03.11.2006 Nachrichten>International
Griechenland genehmigt Moscheebau
Das griechische Parlament hat dem Gesetzesentwurf
bezüglich des Moscheebaus in Athen zugestimmt
Das griechische Parlament hat dem Gesetzesentwurf des Komitees für Kultur und Bildung, eine Moschee in Athen zu bauen, mehrheitlich zugestimmt. Marietta Yannaku, Ministerin für Bildung und Religiöse Angelegenheiten, berichtete, dass der Gesetzesentwurf den Bau einer Moschee im Zentrum des Stadtteils Votanikos vorsieht, der mit staatlichen Mitteln finanziert werden soll. Die Ministerien für Wirtschaft und Bildung, Vertreter der Stadt Athen, ein Akademiker und zwei Muslime sollen das Projekt begleiten und nach Fertigstellung der Moschee den Imam auswählen.
Ministerin Yannaku äußerte, dass für die in Athen geplante Moschee, wo es seit 170 Jahren kein islamisches Gotteshaus gibt, 19 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt werden. Demnach werden die gesamten Kosten von der griechischen Regierung übernommen.Dafür soll der Imam von der Regierung bestimmt und in den Dienst gestellt werden. Doch es gäbe auch die Möglichkeit, dass islamische Gemeinschaften ihre eigenen Imame in die Moschee bringen können.
Die Opposition sprach sich gegen die Bestimmung des Imams von seiten der zuständigen Ministerien aus und ließ verlauten, dass ein solches Verhalten gegen das Recht der freien Reliogionsausübung im Rahmen der europäischen Menschenrechtskonvention verstoße. Sie pochte darauf, dass die Leitung der Moschee den Muslimen überlassen werden müsse.
Bereits seit den Olympischen Spielen 2004 war die Moschee in Planung, geriet jedoch aufgrund von Einwänden seitens orthodoxen Gruppierungen und den anliegenden Bewohnern in Verzug. (fy)