15.11.2006 Nachrichten>International
Israels Angriff bei Beit Hanun löst weltweit Entsetzen und Kritik aus
Bei dem Angriff kamen 18 palästinensische Zivilisten ums Leben

Nachdem Israel erklärt hatte, dass die sieben Tage anhaltende „Herbstwolken“ Operation bei Beit Hanun beendet sei, griff die israelische Armee unmittelbar danach wieder mit Panzern und Raketen an. Israels Armee erklärte, sie habe "Vorbeugend" auf eine Stellung gefeuert, aus der am Montag Raketen auf Israel abgeschossen worden seien. Bei diesem Beschuss wurden 18 Palästinenser, 10 davon Kinder, getötet. Außerdem wurden 26 Kinder schwer verletzt. Dieser Angriff löste weltweit scharfe Kritik und Entsetzen aus und galt als Massaker.

EU-Außenkommissarin Ferrero-Waldner erklärte in Brüssel, sie sei zutiefst schockiert über den Tod so vieler Kinder. Israel habe zwar das Recht auf Selbstverteidigung, aber nicht um den Preis des Lebens Unschuldiger.

Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) forderte, dass dieser Angriff als Kriegsverbrechen verurteilt werden muss. „Dieser Angriff beweist, dass Israel die angreifende Seite ist“, erklärte OIC-Generalsekretär Ihsanoglu. Zudem appellierte er an den UN-Sicherheitsrat und an den UN-Generalsekretär, bei der Beendigung der israelischen Angriffe auf Palästina sich zu bemühen. „Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die zivile Bevölkerung in Palästina vor dem israelischen Staatsterror zu beschützen“, so Ihsanoglu.

Das türkische Außenministerium drückte sein Unbehagen und Entsetzen über diesen Angriff in einer Erklärung aus und appellierte an Israel, solche Angriffe, die den Frieden gefährden, zu beenden.

Die Arabische Liga rief zu einem Außenminister-Treffen auf. „Massaker an Kindern und Frauen können nicht gerechtfertigt sein. Die Palästina-Politik, die in Israel betrieben wird, ist definitiv zu weit gegangen“, so der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Musa. (sa)

 


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