09.11.2006 Nachrichten>International
Israelische Militäreinsätze kosten hunderten Palästinensern das
Leben
Die israelische Armee veranstaltete wieder ein
Blutbad am Gaza-Streifen
Eine Woche lang haben die Angriffe Israels nicht aufgehört und 60 Palästinensern das Leben gekostet. Obwohl die Erklärung kam, dass Israel seine Angriffe beendet habe, ist wieder ein Blutbad angerichtet worden. Die israelische Armee hat 5 Uhr früh mit Panzerfeuer und Luftraketen erneut angegriffen. Diesmal wurden in Beit Hanun 18 Menschen getötet, darunter waren viele Frauen und Kinder. Die Aufräumarbeiten laufen immernoch fort. Die zwei Häuser, die zum Ziel genommen wurden, gehörten zwei Brüdern, 13 Leichen waren Mitglied dieser beiden Familien. Die Lage der Verletzten ist kritisch.
Augenzeugen berichten, dass nach dem ersten Feuer der israelischen Armee auf eines der Häuser, die Nachbarn und Menschen auf der Straße zur Hilfe geeilt sind. Jedoch hörte das Feuer nicht auf und so wurden auch Helfende zur Zielscheibe. Die Opfer waren alle Zivilisten. Außerdem schweben die Verletzten in Krankenhäusern aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung in Lebensgefahr.
Die Weltbevölkerung ist empört über die Massaker in Palästina. Das palästinensische Kabinett wird sich zu einer außerordentlichen Sitzung versammeln. In Palästina herrscht für drei Tage Trauerzustand. Das palästinensische Volk protestiert vor dem Parlament die Angriffe. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sprach von einem „schrecklichen und grauenhaften Massaker“. Abbas und Ministerpräsident Haniya rufen den UN-Sicherheitsrat zu einer Versammlung auf. Der Gesundheitsminister Basem Naim erklärte: „Dieser Angriff zeigt wieder ganz klar die Absicht Israels. Israel will töten und der Beweis dafür ist, dass sogar auf medizinische Helfer geschossen wird.“ (sa)