News-Archiv
November 2006

26.11.2006 Nachrichten>Deutschland
Genehmigung zum betäubungslosen Schlachten für Muslime trotz Verfassungsänderung

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden, dass die Aufnahme des Tierschutzes als Staatsziel in das Grundgesetz es nicht ausschließt, einem muslimischen Metzger eine Ausnahmegenehmigung zum betäubungslosen Schlachten (Schächten) von Rindern und Schafen zu erteilen, um seine Kunden entsprechend ihrer Glaubensüberzeugung mit Fleisch zu versorgen.

 

24.11.2006 Freitagspredigt
Hutba- Gesprächskreise für Jugendliche

Verehrte Muslime,

„Ich bin durch die Jugend unterstützt worden“ sagt unser Prophet (saw). Diese Worte sind Worte des Gesandten, die mit Beweisen begründet werden. Wir sehen, dass sich die ersten Anhänger des Propheten (saw) aus Mekka und Medina hauptsächlich aus jungen Gläubigen oder Muslimen Mitte dreißig bildeten. Der Prophet (saw) war selber mit vierzig Jahren zum Gesandten Allahs verkündet worden.

24.11.2006 Nachrichten>Deutschland
Horst Köhler: „Muslimische Frauen sind ein wahrer Schatz für unser Land“
Die konstruktiven Aussagen über Muslime des deutschen Bundespräsidenten erfreuen die Migranten

Bundespräsident Horst Köhler erklärte gegenüber der Zeitung „Frankfurter Rundschau“, dass die Integration in Deutschland nicht scheitern werde, wenn Frauen mit Kopftuch zu sehen seien und sagte weiter: „Ein Schuss mehr Kosmopolitismus kann und wird uns nicht schaden. Ich habe neulich in Duisburg lange mit jungen muslimischen Frauen gesprochen - und ja, einige trugen auch Kopftuch. Sie alle waren exzellent ausgebildet, sie hatten Aufstiegswillen - ein wahrer Schatz für unser Land. Wir brauchen sie.“

 

24.11.2006 Nachrichten>International
OIC debattiert über das Thema Frauen
Bei der OIC-Ministerkonferenz in Istanbul besprach man zum ersten Mal die Rolle der Frau in der Entwicklung der OIC-Mitgliedstaaten

Die erste Ministerkonferenz zum Thema: „Die Rolle der Frau in der Entwicklung der OIC-Mitgliedstaaten“ wurde in Istanbul abgehalten. An der Konferenz nahmen die für Frauen verantwortlichen Minister teil. In seiner Eröffnungsrede betonte der Ministerpräsident der Türkei, Recep Tayyip Erdogan: „Nicht der Islam ist ein Hindernis dafür, dass Frauen nicht am sozialen Leben teilnehmen können, sondern Bräuche. Das Problem gibt es nicht nur in den islamischen Ländern sondern auch in allen anderen Ländern der Welt, nur in einem anderen Umfang. Deshalb betone ich, dass es falsch ist, den Grund für die Probleme der Frauen, genauso wie für andere Bereiche, nicht in einer bestimmten Geografie oder in einem Glauben oder in einer Kultur zu suchen. Dieses Problem lässt sich nicht auf diese einfache Weise lösen.“

23.11.2006 Nachrichten>Deutschland
Festnahme nach Gebet im Flugzeug
Sechs Imame wurden in Handschellen aus dem Flugzeug geholt, weil sie beteten

Sechs Imame sind auf dem Flughafen von Minneapolis von der Polizei mit Handschellen aus dem Flugzeug der Fluggesellschaft US Airways geholt worden, weil sie im Flugzeug gebetet haben. US-Medien zu Folge habe ein Passagier, der die betenden Muslime sah, sich besorgt an einen Flugbegleiter gewandt, worauf die Polizei gerufen worden sei. Anschließend wurden die Imame abgeführt und mehrere Stunden lang verhört. Einer der Imame sagte laut CNN: „Sie haben uns aus dem Flugzeug geholt und erniedrigt. Ich habe mich noch nie in meinem Leben so schlecht gefühlt.“

 

22.11.2006 Nachrichten>International
Amnesty International fordert Untersuchung von Menschenrechtsverstößen im Libanonkrieg
Amnesty International: „Israelische Armee hat wahllos und unverhältnismäßig die Zivilbevölkerung angegriffen“

In einem abschließenden Bericht über den Libanonkrieg, den sie am Montag in London veröffentlichte, forderte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erneut eine UN-geführte Untersuchung von Menschenrechtsverstößen. In dem Bericht heißt es, die israelische Armee habe „wahllos und unverhältnismäßig“ die Zivilbevölkerung angegriffen. Dabei wurde vor allem der Einsatz von Streumunition kritisiert, die auch lange nach dem Krieg eine Gefahr darstellten. Der Hisbollah warf Amnesty vor, gezielt Zivilisten in Nordisrael beschossen zu haben.

22.11.2006 Nachrichten>International
Kritik an “Ehren“-Orden für niederländische Soldaten
Das niederländische Verteidigungsministerium möchte Soldaten, die für den Tot von 8000 Bosniern verantwortlich waren, einen Orden verleihen

Nachdem der niederländische Verteidigungsminister Henk Kamp die für den 4.Dezember festgesetzte zeremonielle Ordensvergabe an die niederländischen Soldaten bekannt gab, sorgte er damit im Land für großen Aufruhr. Diese Soldaten sahen 1995 tatenlos zu, wie in Srebrenica 8000 Bosnier -hauptsächlich Männer und Jungen- von Serben getötet wurden. Die Holländer überfluteten die niederländische Regierung mit E-mails und Faxmitteilungen und forderten die Regierung auf, diesen Fehler nicht zu begehen.

 

21.11.2006 Nachrichten>International
Britische Regierung erlässt Leitlinien für Universitäten zur schärferen Überwachung von muslimischen Studenten
Beschäftigte von Hochschulen sollen auf extremistische Literatur achten

Beschäftigte von Hochschulen in Großbritannien sollen künftig verschärft auf extremistische Literatur auf dem Campus achten. Außerdem sollen sie beobachten, ob muslimische Gastredner radikale Positionen vertreten. Dazu hat die britische Regierung neue Leitlinien für die Universitäten erlassen. Dadurch solle verhindert werden, dass junge muslimische Studenten radikalisiert werden.

21.11.2006 Nachrichten>International
Niederländische Regierung verbietet Burka auch in der Öffentlichkeit
Niederländische Regierung macht die Ausländerfrage zum Wahlkampfthema - Schulen und öffentliche Einrichtungen erhalten das Recht, Kopftücher zu verbieten

Wenige Tage vor den Wahlen hat sich die niederländische Regierung in Den Haag auf ein neues Gesetz geeinigt, dass muslimischen Frauen das Tragen einer Burka und anderer Ganzkörperverhüllungen in der Öffentlichkeit verbietet. Damit stimmte sie einem Vorschlag der Einwanderungsministerin Rita Verdonk zu, die den Schleier als eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bezeichnet. Da aus juristischen Gründen nicht allein der islamische Schleier untersagt werden kann, solle „so schnell wie möglich“ ein allgemeines Vermummungsverbot erlassen werden. Bisher sind die Burka und andere Ganzkörperverhüllungen nur in Schulen oder im öffentlichen Nahverkehr verboten.

21.11.2006 Nachrichten>International
Noch ein Massengrab in Bosnien gefunden
Es wurde ein neues Massengrab im Norden Bosniens 50 km nördlich von Srebrenica entdeckt

Bei den seit Anfang des Monats andauernden Ausgrabungen im Dorf Snagovo sind bislang 70 Opferleichen geborgen. Voraussichtlich werden aus dem nun siebten Massengrab noch 20 Opferleichen ausgegraben.
Der Sprecher der Bosnischen Kommission für Vermisste, Murat Hurtic, gab bekannt, dass aus dem Massengrab in Snagovo bis jetzt 46 ganze und 24 zermalmte Skelette gefunden wurden. Die Knochen der Skelette seien außerdem stark verbogen.

21.11.2006 Nachrichten>International
„Allianz der Zivilisationen“ traf sich in Istanbul
Eine internationale Arbeitsgruppe legte einen Zwischenbericht vor

Bei dem Treffen der Allianz der Zivilisationen kamen unter dem Ko-Vorsitz von Prof.Dr. Federico Mayor und dem türkischen Staatsminister Mehmet Aydin unter anderem der ehemalige iranische Staatspräsident Mohammad Khatami, der Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan, der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und der spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero in Istanbul zusammen.

 

18.11.2006 Nachrichten>Deutschland
Einigung beim Bleiberecht
Geduldete Flüchtlinge mit Arbeit sollen in Deutschland bleiben dürfen

Die Innenministerkonferenz in Nürnberg hat einstimmig beschlossen, das langjährig geduldete Flüchtlinge, die seit acht Jahren in Deutschland leben und eine Arbeit haben, einen Bleiberecht erhalten. Flüchtlinge mit Kindern und Arbeit sollen schon ab sechs Jahren Aufenthalt in Deutschland ein Bleiberecht bekommen. Geduldete, die nicht über einen Arbeitsplatz verfügen, sollen eine Frist bis zum September 2007 bekommen, um sich eine Arbeit zu suchen.

17.11.2006 Freitagspredigt
Hutba - Kurban: Eine Tat für die Annäherung an Allah teala

Kurban bedeutet ein Tier zu einer bestimmten Zeit, nach einem bestimmten Ritual mit der Absicht eines Gottesdienstes zu opfern. Wörtlich bedeutet Kurban, sich anzunähern. Damit ist die Annäherung an Allah teala gemeint, die sich die Gläubigen mit diesem Gottesdienst erhoffen. Die Kurbanpflicht ist im Koran sowie in der Sunna des Propheten festgelegt. Falls ein Muslim finanziell in der Lage ist, ein Opfertier zu opfern, gibt es für ihn keine Entschuldigung, diesen Gottesdienst nicht zu verrichten.

 

17.11.2006 Nachrichten>International
Die Minister der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) treten für Palästina zusammen
Das Exekutivkomitee der OIC kommt diese Woche außerordentlich zusammen, um über das Massaker der israelischen Armee in Palästina zu reden

Einer schriftlichen Erklärung der OIC nach rief der palästinensische Premierminister, Mahmud Abbas, in einem Brief an den Generalsekretär Ekmeleddin Ihsanoglu die Außenminister der OIC auf, zusammen zu kommen, um der Grausamkeit in seinem Land ein Ende zu setzen. Der Generalsekretär leitete den Aufruf von Mahmut Abbas an die Mitgliedsländer der OIC weiter.

17.11.2006 Nachrichten>Deutschland
OECD plant internationale Vergleichstests für Erwachsene und Studenten
Nach den Schülern will die OECD nun auch das Bildungsniveau von Erwachsenen testen

Einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zu Folge plant die OECD, ähnlich wie die Pisa-Studie, einen Test für Erwachsene und Studenten. Zunächst sollen bei den Erwachsenen Basiskompetenzen erfragt werden. Danach sollen Tests für Studenten folgen, die Aufschluss über die Lernfortschritte im internationalen Vergleich geben sollen. Die Tests sollen ab 2009 stattfinden.

16.11.2006 Nachrichten>Deutschland
Unions-Politiker kritisieren Koalitionskompromiss zum Bleiberecht
Die unionsgeführten Länder wollen den Kompromiss der großen Koalition zum Bleiberecht kippen

Die große Koalition hat sich auf einen Kompromiss zum Bleiberecht geeinigt. Demnach sollen geduldete Ausländer, die sich seit acht Jahren in Deutschland aufhalten, eine auf zwei Jahre befristete Aufenthaltsgenehmigung erhalten, um in dieser Zeit ihr Lebensunterhalt zu sichern. Nach den zwei Jahren soll über ein Aufenthaltrecht entschieden werden. Familien mit Kindern bekommen schon ab sechs Jahren Aufenthalt in Deutschland ein Bleiberecht. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte: „Wir sind gut vorangekommen. Aber wir wollen die Einzelheiten erst wie verabredet mit den Innenministern besprechen.

15.11.2006 Nachrichten>Deutschland
Einbürgerungswillige sollen in 60 Minuten „staatsbürgerliches Grundwissen“ nachweisen
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge schlägt vor, dass der geplante bundesweite Einbürgerungstest aus 33 Multiple-Choice-Aufgaben besteht

Ein Entwurf des Nürnberger Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge sehe vor, dass der geplante bundesweite Einbürgerungstest aus 33 Multiple-Choice-Aufgaben besteht. Dabei sollen die Teilnehmer versuchen, in 60 Minuten „staatsbürgerliches Grundwissen“ nachzuweisen, berichtet die „Spiegel“. Außerdem sollen die Teilnehmer gut Deutsch sprechen können. Zur Vorbereitung sind freiwillige Kurse mit 60 Unterrichtsstunden geplant.

15.11.2006 Nachrichten>Deutschland
Schäuble legt Eckpunkte für Bleiberechtsregelung vor
90 Prozent der geduldeten Migranten droht nach der geplanten Bleiberechtsregelung die Abschiebung

Nach einem Bericht der „Welt“ hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) ein Eckpunktpapier für das neue Bleiberecht vorgelegt. Danach müssten die Geduldeten „faktisch wirtschaftlich und sozial integriert seien“, um ein Bleiberecht erhalten zu können. Schäuble fordere in dem Papier, dass nur die Personen ein Bleiberecht erhalten sollen, die „sich seit mindestens acht Jahren ununterbrochen im Bundesgebiet aufhalten“, in einem „dauerhaften Beschäftigungsverhältnis“ stehen und den „Lebensunterhalt der Familie“ sichern können. Geduldete Ausländer mit einem oder mehr minderjährigen Kindern müssten seit wenigstens sechs Jahren permanent in Deutschland leben. Außerdem müssten alle Betroffenen bis zum 30. September 2007 über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen.

15.11.2006 Nachrichten>Deutschland
Neun Prozent der Deutschen haben eine rechtsextreme Einstellung
Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung befürworten 4,8 Prozent der Deutschen eine rechtsextreme Diktatur

Von den Bundesbürgern haben 9,1 Prozent in Westdeutschland und 6,6 Prozent in Ostdeutschland eine rechtsextreme Einstellung. Davon sind vor allem über 60-jährige Westdeutsche ausländerfeindlich und befürworten eine Diktatur. Das ergab eine von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebene Umfrage. Befragt wurden insgesamt 5000 Personen.

15.11.2006 Nachrichten>International
Engländer sehen Bush als Bedrohung für Weltfrieden
Nach einer Meinungsumfrage in England bedroht Bush den Weltfrieden

Dem Bericht der „Guardian“ zu Folge ist für Engländer der US-Präsident George Bush eine noch größere Bedrohung als die Führer von Iran und Nordkorea. Nach den Ergebnissen der Umfrage, die für die angesehensten Zeitungen von England, Israel, Kanada und Mexiko gemacht wurde, denken 75 Prozent, dass Bush eine Bedrohung für den Weltfrieden darstellt. Bush wird gefährlicher eingestuft als der nordkoreanische Diktator Kim Jong-il und der iranische Staatspräsident Mahmud Ahmedinecad. Nach Bush ist mit 69 Prozent Kim Jong-il und mit 62 Prozent Mahmud Ahmedinecad eine Bedrohung für den Weltfrieden.

15.11.2006 Nachrichten>International
Israels Angriff bei Beit Hanun löst weltweit Entsetzen und Kritik aus
Bei dem Angriff kamen 18 palästinensische Zivilisten ums Leben

Nachdem Israel erklärt hatte, dass die sieben Tage anhaltende „Herbstwolken“ Operation bei Beit Hanun beendet sei, griff die israelische Armee unmittelbar danach wieder mit Panzern und Raketen an. Israels Armee erklärte, sie habe "Vorbeugend" auf eine Stellung gefeuert, aus der am Montag Raketen auf Israel abgeschossen worden seien. Bei diesem Beschuss wurden 18 Palästinenser, 10 davon Kinder, getötet. Außerdem wurden 26 Kinder schwer verletzt. Dieser Angriff löste weltweit scharfe Kritik und Entsetzen aus und galt als Massaker.

 

14.11.2006 Nachrichten>Deutschland
Rechtsradikale NPD veranstaltet Bundesparteitag in Berlin
Rassisten bekräftigen ihre Absicht, „eines Tages dieses Land regieren“ zu wollen

Die rechtsradikale NPD hat am Wochenende zum ersten Mal einen Bundesparteitag in Berlin abgehalten. Es sei ein „historisches Ereignis“, dass die NPD erstmals „in der deutschen Reichshauptstadt“ tagen dürfe, sagte NPD-Landeschef, Eckart Bräuninger. Bei der Tagung wurde NPD-Chef Udo Voigt wiedergewählt. Voigt, der seine Partei „fest in der Mitte des Volkes verankert“ sieht, äußerte sich zudem sehr erfreut über die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, wonach neun Prozent der Deutschen eine rechtsextremistische Einstellung haben. Dass gleichzeitig auch die Zahl der Gewalt von Rechts anstieg, verschwieg Voigt.

13.11.2006 Nachrichten>International
Union und SPD uneins über EU-Beitritt der Türkei
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier fordert trotz des negativ ausgefallenen EU-Fortschrittsberichts zur Türkei die Fortsetzung der EU-Beitrittsverhandlungen

In ihrem neuen Fortschrittsbericht zur Türkei kritisiert die EU-Kommission, dass sich das politische Reformtempo in der Türkei im vergangenen Jahr verlangsamt habe. Außerdem habe das Militär immer noch zuviel Machteinfluss und die Justiz wenig Unabhängigkeit. Darüber hinaus werden der Türkei unter anderem Folter und mangelnde Meinungs- und Pressefreiheit vorgeworfen. Als größtes Hindernis für einen EU-Beitritt der Türkei jedoch sieht die EU-Kommission die Zypern-Frage. Die Türkei müsse das Ankara-Protokoll unterzeichnen und ihre Häfen für Zypern öffnen.

10.11.2006 Freitagspredigt
Hutba- Das Wissen im Islam

Verehrte Muslime,

das Wissen (Ilm) hat mehrere Bedeutungen, wie die bewusste Wahrnehmung, die wir mit unseren Sinnen vernehmen oder Offenbarungen, die uns von Allah teala herabgesandt worden sind, ohne dass jegliche Zweifel oder Ungewissheit an ihnen bestand. Es ist das Gegenteil von Unwissenheit und Unkenntnis. Außerdem wird das Wissen als die Erkenntnis der Wahrheit und das Verstehen einer Sache beschrieben.
Ilm bedeutet auch über etwas Eindeutiges oder Ungewisses nachzudenken, sich mit etwas auseinander zu setzten oder sich über etwas im Klaren zu sein. Die Arten des Wissens kann man auch in verschiedene Kategorien einteilen. Religiös-theologisches Wissen und materielle, fassbare Wissenschaft.

10.11.2006 Nachrichten>International
Minen im Libanon töten weiterhin Leben
Die von Israel eingesetzten Minen und Streubomben töten täglich drei bis vier Menschen

Die UN kritisierte erneut Israel für den Einsatz von Streubomben und Minen. Jedoch reicht Kritik allein nicht aus, um das libanesische Volk vor den Folgen zu schützen. Obwohl viele Freiwillige aus der ganzen Welt in den Libanon gereist sind, um Bombenreste aufzufinden und den Boden zu säubern, kommen jeden Tag Zivilisten ums Leben.
Die Streubomben, die bei einer winzigen Berührung sofort platzen, sind im Libanon auf einer sehr großen Fläche verteilt. Traurigerweise sind Dreiviertel der Opfer Kinder. Meistens kommen die Kinder, die nicht so vorsichtig sein können wie die Erwachsenen, beim Spielen mit den Bomben in Berührung. Bisher konnten nur wenige davon entschärft werden.

10.11.2006 Nachrichten>International
Erstmals Muslim in US-Kongress gewählt
Keith Ellison ist als erster muslimischer Abgeordneter in den US-Kongress gewählt worden

Der demokratische Politiker Keith Ellison ist als erster Muslim in der Geschichte der USA in den US-Kongress gewählt worden. Er setzte sich in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota gegen den Republikaner Alan Fine durch. Der Afroamerikaner wird gleichzeitig der erste nicht-weiße Abgeordnete des Staates Minnesota in Washington.

09.11.2006 Nachrichten>International
Israelische Militäreinsätze kosten hunderten Palästinensern das Leben
Die israelische Armee veranstaltete wieder ein Blutbad am Gaza-Streifen

Eine Woche lang haben die Angriffe Israels nicht aufgehört und 60 Palästinensern das Leben gekostet. Obwohl die Erklärung kam, dass Israel seine Angriffe beendet habe, ist wieder ein Blutbad angerichtet worden. Die israelische Armee hat 5 Uhr früh mit Panzerfeuer und Luftraketen erneut angegriffen. Diesmal wurden in Beit Hanun 18 Menschen getötet, darunter waren viele Frauen und Kinder. Die Aufräumarbeiten laufen immernoch fort. Die zwei Häuser, die zum Ziel genommen wurden, gehörten zwei Brüdern, 13 Leichen waren Mitglied dieser beiden Familien. Die Lage der Verletzten ist kritisch.

08.11.2006 Nachrichten>International
OIC kritisiert die abweichende Festlegung des Ramadan-Festes
Der Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) äußerte sein Bedauern über die abweichende Festlegung des Ramadan-Festes in manchen islamischen Ländern

OIC-Generalsekretär Prof. Ekmeleddin Ihsanoglu erklärte in einer Presserklärung, dass “der Sinn religiöser Feiertage u.a. die Annäherung aller Muslime sowie die Stärkung der Liebe in ihren Herzen ist.” Die religiöse Bedeutung der Feiertage sei geprägt durch das Einheitsgefühl und habe eine bedeutende Wirkung auf soziale Verhältnisse. Anstatt in solchen besonderen Tagen das Einheitsgefühl zu stärken, werde in den letzten Jahren das Gegenteil bewirkt, indem in einigen Ländern das Ramadan-Fest an unterschiedlichen Tagen festgelegt wird. “Das aber steht mit dem Sinn und Zweck der Feiertagsregelungen nicht im Einklang”, sagte Ihsanoglu.

07.11.2006 Nachrichten>International
Saddam Hussein zum Tode verurteilt
Das Sondertribunal in Bagdad hat den früheren irakischen Präsidenten Saddam Hussein und zwei weitere Angeklagte zum Tode verurteilt

Das irakische Sondertribunal hat am Sonntag den früheren irakischen Präsidenten Saddam Hussein wegen des Verbrechens gegen die Menschlichkeit zum Tode durch den Strang verurteilt. Das Gericht hat Hussein wegen eines Massakers vor 24 Jahren an 148 Schiiten schuldig gesprochen. Außer Hussein wurden noch zwei weitere Angeklagte, der frühere Vorsitzende des Revolutionsgerichts Awad Hamed al Bandar und Husseins Halbbruder Barsan Ibrahim, früherer Geheimdienstchef, zum Tode verurteilt. Der frühere stellvertretende Staatspräsident Taha Yassin Ramadan wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Drei Angeklagte erhielten Haftstrafen von jeweils 15 Jahren. Ein Angeklagter wurde wegen Mangel an Beweisen freigesprochen.

07.11.2006 Nachrichten>Deutschland
Protestanten sollen Muslime missionieren
EKD-Kirchenamtspräsident hat Protestanten dazu aufgerufen, Muslime zu missionieren

Der Präsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), Hermann Barth, hat die Protestanten dazu aufgerufen, Muslime zu missionieren. „Es ist für die evangelische Kirche ausgeschlossen, das Zeugnis von Jesus Christus zu verschweigen oder es Angehörigen anderer Religionen schuldig zu bleiben. Das würde auch die Begegnung mit den Muslimen von vornherein unwahrhaftig machen“, sagte Barth der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ).

07.11.2006 Nachrichten>International
Holländischer Unternehmer will „islamisches Krankenhaus“ bauen
Sturkenboom: „Wir haben mehr als eine Million Muslime im Land, warum haben sie kein Krankenhaus?“

Der holländische Unternehmer Paul Sturkenboom will in Rotterdam ein „islamisches Krankenhaus“ bauen. Darüber verhandele er bereits mit dem Gesundheitsministerium, zwei Krankenkassen und der Stadtregierung. In dem geplanten Krankenhaus, dass auch nicht-muslimische Patienten aufnehmen würde, sollen Muslime nur islamisch erlaubtes Essen bekommen und nur von Ärzten und Pflegern ihres Geschlechts behandelt werden.

 

06.11.2006 Nachrichten>International
Israel startet schwerste Militäroffensive im Gazastreifen seit 2005
Israels Militäroffensive im Gazastreifen fordert zahlreiche Todesopfer unter der Zivilbevölkerung

Bei einem der schwersten Auseinandersetzungen im Gazastreifen seit dem israelischen Abzug im Jahr 2005, wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums seit Mittwoch insgesamt 39 Palästinenser getötet. In Beit Hanun im Norden des Gazastreifens hatten sich etwa 60 bewaffnete Palästinenser in einer Moschee verschanzt. Daraufhin kamen etwa 50 Frauen, die dem Aufruf eines örtlichen Radiosenders gefolgt waren, zur Moschee und stellten sich vor die israelischen Soldaten. Als die israelische Armee das Feuer eröffnete wurden zwei Frauen tödlich getroffen. Auch an anderen Teilen des Gazastreifens wurden tote Zivilisten gemeldet. Im Westjordanland haben israelische Soldaten den Bau- und Wohnungsminister Abdul Rahman Seidan festgenommen.

03.11.2006 Nachrichten>Kommentare
Der Islam, die Muslime und die Konferenz
Ein Kommentar von Oguz Ücüncü

Das war er also, der Beginn eines strukturierten Dialogs zwischen der so genannten „Mehrheitsgesellschaft“ und den Muslimen dieses Landes. Oder mit anderen Worten: Die Deutsche Islam- Konferenz. Und natürlich wurde auch angesichts der politischen Bedeutung des Ereignisses nicht mit Attributen gespart. So war von einem historischen Ereignis die Rede oder sogar von einer Zeitenwende im Verhältnis von Staat und Muslimen. Auch wenn man sich am Pathos dieser Bewertungen stören mag, so ist es doch Fakt, dass es fast fünf Jahrzehnte gebraucht hat, den längst überfälligen Dialog in Gang zu bringen. Das beide Seiten miteinander Reden, ist ein Wert an sich. Aber die Differenzen, die sich bereits kurz nach Konferenzende zwischen den Teilnehmern offenbarten, zeigen deutlich, das am Konzept der Konferenz noch gefeilt werden muss.

03.11.2006 Nachrichten>Deutschland
FDP-Innenexperte Wolff: „Akzeptanz des Kopftuchs als Ausdruck der Religionsfreiheit verbraucht“
Morddrohungen gegen Ekin Deligöz seien erst nach Kritik islamischer Organisationen entstanden

In einer Presseerklärung äußerte sich der FDP-Innenexperte Hartfrid WOLFF zur aktuellen Diskussion um das Kopftuch und den Morddrohungen gegen Ekin Deligöz und sagte: „Es ist begrüßenswert, dass muslimische Verbände sich gegen die Morddrohungen gegen Ekin Deligöz erklärt haben. Doch diese Morddrohungen sind nach den scharfen Attacken des Islamrats-Vorsitzenden Ali Kizilkaya und des Milli-Görüs-Chefs Yavuz Celik Karahan gegen den Aufruf an muslimische Frauen, das Kopftuch abzulegen, entstanden.

03.11.2006 Freitagspredigt
Hutba- Unsere islamische Identität bewahren

Verehrte Muslime,

es ist von großer Bedeutung, in der Reihe der Rechtgeleiteten zu stehen und als Gläubige zu leben. Denn unser Herr bestimmt allein über die Rechtleitung der einzelnen Menschen. Diese Wahrheit sehen wir aus folgenden Koranversen: „Wen Allah leitet, der ist rechtgeleitet, und wen Er irregehen lässt, für den findest du weder Beschützer noch Führer.“(Kahf 17)

03.11.2006 Nachrichten>International
Griechenland genehmigt Moscheebau
Das griechische Parlament hat dem Gesetzesentwurf bezüglich des Moscheebaus in Athen zugestimmt

Das griechische Parlament hat dem Gesetzesentwurf des Komitees für Kultur und Bildung, eine Moschee in Athen zu bauen, mehrheitlich zugestimmt. Marietta Yannaku, Ministerin für Bildung und Religiöse Angelegenheiten, berichtete, dass der Gesetzesentwurf den Bau einer Moschee im Zentrum des Stadtteils Votanikos vorsieht, der mit staatlichen Mitteln finanziert werden soll. Die Ministerien für Wirtschaft und Bildung, Vertreter der Stadt Athen, ein Akademiker und zwei Muslime sollen das Projekt begleiten und nach Fertigstellung der Moschee den Imam auswählen.

02.11.2006 Nachrichten>Deutschland
SWR-Intendant fordert islamische Sendungen
SWR-Intendant Peter Voß: „Islamisch geprägte religiöse Sendungen in deutscher Sprache sind dringend erforderlich"

Der Intendant des Südwestrundfunks (SWR), Peter Voß, sagte in einem Interview der SWR1-Sendung „Leute“, dass islamisch geprägte religiöse Sendungen in deutscher Sprache „dringend erforderlich“ seien. Außerdem sprach er sich dafür aus, dass die islamische Minderheit in den Aufsichtsgremien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks „angemessen vertreten wird“. Voß strebe darüber eine konstruktive Diskussion im SWR und seinen Gremien an. Anlass für das Interview war die unter dem Motto „Islam - so nah, so fremd“ veranstaltete Islam-Woche des SWR. Der SWR-Intendant sagte: „ Die Aufgabe muss aber jetzt in Angriff genommen werden, wir dürfen sie nicht schleifen lassen. Der Islam gehört ins Programm und in die Gremien.“

02.11.2006 Nachrichten>International
Konflikt zwischen Westen und Islam soll vor UN-Sicherheitsrat
Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, will den Konflikt zwischen der westlichen und der islamischen Welt vor den UN-Sicherheitsrat bringen

Der Konflikt zwischen der westlichen und der islamischen Welt soll vor den UN-Sicherheitsrat. Das forderte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, laut „der Standart“ am Dienstag bei einem Kolloquium der UN-Bildungsorganisation UNESCO in Paris. Mussa sagte: „Wir wohnen heute einem Konflikt bei, der sehr genau zwischen dem Westen und dem Islam angesiedelt ist.“

01.11.2006 Nachrichten>International
Kopftuchverbot in Tunesien weitet sich aus
Tunesische Polizisten halten Kopftuch tragende Frauen auf der Straße an und verlangen, ihr Kopftuch abzulegen

Die von den tunesischen Behörden gestartete Kampagne für das Kopftuchverbot wird nun auch auf den Straßen fortgesetzt. Die tunesische Polizei stoppt Frauen mit Kopftuch auf der Straße und fordert sie auf, das Kopftuch abzulegen, ja sogar ein Dokument zu unterschreiben, das belegt, dass sie auch in Zukunft kein Kopftuch tragen werden.