06.11.2006 Nachrichten>International
Israel startet schwerste Militäroffensive im Gazastreifen seit 2005
Israels Militäroffensive im Gazastreifen fordert zahlreiche Todesopfer unter der Zivilbevölkerung

Bei einem der schwersten Auseinandersetzungen im Gazastreifen seit dem israelischen Abzug im Jahr 2005, wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums seit Mittwoch insgesamt 39 Palästinenser getötet. In Beit Hanun im Norden des Gazastreifens hatten sich etwa 60 bewaffnete Palästinenser in einer Moschee verschanzt. Daraufhin kamen etwa 50 Frauen, die dem Aufruf eines örtlichen Radiosenders gefolgt waren, zur Moschee und stellten sich vor die israelischen Soldaten. Als die israelische Armee das Feuer eröffnete wurden zwei Frauen tödlich getroffen. Auch an anderen Teilen des Gazastreifens wurden tote Zivilisten gemeldet. Im Westjordanland haben israelische Soldaten den Bau- und Wohnungsminister Abdul Rahman Seidan festgenommen.

Unterdessen forderte Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas den Weltsicherheitsrat zum Eingreifen auf, um den israelischen „Massaker“ zu beenden. Uno-Generalsekretär Kofi Annan sagte: „Die andauernde Gewalt macht einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Region schwieriger“ und forderte beide Seiten zur Zurückhaltung auf. (hv)

 


nach oben zurück