letzten Hutba hatten wir einige Lebensprinzipien des
Korans angesprochen, die von den Menschen zu jedem Zeitpunkt angewendet werden
können. Diesmal möchte ich die Hutba über fünf grundsätzliche
Verbote des Korans halten und sie genauer ausführen. Diese sind: 1-
Allah teala andere Götter beigesellen; 2- Ungehorsam gegenüber den
Eltern; 3- das Töten; 4- die Bestechung; 5- üble Nachrede und Lästerei.
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08.03.2007 Nachrichten>Deutschland
VGH Mannheim: Streit um Kopftuchverbot für
muslimische Lehrerinnen geht weiter
Verwaltungsgerichtshof Mannheim hat die Berufung
des Landes gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart zugelassen
Im Rechtsstreit um das Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen
in Baden-Württemberg hat jetzt der Verwaltungsgerichtshof Mannheim die
Berufung des Landes gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart zugelassen
(Az.: 4 S 516/07). Das teilte ein VGH-Sprecher am 06.03.2007 mit. Das VG hatte
im Juli 2006 eine dienstliche Weisung des damals zuständigen Oberschulamtes
aufgehoben und damit der Klägerin, einer zum Islam übergetretenen
Lehrerin einer Grund- und Hauptschule in Stuttgart-Bad Cannstatt, erlaubt, ihren
Dienst in der Schule mit Kopftuch zu verrichten. Das VG war in dem Verfahren
vor einem Jahr zwar mit der Schulbehörde davon ausgegangen, dass die Klägerin
durch das Tragen des Kopftuchs im Unterricht gegen das im baden-württembergische
Schulgesetz (§ 38 Abs. 2 BWSchulG) neu aufgenommene Verbot der Abgabe religiöser
Bekundungen an öffentlichen Schulen verstoße; auch sei dieses gesetzliche
Verbot mit höherrangigem Recht vereinbar. ![]()
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07.03.2007 Nachrichten>Deutschland
Politiker begrüßen Zusammenschluss
der größten islamischen Verbände in Deutschland
SPD-Innenexperte Wiefelspütz: „Gemeinsamer
Dachverband ist ein Schritt in die richtige Richtung“
Mehrere Politiker begrüßten die Pläne der vier
größten islamischen Organisationen in Deutschland, einen gemeinsamen
Dachverband zu gründen. Die „Türkisch-islamische Union der Anstalt
für Religion (Ditib), der Islamrat (IR), der Zentralrat der Muslime (ZMD)
und der Verband islamischer Kulturzentren (VIKZ) hatten angekündigt, sich
noch in diesem Jahr zu einem Verein zusammenschließen. ![]()
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06.03.2007 Nachrichten>Deutschland
Muslimische Akademikerinnen mit Kopftuch
haben kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt
Wirtschaftswissenschaftlerin Monika Huesmann:
„Schon ein arabisch oder türkisch klingender Namen ist ein Hindernis
bei der Bewerbung“
In einem Beitrag berichtet der „Spiegel Online“, dass
muslimische Akademikerinnen kaum berufliche Chancen in Deutschland haben. Anstelle
von qualifizierten Jobs würden daher viele im Familienbetrieb helfen. Als
Beispiel hierzu wird eine 28-jährige Frau erwähnt, die Zahnmedizin
studierte, weil sie als Kopftuchträgerin keine Aussicht darauf hatte, als
Lehrerin arbeiten zu dürfen. Erst nach über 130 erfolglosen Bewerbungen
habe sie ein Zahnarzt gefunden, bei dem sie zum Dumpinglohn ihre Assistenz mache.
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06.03.2007 Nachrichten>Deutschland
Deutsch-Türkisches Forum der CDU kritisiert
Äußerungen von CSU-Generalsekretär Söder über das
muslimische „Forum zum Freitag“
Deutsch-Türkisches Forum (DTF): „Die
Absicht des ZDF wird vom DTF sehr begrüßt“
Das Deutsch-Türkische Forum (DTF) der CDU hat in einer Pressemitteilung
die Äußerungen des CSU-Generalsekretärs
Markus Söder über das geplante „Forum zum Freitag“ des
ZDF scharf kritisiert. Darin heißt es: „Die Bezeichnung „Moschee-Sender“
durch Herrn Söder ist falsch, unverantwortlich und polemisch.“ Söder
hatte der „Bild am Sonntag“ gesagt: „ Deutschland braucht
keinen Moschee-Sender. Dafür sind Gebührengelder nun wirklich nicht
da.“ Der Vorsitzende des Deutsch-Türkischen Forums, Bülent Arslan,
machte dagegen darauf aufmerksam, dass es „immerhin eine nicht unerhebliche
Zahl an muslimischen GEZ-Gebührenzahlern in Deutschland gibt“. Zudem
deutete die DTF darauf hin, dass die redaktionelle Verantwortung beim ZDF liegt.
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05.03.2007 Nachrichten>Deutschland
SWR kündigt islamisches Internetforum
an
Der SWR will Muslimen in Deutschland ein „Islamisches
Wort“ im Internet anbieten
Nach
dem ZDF hat nun auch der Südwestrundfunk (SWR) für Muslime ein Internetforum
angekündigt. Mit dem Forum „Islamisches Wort“ soll „Muslimen
die Möglichkeit gegeben werden, authentisch von ihrem Glauben zu berichten“.
SWR-Intendant Peter Voß sagte: „Die meisten Muslime in Deutschland
wollen diesen Staat bejahen und sind nicht fundamentalistisch.“ Dadurch
sollen zudem auch Nicht-Muslime authentische Informationen über den Islam
bekommen. Wie auch bei dem ZDF soll die redaktionelle Verantwortung bei SWR
liegen, der auch die muslimischen Autoren auswählen werde. „Wir werden
aber natürlich bei der Auswahl islamische Gruppen und Verbände zu
Rate ziehen, mit denen wir zusammenarbeiten wollen“, betonte Voß.
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05.03.2007 Nachrichten>International
Zwangsheirat „keine Frage der Religion“
Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger:
„Das Thema Zwangsheirat lässt sich nicht auf eine bestimmte Gruppe
oder Religion einschränken“
Eine erste Studie zu diesem Thema in Wien belegt, dass Zwangsverheiratungen
keine religiösen Hintergründe haben. Die Wiener Frauenstadträtin
Sandra Frauenberger betonte: „Es ist viel weniger eine Frage der Religion
und viel mehr eine Frage der Ehre.“ So seien etwa Frauen mit griechischem
oder indischem Migrationshintergrund gleichermaßen von Zwangsverheiratungen
betroffen, wie türkische Frauen. Die Betroffenen seien nicht nur Muslime,
sondern auch Christen und Hindus. Frauenberger warnte zudem, dass das Problem
der Zwangsverheiratung kein Integrations-, sondern ein Gewaltthema sei. ![]()
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04.03.2007 Nachrichten>International
Englische Medien von Vorurteilen gegen
Muslime geprägt
Laut einer Umfrage der Islamischen Menschenrechtskommission
(IHRC) glauben 86 Prozent der in London lebenden Muslime, dass englische Medien
Vorurteile gegen Muslime hegen
Die
Ergebnisse der in ganz Großbritannien durchgeführten Umfrage besagen,
dass die im Land lebenden Muslime der Ansicht sind, englische Zeitungen und
Fernsehkanäle gäben ein verzerrtes Bild über den Islam ab. Rund
1000 befragte Muslime meinten, die Art, wie die englischen Medien die Wörter
wie Terror, Bombenanschlag, Radikale mit Muslimen in Verbindung bringen würden,
sorge für Missverständnisse. ![]()
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04.03.2007 Nachrichten>Deutschland
Verpflichtende Abschlusstests für
Integrationskurse geplant
Migranten sollen am Ende von Integrationskursen
an Abschlusstests teilnehmen
In Zukunft sollen am Ende von Integrationskursen verpflichtende
Abschlusstests stattfinden. Darauf einigten sich die Fraktionen des Bundestags,
der Präsident des Bundesamtes für Integration und Flüchtlinge,
Albert Schmid, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Maria Böhmer
und die Gutachter der Firma Ramboll, die im Auftrag des Innenministeriums die
Zuwanderungskurse untersucht hatten. Die Firma Ramboll bewertete die Integrationskurse
„in ihrer derzeitigen Form“ als „eine deutliche Verbesserung
der deutschen Integrationspolitik“. Bis Ende 2006 hätten 250.000
Teilnehmer an insgesamt 16.850 Kursen teilgenommen. ![]()
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02.03.2007 Freitagspredigt
Die universelle Botschaft des Korans (2)
Verehrte Muslime,
wir
werden in dieser Hutba mit dem Thema „die universelle Botschaft des Korans“
fortfahren. Der Koran ist ein Buch, das Antworten zu Fragen und Probleme der
heutigen, ständig wachsenden und sich verändernden Welt bereit hält.
Obwohl es vor 1400 Jahren offenbart wurde, beinhaltet es Prinzipien und Grundsätze
für die Bedürfnisse der Menschen in diesem Zeitalter. Wenn wir diese
Grundsätze gut analysieren, wird uns auffallen, dass sie auf alle Zeiten
anwendbar sind. In dieser Hutba werden wir fünf dieser Grundregeln etwas
näher ausführen. ![]()
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01.03.2007 Nachrichten>Deutschland
CSU-Generalsekretär Söder hält
muslimisches „Forum zum Freitag“ für Verschwendung von Gebührengeldern
CSU-Generalsekretär Markus Söder:
„ Deutschland braucht keinen Moschee-Sender“
Der CSU-Generalsekretär Markus Söder hat die Pläne
von ZDF zum „Forum zum Freitag“ im Internet scharf kritisiert. „Deutschland
braucht keinen Moschee-Sender“, sagte er der „Bild am Sonntag“.
Söder glaubt, dass ein solches Forum die Integration nicht fördere,
sondern Parallelgesellschaften bestärke. Das ZDF hatte zuvor erklärt,
dass das Projekt sich auch auf die Deutsche Gesellschaft richten wird, um über
den Islam zu informieren. Söder glaubt jedoch, die Integration könne
besser gefördert werden wenn „statt über Islamkunde zu reden
mehr über unsere Werte und unsere Alltagskultur berichtet“ wird.
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01.03.2007 Nachrichten>International
Serbien hätte Völkermord verhindern
können
Ermordung von 8000 Muslimen in Srebrenica wurde
als Völkermord eingestuft
Der
Internationale Gerichtshof der UNO (IGH) hat das Massaker von Srebrenica, bei
dem 8000 Muslime ermordet wurden, als Völkermord eingestuft. Die Richter
urteilten jedoch, dass Serbien (damals Jugoslawien) für den Völkermord
nicht verantwortlich gemacht werden könne und wiesen damit eine Völkermord-Klage
Bosnien-Herzegowinas ab. Serbien habe nicht direkt mit dem Völkermord etwas
zu tun, hätte ihn aber verhindern können, hieß es. Nach dem
Urteil „ waren es Völkermord-Taten, die die Armee der bosnischen
Serben in Srebrenica begangen hat“. Die Richter seien zu dem Ergebnis
gekommen, dass es „keine Anweisungen“ aus Belgrad gegeben habe,
sondern Führungsmitglieder der bosnischen Serben den Völkermord begangen.
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