03.05.2006 Nachrichten>Deutschland
Distanz zu Ausländern wächst
Immer mehr Deutsche sehen Ausländer als
„Gefahr der Überfremdung“
Nach einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen bei 1194 Bundesbürgern, distanzieren sich immer mehr Deutsche von ausländischen Mitbürgern. So sehen heute 54 Prozent der Deutschen in den ausländischen Mitbürgern eine „Gefahr der Überfremdung“. Vor fünf Jahren waren es noch 33 Prozent gewesen.
Der Anteil der Deutschen, die Ausländer als eine kulturelle Bereicherung ansehen, ist nach den Umfrageergebnissen auf 38 Prozent gesunken. Zwischen Ost- und West-Deutschland gibt es keine Unterschiede bei dieser Einstellung. Anders sieht es zwischen den Parteianhängern aus.
Während eine klare Mehrheit bei den Unionsanhängern und eine leichte Mehrheit bei den Linkspartei- und FDP-Anhängern die Ausländer als „Gefahr der Überfremdung“ ansehen, empfinden SPD- und insbesondere Grünen-Anhänger überwiegend Ausländer als kulturelle Bereicherung.
Nur 63 Prozent der Befragten sehen in den Rechtsradikalen eine Gefahr für die Demokratie. Für 35 Prozent sind Rechtsradikale keine Bedrohung. (hv)