14.05.2007 Nachrichten>International
US-Soldat gesteht das Massaker in Haditha
Der amerikanische Soldat Dela Cruz hat gestanden, dass er und seine Kameraden 2005 24 unschuldige Iraker getötet haben

Der US-Soldat Dela Cruz, der mitverantwortlich für das Massaker in Haditha ist, hat erstmals zugegeben, aus Rache für den Tod eines Kameraden zwei Dutzend Iraker, darunter auch Frauen und Kinder, getötet zu haben. Er berichtete, der Gruppenleiter habe auf fünf unbewaffnete Iraker geschossen und sie getötet. Der Kapitän habe außerdem auf eine Leiche uriniert, da er sehr wütend gewesen sei. Der Verteidiger des Gruppenleiters bestreitet indes diese Äußerungen.

US-Soldaten hatten am 19. November 2005 zunächst wahllos fünf irakische Zivilisten vor Ort getötet, nachdem ihr Kamerad Miguel bei einer Detonation ums Leben gekommen war. Daraufhin stürmten sie vier ausgesuchte Häuser und töteten hier weitere 19 Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder. Die US-Armee versuchte das Massaker zu vertuschen, was jedoch dank der durch Medien veröffentlichten Bilder nicht gelang. So gelang dieser Vorfall vor das Militärgericht, das drei US-Soldaten in diesem Fall des Mordes zweiten Grades beschuldigt. (ab)

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