News-Archiv
Mail 2006

29.05.2006 Nachrichten>Deutschland
Islamrat begrüßt den Vorschlag für eine Islam-Konferenz
Islamratsvorsitzender: „ Das Angebot von Bundesinnenminister Schäuble ist ein wichtiger Schritt in die Normalität“

Der Vorsitzende des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland, Ali Kizilkaya, begrüßte den Vorschlag von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble für eine Islam-Konferenz im September, bei der Vertreter von Bund, Ländern und Gemeinden mit den Vertretern muslimischer Organisationen zusammensitzen werden. Kizilkaya sagte: „Die Politik hat die Muslime bisher regelrecht ignoriert. Der Islam wird noch immer als „Auslandsreligion“ behandelt, dabei ist er längst in Deutschland angekommen. Wir sind deutsche Staatsbürger, das hat die Politik bisher nicht zu lesen verstanden. Das wird hoffentlich anders. Es bewegt sich etwas. Und das ist wichtig und richtig.“

27.05.2006 Nachrichten>International
Bangladesch schiebt 21.000 Muslime nach Burma ab
Bangladesch zwingt 21.000 Muslime in den Verfolgerstaat Burma zurückzukehren

Wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) berichtete, sollen 21.000 muslimische Rohingya-Flüchtlinge von Bangladesch nach Burma zurückgeführt werden. „Die Rohingya zählen weltweit zu den am wenigsten bekannten Flüchtlingsgruppen, obwohl Hunderttausende aus Burma fliehen mussten“, sagte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius. In Burma werden die Rohingya wegen ihres muslimischen Glaubens und ihrer Abstammung massiv diskriminiert und verfolgt.

26.05.2006 Freitagspredigt
Hutba- Solidarität und Brüderlichkeit im Islam

Verehrte Brüder und Schwestern,

Allah teala sagt im Koran: „Die Gläubigen sind Brüder“ (Hudschurat 10)

Der Islam verbindet alle gläubigen Frauen und Männer mit dem Bund des Glaubens. Mit diesem Glaubensbund werden die Muslime, ganz gleich auf welchem Erdteil sie sich befinden, niemals vergessen, dass sie Brüder sind. So werden sie ihr Leid, ihre Schmerzen sowie ihr Glück und ihre Freude miteinander teilen.

25.05.2006 Nachrichten>Deutschland
Schäuble plant Islam-Konferenz
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble will ein „Gesellschaftsvertrag“ mit Muslimen schließen

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) plant einen „ Gesellschaftsvertrag“ mit muslimischen Organisationen in Deutschland. Der Vertrag soll Vereinbarungen über zentrale Fragestellungen des Zusammenlebens enthalten. In dem Vertrag soll es unter anderem um die bundesweite Einführung eines islamischen Religionsunterrichts in deutscher Sprache, der unter staatlicher Aufsicht durch in Deutschland ausgebildete Lehrer erfolgen soll, und um die Ausbildung von Imamen zur Beherrschung der deutschen Sprache gehen.

25.05.2006 Nachrichten>International
Schweizer Geheimdienst wollte den Leiter des Islamzentrums in Genf eliminieren
Ein Ex-Spion des Schweizer Inlandgeheimdienstes sagte, er sei beauftragt worden, dem Leiter des Islamzentrums in Genf, Hani Ramadan, Beweise für terroristische Aktivitäten zu unterjubeln

Der Ex-Spion Claude Covassi hat angegeben, vom Inlandgeheimdienst DAP im Jahr 2005 beauftragt worden zu sein, dem Leiter des Islamzentrums in Genf, Hani Ramadan, Beweise für terroristische Aktivitäten zu unterjubeln. Covassi erklärte seinen Auftrag: „Ich sollte in die elektronische Datenbank des Islamzentrums die Namen von Muslimen einfügen, die von Genf aus in den Irak gingen. In Syrien sollte ich von künftigen Kämpfern verlangen, dass sie eine Art Testament zuhanden ihrer Familien schrieben. Und das in Form eines Briefs, in dessen Briefkopf die Adresse des Islamzentrums in Genf stand. Diese Briefe sollte ich unbemerkt im Büro von Hani Ramadan deponieren.“

23.05.2006 Nachrichten>International
IHRC kritisiert Einbürgerungstest für muslimische Einbürgerungsbewerber
Islamic Human Rights Commission (IHRC): „Deutsche Islampolitik zielt auf die Unterentwicklung der Muslime ab“

„Die meisten Fragen beim baden-württembergischen und hessischen Einbürgerungstest zielen darauf ab, den Muslim von seiner Religion zu trennen“, und „die deutsche Islampolitik zielt auf die Unterentwicklung der Muslime ab“, zu diesen Ergebnissen kam die Londoner Islamische Menschenrechtskommission, Islamic Human Rights Commission (IHRC), in ihrem Bericht zum baden-württembergischen und hessischen Einbürgerungstest.

23.05.2006 Nachrichten>Deutschland
Fremdenfeindlicher Angriff auf Berliner Abgeordneten
Berliner Abgeordneter Giyasettin Sayan wurde von zwei Rechtsextremisten angegriffen und schwer verletzt

Der Berliner Abgeordnete Giyasettin Sayan wurde zum Opfer eines fremdenfeindlichen Angriffs. Laut der Polizei beschimpften ihn seine Angreifer mit den Worten „scheiß Ausländer, scheiß Türke“ und schlugen auf ihn ein. Daraufhin ergriffen die beiden Männer zwischen 20 und 25 Jahren die Flucht. Sayan sei anschließend mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Berlins Bürgermeister Wowereit verurteilte „diese übelste Form der Gewalt auf das Schärfste“. Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau, die Sayan bereits im Krankenhaus besuchte, sagte: „Der feige Überfall beweist einmal mehr, wie unsinnig der Medienstreit über die Heye-Äußerungen ist.“

23.05.2006 Nachrichten>Wissenschaft
Aufruf für eine differenziertere Mediendarstellung
Das Institut für Medienforschung startet eine Unterschriftenaktion gegen diffamierende Medienberichterstattung

Das Institut für Medienverantwortung (IMV) in Erlangen startet eine Aufrufaktion, um einen „verantwortungsbewussteren Umgang mit Darstellungen“ aus bundes- und europaweiten Medien zu erreichen. Nicht selten käme beispielsweise der Islam in Verbindung mit Gewaltsymbolen in Verruf.


Die Basis des Imans: Der Glaube an Allah

Der Glaube an das Dasein Allah tealas ist die erste Glaubensgrundlage, die ein Muslim zu verinnerlichen hat. Zwei Glaubensinhalte der “Sechs Glaubenssäulen” heben sich besonders hervor. Dies sind der Glaube an Allah und der Glaube an den Jüngsten Tag. In diesem Beitrag wollen wir genauer auf den Glauben an Allah eingehen.

 

20.05.2006 Nachrichten>Deutschland
Ausländerbehörde in Bayern verhindert die Integration einer jungen Asylbewerberin aus Äthiopien
Leiter der Ausländerbehörde: „Wir werden ihr den weiteren Aufenthalt so unerträglich wie möglich machen.“

Die 19-jährige Asylbewerberin Selam aus Äthiopien, die Analphabetin war und deshalb seit November 2004 das vom bayerischen Kultusministerium als staatliche Ergänzungsschule anerkannte Schlau-Projekt („Schulanaloger Unterricht für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“) besuchte, darf trotz Fortschritte und guter Aussichten auf einen Abschluss nicht zur Schule gehen. Das zuständige Ausländeramt verbietet ihr den weiteren Schulbesuch, weil zuviel Integration ihre spätere Abschiebung erschweren könnte.

19.05.2006 Freitagspredigt
Hutba- Die guten Taten

„Wahrlich, die guten Taten tilgen die bösen...“ (11:114) daran erinnert uns unser Herr in unserer heiligen Schrift, dem Koran. Denn der Koran ist ein Buch, das uns an die guten Taten erinnert und uns von den schlechten Taten zurückhält.
Unser Glaube schenkt der Menschheit und dem Universum eine Bedeutung. Sie erklärt uns, uns selbst und sie umfasst und beeinflusst jeden Aspekt unseres Lebens als Individuen oder als Gemeinschaft. Da der Mensch in der Schöpfung das vollkommenste Wesen ist, trägt er gewisse Verantwortungen gegenüber seinen Mitmenschen und seinem Umfeld. Seine wesentlichen Aufgaben liegen darin, dass er alleine Allah teala anbetet und sein Umfeld mit Fürsorge und Barmherzigkeit behandelt.

19.05.2006 Nachrichten>Deutschland
Grüne wollen mehr für Integration investieren
Berliner Grünen wollen bezirkliche Ausländerbehörden, um einen engeren Kontakt mit Migranten aufzubauen

Die Berliner Grünen fordern mehr Integrationsmaßnahmen. „Ein Integrationsbeauftragter reicht nicht. Integration muss bei der Senatskanzlei und dem Regierenden Bürgermeister angesiedelt sein“, sagte Fraktionschef Volker Ratzmann und fügte hinzu, die große Koalition solle sich ein Beispiel an Stuttgart nehmen, wo Integration in den Aufgabenbereich des Oberbürgermeisters falle. Ratzmann glaubt, dass Berlin in Sachen Integrationspolitik eine deutsche Modellstadt werden könnte.

 

18.05.2006 Nachrichten>International
Rund 15 Millionen Muslime in der Europäischen Union
Zentralinstitut Islam-Archiv Deutschland: „3,3 Prozent der EU-Bevölkerung sind Muslime“

Neueste Zahlen des „Zentralinstituts Islam-Archiv Deutschland“ (ZIAD) zeigen, dass in den 25 EU-Staaten im Jahr 2005 insgesamt 14,86 Millionen Muslime lebten. Nach den Angaben des ZIAD haben Muslime den größten Anteil an der Gesamtbevölkerung in einem EU-Staat in Zypern. 200.000 der 770.000 Einwohner dort sind Muslime.

18.05.2006 Nachrichten>Deutschland
Mehrheit der Deutschen glaubt an einen Kampf der Kulturen zwischen Christentum und Islam
Einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach nach befürworten 40 Prozent der Deutschen die starke Einschränkung der Ausübung des islamischen Glaubens in Deutschland

Das Institut für Demoskopie Allensbach kam in seiner jüngsten Monatsumfrage für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der Deutschen zwischen Christentum und Islam einen „Kamp der Kulturen“ sehen. Während 56 Prozent diese Meinung vertraten, waren 25 Prozent gegenteiliger Auffassung. Im Jahr 2004 betrug das Verhältnis noch 46 zu 34 Prozent.

17.05.2006 Nachrichten>International
Muslime in Großbritannien stark benachteiligt
Laut einer neuen Universitätsstudie sind Muslime die am meisten benachteiligte Gruppe in Großbritannien

Eine am Montag vorgestellte Universitätsstudie zeigt, dass Muslime die am stärksten benachteiligte Gruppe in Großbritannien ist. Keine andere Volksgruppe verzeichne so viele Arbeitslose und wohne derart konzentriert in den Armenvierteln von Großbritannien wie die Muslime, warnten die Forscher der Universitäten von Oxford, Warwick, Derby und Birmingham in ihrer Studie.

 

17.05.2006 Nachrichten>Deutschland
Schlechte Bildungschancen für Migrantenkinder an deutschen Schulen
Nach einer Sonderauswertung der internationalen PISA-Studie sind die Bildungschancen für Migrantenkinder an deutschen Schulen schlechter als in anderen Ländern

Nach einer Sonderauswertung der internationalen PISA-Studie aus dem Jahr 2003, die kürzlich in Berlin vorgestellt wurde, sind die Bildungschancen für Migrantenkinder an deutschen Schulen schlechter als in anderen Ländern. Deutschland gehört somit zu den Staaten, in denen die Leistungsunterschiede zwischen Schülern mit Migrationshintergrund und den einheimischen Schülern am stärksten ausgeprägt sind. Für die Sonderauswertung wurden die Erfolgschancen von Migrantenkindern in 17 Ländern verglichen.

16.05.2006 Nachrichten>International
Rat der Religionen gegründet
Juden, Christen und Muslime in der Schweiz haben einen Rat der Religionen gegründet

Juden, Christen und Muslime in der Schweiz haben einen Rat der Religionen gegründet, der auch dem Bund als Ansprechpartner dienen soll. Der Präsident des Rates der Schweizerischen evangelischen Kirchen (SEK), Thomas Wipf, sagte: „Der religiöse Frieden in der Schweiz ist zwar nicht gefährdet, die religiöse Landkarte jedoch hat sich verändert. Das gilt auch für das Religionsverständnis in der Gesellschaft.“

16.05.2006 Nachrichten>Deutschland
Demografie-Experte warnt vor Verschleierung der Berliner Bevölkerungsentwicklung
Im Jahr 2026 soll jedes zweite Kind in Berlin einen Migrationshintergrund haben

Eine neue Expertise, die im Jahr 2005 im Auftrag der Bundesregierung angefertigt wurde, hat die Prognose aufgestellt, dass in 20 Jahren jeder zweite Schüler in Berlin einen Migrationshintergrund haben wird. Zurzeit stammt jeder vierte Schüler in Berlin aus einer Einwanderer-Familie. Die Expertise beschäftigt sich mit der Geburtenentwicklung bei Deutschen und Ausländern in Berlin zwischen 1992 und 2002. Dabei wurde nicht nur auf die Staatsangehörigkeit der Kinder geachtet, sondern auch auf die der Mütter und Väter.

13.05.2006 Nachrichten>Deutschland
Professor lehnt Studentin ab, weil sie aus Syrien stammt
Ein Professor der Technischen Universität Dresden hat eine Studentin als Doktorandin zurückgewiesen, weil sie aus Syrien kommt

Als Rola Ibrahim, eine Wirtschaftsstudentin aus Syrien, Professor Hermann Locarek-Junge an der Technischen Universität Dresden nach einem Weiterbildungsplatz zur Promotion im Arbeitsgebiet Finanzwirtschaft fragte, wies dieser sie zurück mit der Begründung, sie komme Syrien, einem Land, dass eine feindselige Haltung gegenüber westlichen Ländern und Institutionen habe und den internationalen Terrorismus unterstütze. Er lehne daher jegliche Unterstützung syrischer Staatsbürger derzeit strikt ab.

12.05.2006 Freitagspredigt
Hutba- Der ideale Muslim

Verehrte Muslime!

Unsere heilige Schrift, der Koran und die Überlieferungen unseres geliebten Propheten (saw) sind die zwei wichtigsten Quellen des Islam. Die Aussagen und Handlungen unseres Propheten (saw) sind sozusagen die Erörterung des Koran. In unserer heutigen Hutba werden wir versuchen, ohne die Hilfe eines Korankommentars anhand klarer und eindeutiger Koranverse die Eigenschaften eines idealen Muslims vorzustellen.

 

11.05.2006 Nachrichten>Deutschland
Stoiber verlangt Integrationsverpflichtung für Ausländer
Stoiber: „Bei der Zuwanderungspolitik müssen deutsche Interessen im Vordergrund stehen“

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber forderte die SPD dazu auf, seine Pläne über die Zuwanderungspolitik zu unterstützen. Stoiber wolle Ausländer, die nicht an Integrationskursen teilnehmen, mit Sanktionen belegen. „Wer nicht bereit ist, sich zu integrieren und Sozialhilfe bekommt, dem müssen auch Leistungen gekürzt werden“, sagte Stoiber. Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dieter Wiefelspütz, lehnte Stoibers Forderungen ab.

11.05.2006 Nachrichten>Deutschland
Höhere Studiengebühren für Studenten aus Nicht-EU-Ländern
Nach den Plänen der hessischen CDU sollen Studenten aus Nicht-EU-Ländern künftig 1500 Euro statt 500 pro Semester zahlen

Das Kabinett in Hessen hat beschlossen, vom Wintersemester 2007/08 an allgemeine Studiengebühren von 500 Euro pro Semester an den hessischen Hochschulen einzuführen. Die Hochschulen können jedoch von Studenten aus Nicht-EU-Ländern bis zu 1500 Euro Studiengebühren fordern. Studenten aus EU-Ländern und Ländern, mit denen ein Hochschul-Abkommen besteht, das gegenseitige Abgabenfreiheit garantiert, müssen nur 500 Euro zahlen.

 

09.05.2006 Nachrichten>Deutschland
Bundesverfassungsschutzpräsident: „Die Handlungsgrundlage von Milli Görüs ist der Koran.“
Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, prangert die IGMG an

Auf der Ausstellung „Die missbrauchte Religion – Islamisten in Deutschland“ in Berlin beantwortete der Präsident des Bundesverfassungsschutzes, Heinz Fromm, die Fragen der türkischen Tageszeitung Milliyet. Fromm meinte, dass die Mehrheit der Muslime Achtung vor dem Grundgesetz hätten, vermeintlich „radikale“ Organisationen wie die Milli Görüs jedoch unter Beobachtung stünden. Grund für die Beobachtung der IGMG sei, dass ihre Handlungsgrundlage der Koran sei.

07.05.2006 Nachrichten>Deutschland
Regeln für Einbürgerung werden verschärft
Die Landesinnenminister haben beschlossen, dass Einbürgerungsbewerber künftig Sprachtests und Einbürgerungskurse absolvieren müssen

Die Landesinnenminister haben auf ihrer Konferenz bundeseinheitliche Standards mit höheren Hürden für die Einbürgerung beschlossen. Demnach müssen Einbürgerungsbewerber künftig Sprachtests und Einbürgerungskurse absolvieren. Die SPD-Länder wollten auf keinen Fall Wissenstests oder Gesprächsleitfäden. Nun heißt es aber: Es wird Tests geben, die aber nicht Tests heißen dürfen. „Der Begriff Test ist schwierig“, sagte Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD).

 

07.05.2006 Nachrichten>Deutschland
Zypries will Schuluniform einführen
Die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries will Schuluniform einführen, um religiöse und soziale Diskriminierung zu verhindern

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat sich für die Einführung einheitlicher Schulkleidung ausgesprochen. Dadurch würden soziale und religiöse Diskriminierung verhindert, so die SPD-Ministerin, die glaubt, dass dies eine einfache Lösung zur Konfliktvermeidung ist. Zypries sagte: „Damit beseitigen wir nicht nur die Burkas, sondern auch Probleme, die sich durch soziale Unterschiede ergeben.“

06.05.2006 Nachrichten>Deutschland
SPD und Union einig über Antidiskriminierungsgesetz
Die SPD hat ihre Forderungen, im Zivilrecht auch die Diskriminierung wegen Alter, Behinderung, sexueller Identität, Religion und Weltanschauung zu verbieten, durchgesetzt

Der Koalitionsausschuss von Union und SPD hat sich beim Antidiskriminierungsgesetz geeinigt. Dabei ist es der SPD gelungen, den Geltungsbereich des Zivilrechts mehr auszuweiten, als von der EU vorgesehen. Währen die EU im Arbeitsrecht die Benachteiligung wegen Alter, Behinderung, sexueller Identität, Religion und Weltanschauung untersagt, verbietet sie im Zivilrecht nur die Diskriminierung wegen Rasse, ethnischer Herkunft und Geschlecht.

 

05.05.2006 Freitagspredigt
Hutba- Die Gläubigen sind Brüder

Verehrte Brüder und Schwestern!

Im Islam sind die wesentlichen Prinzipien für ein glückliches Leben im Diesseits und Jenseits von unserem Schöpfer festgelegt. Einer dieser Grundsätze ist die Brüderlichkeit zwischen den Gläubigen. Dieser Grundsatz ist im Koran mit dem Vers „Die Gläubigen sind Brüder“ in der Sura Al-Hudschurat festgelegt.

05.05.2006 Nachrichten>International
US-Senator will Irak spalten
US-Senator Joseph Biden: „Irak soll in drei autonome Regionen für Kurden, Schiiten und Sunniten aufgeteilt werden“

Der demokratische US-Senator Joseph Biden forderte die Aufteilung des Iraks in drei autonome Regionen für Kurden, Schiiten und Sunniten. Biden ist seit Jahren führendes Mitglied im Außenausschuss des US-Senats und war bereits mehrmals im Irak. Er hat außenpolitisch sehr viel Einfluss und werde möglicherweise für die nächsten Präsidentenwahlen im Jahr 2008 kandidieren. In einem Gastkommentar von Biden in der „New York Times“ heißt es: „Es wird immer klarer, dass Präsident Bush keine Strategie für einen Sieg im Irak hat. Er hofft vielmehr, dass er eine Niederlage vermeiden und das Problem seinem Nachfolger überlassen kann. Derweil wächst die Frustration der Amerikaner derart stark, dass am Ende womöglich sogar der Kongress einen schnellen Rückzug anordnen könnte – auch auf das Risiko hin, dass ein Bürgerkrieg ausbricht, der sich später zu einem regionalen Krieg ausweitet.“

03.05.2006 Nachrichten>Deutschland
Distanz zu Ausländern wächst
Immer mehr Deutsche sehen Ausländer als „Gefahr der Überfremdung“

Nach einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen bei 1194 Bundesbürgern, distanzieren sich immer mehr Deutsche von ausländischen Mitbürgern. So sehen heute 54 Prozent der Deutschen in den ausländischen Mitbürgern eine „Gefahr der Überfremdung“. Vor fünf Jahren waren es noch 33 Prozent gewesen.

02.05.2006 |Nachrichten>Deutschland
Islamrat warnt vor Gesinnungstests für muslimische Einbürgerungsbewerber
Kizilkaya: „Innenminister sollen einem Gesinnungstest für muslimische Einbürgerungsbewerber eine Absage erteilen“

Der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland forderte, dass künftig auf eine „Politik der Ausgrenzung“ gegenüber Muslimen verzichtet wird. Andernfalls drohe unter anderem auch eine Senkung der Hemmschwelle bei Rechtsextremen für fremdenfeindliche Taten. Aus diesem Grund erhofft sich der Islamratsvorsitzende Ali Kizilkaya von der bevorstehenden Innenministerkonferenz ein positives Signal in der Integrationspolitik.

 

02.05.2006 |Nachrichten>Deutschland
Unionsländer legen einheitliches Einbürgerungskonzept vor
Die unionsgeführten Länder haben sich auf ein einheitliches Einbürgerungskonzept geeinigt

Die unionsgeführten Länder haben sich auf ein einheitliches Einbürgerungsverfahren geeinigt. Demnach soll es einen Eid für neue Bürger geben und möglichst von externen Instituten erstellte Fragebögen. Das Konzept werde auf der Innenministerkonferenz am 4. bis 5. Mai in Garmisch-Partenkirchen vorgelegt, hieß es. Das Konzept sehe vor, dass Einbürgerungsbewerber künftig einen Wissens- und Wertetest über ein staatsbürgerliches Grundwissen und über die fundamentalen Werte der deutschen Verfassung ablegen.

 

01.05.2006 |Nachrichten>International
OSZE kritisiert Einbürgerungstest für Muslime
OSZE-Botschafter kritisierte bei seinem Deutschlandbesuch den Umgang mit Muslimen in Deutschland

Der OSZE-Beauftragte für die Bekämpfung von Intoleranz und Diskriminierung von Muslimen, Ömür Orhun, hat in seinem Deutschlandbesuch den baden-württembergischen Einbürgerungsleitfaden kritisiert. Auch sagte Orhun, er habe seinen geplanten Deutschlandbesuch vorgezogen, weil in Deutschland auf die Kritik der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) an dem umstrittenen Einbürgerungstest nicht ausreichend gehört wurde.

01.05.2006 |Nachrichten>Deutschland
Schulbücher verstärken Unterschiede von Migranten
Bayerische und hessische Schulbücher verstärkten die Unterschiede von Migranten anstatt die Integration zu fördern

Die Darstellung von Migranten in bayerischen und hessischen Schulbüchern verstärkt die Unterschiede anstatt die Integration zu fördern. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Bilder von Fremden“ der Universität Frankfurt am Main. Viele Schulbücher würden seit zwei Jahrzehnten die Migranten als Problemfälle darstellen. Migrantenkinder würden dadurch negativ beeinflusst, weil sie nicht als „ Schulnormalität“ akzeptiert würden, sagte der Erziehungswissenschaftler Thomas Höhne. Zudem werde Deutschland in den Büchern nicht als Einwanderungsland definiert. „Migranten wird durch die Form ihrer Darstellung die Integration buchstäblich verweigert, weil sie ständig als Fremde vorgeführt werden“, sagte Höhne. Dies sei vor allem in bayerischen Schulbüchern der Fall.