18.10.2005 | Nachrichten>International
Massendemonstration in den USA gegen Bush-Regierung
Zehntausende Afroamerikaner demonstrierten am Wochenende gegen Armut, Ungerechtigkeit und Arbeitslosigkeit

Am Samstag haben zehntausende Afroamerikaner in Washington für ihre Rechte demonstriert. Die Teilnehmer reisten aus verschiedenen Bundesstaaten der USA an, um an der Demonstration „Millions More Movement“ teilzunehmen. Die Demonstration, an der auch zahlreiche prominente Schwarze und afroamerikanische Verbände teilgenommen haben, war sowohl eine Protestaktion gegen die Bush-Regierung, als auch eine Gedenkveranstaltung an die Opfer des Hurrikan „Katrina“, das zahlreiche Todesopfer forderte.

Der Organisator der Demonstration war Louis Farrakhan, Führer der islamischen Organisation „Nation of Islam“. In seiner Rede forderte er die Bekämpfung von Armut, Ungerechtigkeit und Arbeitslosigkeit unter Afroamerikanern.

Zudem kritisierte er mit scharfen Worten die Bush-Regierung und warf ihr ungerechtes Handeln vor. „W enn die Menschen auf diesen Dächern blondes Haar und blaue Augen und eine helle Haut gehabt hätten, wäre rechtzeitig etwas unternommen worden“, sagte Farrakhan.

Außerdem beschuldigte Farrakhan Bush, die Staatskassen geplündert zu haben, um den Krieg in Irak zu finanzieren.

Man dürfe sich auf die Regierung nicht verlassen, sagte Farrakhan weiterhin und warb für eine Selbsthilfeagenda für Afroamerikaner, wie zum Beispiel einer neuen politische Partei.

„Wir müssen uns organisieren wie nie zuvor“, betonte der Gründer der „Nation of Islam“ und forderte eigene Ministerien für Gesundheit und Soziales, Landwirtschaft, Bildung, Justiz, Kultur, und Verteidigung. (hv)

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