09.11.2005 | Nachrichten>Deutschland
Union und SPD einig über EU-Beitrittsverhandlungen mit „offenem Ausgang“
CSU-Generalsekretär:
Union und SPD haben sich geeinigt, dass die EU-Beitrittsverhandlungen mit Ankara
mit einem „offenen Ausgang“ geführt werden
CSU-Generalsekretär Markus Söder teilte mit, dass Union und SPD sich
bei der deutschen Haltung zu den EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei
geeinigt haben. Dabei seien viele Fragen geklärt worden, sagte er. Demnach
würden die seit 3. Oktober laufenden Verhandlungen mit Ankara mit einem
„offenen Ausgang“ geführt. Außerdem gebe es keinen „Automatismus“
für eine Aufnahme der Türkei in die EU, so der CSU-Politiker.
Wenn die Türkei die von der Europäischen Union gestellten Bedingungen
nicht strikt einhält, soll nicht ein Vollbeitritt, sondern eine „privilegierte
Partnerschaft“ angestrebt werden, sagte Söder.
Der Parlamentarische SPD-Fraktionsgeschäftsführer Olaf
Scholz sagte dagegen, der Begriff der „privilegierten Partnerschaft“
werde es in der Koalitionsvereinbarung nicht geben. (hv)