14.11.2005 | Nachrichten>Deutschland
Blumen - die schönste Sprache der Welt
Studenten der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt/Main teilten anlässlich des Ramadan-Fests der Muslime Rosen und Bonbons auf dem Campus aus

In Zeiten, in denen offener und kritischer Dialog der Religionen und Kulturen nie so wichtig war wie heute, bemühten sich engagierte Studierende der Johann Wolfgang Goethe (JWG) Universität Frankfurt/Main muslimischen Glaubens, einen demonstrativen Beitrag zur Dialogarbeit zu leisten.

Mit Idul-Fitr feierten Muslime das Ende des Fastenmonats Ramadan. Studierende der JWG wollten nicht nur mit Familie und Freunden feiern. Mit roten Rosen und süßen Bonbons ausgestattet gingen sie am zweiten Tag des Ramadanfests auf den Uni-Campus und überraschten vorbeigehende Passanten mit den Präsenten. Muslime wie auch Nicht-Muslime nahmen die Geschenke gerne entgegen, wobei manch einer dem Anlass nicht kundig war.

„Wir müssen alle für ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Glaubensrichtungen eintreten und Respekt vor dem ‚Anderen’ haben“, ließ ein Passant, der selbst einem Dialog-Arbeitskreis angehört, vermerken.

Diesen Respekt, auf der Grundlage von Gleichberechtigung, Akzeptanz des „Andersaussehens“ und der Kulturen, zu erhalten, sollte die Aufgabe eines jeden Bundesbürgers sein.

Die Studenten der JWG hoffen mit dem Ramadanfest auf eine Besserung der zwischenmenschlichen Beziehungen und wünschen mehr „gelebte Solidarität“ mit den Armen und Notdürftigen, so wie es das Fasten zeigte.

Idul-Fitr ist neben dem Opferfest (Idul-Adha) das größte Fest im islamischen Kalender, während der Ramadan den neunten Monat des islamischen Mondkalenders bezeichnet, der dem Koran zufolge als Fastenmonat für die Muslime bestimmt wurde. (sb)

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