08.11.2006 Nachrichten>International
OIC kritisiert die abweichende Festlegung des Ramadan-Festes
Der Generalsekretär der Organisation der
Islamischen Konferenz (OIC) äußerte sein Bedauern über die abweichende
Festlegung des Ramadan-Festes in manchen islamischen Ländern
OIC-Generalsekretär Prof. Ekmeleddin Ihsanoglu erklärte in einer Presserklärung, dass “der Sinn religiöser Feiertage u.a. die Annäherung aller Muslime sowie die Stärkung der Liebe in ihren Herzen ist.” Die religiöse Bedeutung der Feiertage sei geprägt durch das Einheitsgefühl und habe eine bedeutende Wirkung auf soziale Verhältnisse. Anstatt in solchen besonderen Tagen das Einheitsgefühl zu stärken, werde in den letzten Jahren das Gegenteil bewirkt, indem in einigen Ländern das Ramadan-Fest an unterschiedlichen Tagen festgelegt wird. “Das aber steht mit dem Sinn und Zweck der Feiertagsregelungen nicht im Einklang”, sagte Ihsanoglu.
Prof. Ekmeleddin Ihsanoglu erläuterte ferner, dass die OIC seit den 80er Jahren das Problem angenommen und bereits verschiedene Lösungsansätze formuliert habe. Er erwarte insbesondere von der Internationalen Akademie für islamisches Recht, unter Berücksichtigung religiöser Bestimmungen und der Prinzipien moderner Wissenschaft, die Erarbeitung eines standarisierten islamischen Kalenders. Ihsanoglu verspricht sich dadurch die einheitliche Festlegung islamischer Feiertage und sonstigen besonderen Tagen. Abschließend rief Ihsanoglu die islamischen Länder dazu auf, bei der Festlegung der Feiertage mit der OIC zu kooperieren.
Die Methode für die Festlegung für den Beginn und das Ende des Fastenmonats Ramadan ist bei manchen islamischen Rechtsschulen unterschiedlich geregelt. Die Folge ist, dass, wie in diesem Jahr, nicht alle Muslime den Ramadan genau gleichzeitig beginnen und beenden. Die uneinheitlichen Methoden, die Ihsanoglu kritisiert, können bewirken, dass die Festlegung weltweit gesehen um einen, manchmal sogar um 2 Tage variiert. (sa)