11.11.2005 | Nachrichten>Deutschland
EKD-Ratsvorsitzender fordert Muslime auf, sich von Gewalt zu distanzieren
Huber: „Im Islam herrscht die Auffassung,
dass Gewalt legitim ist“
Es gibt keine andere Religionsgemeinschaft in Deutschland, die sich so deutlich
und so oft von religiös motivierter Gewalt distanziert hat wie die muslimische.
Trotzdem aber wird sie immer wieder erneut dazu aufgefordert, sich von Gewalt
zu distanzieren, als letztes vom EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber. Huber
forderte nicht nur eine Distanzierung zu religiös motivierter Gewalt, er
warf den Muslimen sogar vor, es sei sehr schwierig auch nur mit ihnen darüber
zu reden.
„Zwar distanzieren sich die Organisationen der Muslime inzwischen von
Gewaltakten, aber es gibt doch ein Basisproblem - die im Islam herrschende Auffassung,
dass Gewalt legitim und der Status des Märtyrers erstrebenswert ist“,
sagte der Bischof von Berlin-Brandenburg. „Wir müssen uns kritisch
mit dem Islam auseinander setzen, aber auch hinschauen, wo in christlichen Kirchen
Intoleranz gepredigt wird“, fügte er hinzu. (hv)